Folge 8 - Das Ehrenamt des Monats April

Shownotes

In dieser Folge steht das Ehrenamt im Mittelpunkt. Zu Gast ist die Ehrenamtliche des Monats April, Gerda Lückel. Sie engagiert sich seit vielen Jahren in Rheinbach und gibt Einblicke in ihre vielfältigen Tätigkeiten.

Ein Schwerpunkt liegt auf den sogenannten Beetpatenschaften. Dabei übernehmen Bürgerinnen und Bürger die Pflege öffentlicher Pflanzflächen wie Baumscheiben oder Blumenkübel im Stadtgebiet. Frau Lückel betreut mehrere dieser Flächen in unmittelbarer Nähe ihres Wohnortes. Zu ihren Aufgaben gehören die Bepflanzung, Pflege, Bewässerung und auch die Sauberhaltung der Umgebung. Ziel ist ein gepflegtes und ansprechendes Stadtbild, das zur Lebensqualität beiträgt.

Neben der praktischen Arbeit beschreibt sie auch die sozialen Aspekte ihres Engagements. Begegnungen mit Anwohnern, Gespräche im Alltag und der Kontakt zu Kindern aus einem benachbarten Kindergarten prägen ihre Tätigkeit. Dabei wird deutlich, dass Ehrenamt über die eigentliche Aufgabe hinaus wirkt und zur Gemeinschaft beiträgt.

Darüber hinaus engagiert sich Frau Lückel in weiteren Bereichen. Sie ist in der Entwicklungszusammenarbeit aktiv und unterstützt Bildungsprojekte, insbesondere für Mädchen. Außerdem beteiligt sie sich an einer Initiative zur Erinnerungskultur und zur Auseinandersetzung mit der europäischen Geschichte.

Im Gespräch wird deutlich, dass ehrenamtliches Engagement aus persönlicher Motivation entsteht und sowohl der Allgemeinheit als auch dem eigenen Alltag zugutekommt. Gleichzeitig wird die Bedeutung von Eigenverantwortung und gesellschaftlichem Zusammenhalt hervorgehoben.

In dieser Folge erfahren Sie:
✅ wie Beetpatenschaften im Stadtgebiet organisiert sind
✅ welche Aufgaben mit der Pflege öffentlicher Grünflächen verbunden sind
✅ warum das Ehrenamt zur Lebensqualität in Rheinbach beiträgt
✅ wie Begegnungen im Alltag durch Engagement entstehen
✅ welche Rolle Vorbildfunktion für Kinder spielt
✅ wie Ehrenamt über den lokalen Bereich hinaus wirken kann
✅ warum Bildung ein zentrales Anliegen im Engagement ist
✅ welche Erfahrungen aus internationalen Projekten einfließen
✅ wie Erinnerungskultur und Geschichte Teil des Ehrenamts sind
✅ welche Motivation hinter langfristigem Engagement steht

Transkript anzeigen

00:00:05:

00:00:20: Herzlich Willkommen zu Reihen Gehört, dem Podcast der Stadt Rheinbach.

00:00:24: Heute haben wir das Ehrenamt des Monats April und den ehrenamtlichen die ehrenamtliche des Monates April zu Gast.

00:00:34: Herzlich willkommen, liebe Frau Lückel.

00:00:36: Ja vielen Dank!

00:00:38: Ich stelle Sie kurz vor Gerda Lückl geborenen in Geroldstein seit hierhin in Rheinbach.

00:00:48: Sie sind Diplom-Verwaltungswirtin und haben diesen Abschluss an der Fachhochschule im Fachbereich Bundeswehrverwaltung gemacht.

00:00:56: Sie ist seit rund zwei Jahren im Ruhestand.

00:00:59: Zuletzt waren sie tätig als Beamtin im Bundesverteidigungsministerium.

00:01:04: Ihre Lieblingsbeschäftigung ist Lesen, vor allem Bücher über Politik und Geschichte.

00:01:10: Und in diesem Zusammenhang haben Sie mir gesagt, beschäftigen sie sich auch gern mit fremden Kulturen um die Bücher oder die Geschichten oder die Sachverhalte besser einordnen und verstehen zu können.

00:01:23: Darüber hinaus machen Sie gerne Gartenarbeit.

00:01:26: Sie gehen auf Reisen und treffen sich mit Freunden.

00:01:30: Ihr Lieblungsort in Rheinbach ist der Rheinbacher Wald und die historische Innenstadt.

00:01:36: Und aktuell heute ist es wichtig, sie sind tätig ehrenamtlich seit zwei Tausend Fünf.

00:01:44: Sie haben vier Pflegepartnerschaften öffentlicher Pflanzflächen in Form von Baumscheiben und Blumenbeten.

00:01:51: Und darüber hinaus sind sie auch noch Mitglied in den Vereinen Togo-Hilfe und in der Partnerschaft des Friedens zwischen Rheinbach, Duomovo, Werderung.

00:02:01: Ist das richtig?

00:02:02: Ja,

00:02:02: das ist richtig.

00:02:03: Gut!

00:02:06: Genau und ich habe mir ja angeeignet dass ich die Gäste auch noch mit mindestens zehn entweder oder Fragen konfrontiere um sie nochmal besser einordnen zu können und da kommen Sie auch nicht dran vorbei.

00:02:25: Frau Lückel, klassischer Bauerngarten- oder moderne Pflanzinsel?

00:02:31: Ich mag beides, aber mit so einem Bauerngarten ist auch etwas sehr schönes.

00:02:36: Ich liebe das auch sehr gerne!

00:02:38: Ich bin da ein bisschen zuvielfaltig und mag beide.

00:02:41: Wo es hinpasst?

00:02:42: Nutz- oder Zielgarten?

00:02:45: Ja, auch das ist in keinem Moment nur ein Ziergarten, von wem Nutzgarten?

00:02:48: dafür ist das Grundschutz zu klein, dass wir haben.

00:02:51: Aber

00:02:53: Betkonzept oder geordnete Chaos?

00:02:57: Gewissens Konzeptspaus schon weil... Sie sehen ja mal einen Beruf, ich war Beamtenhinter und das liegt so ein bisschen drin.

00:03:05: Ganz kohotisch möchte es nicht so gerne abends.

00:03:10: Staudenpflege oder jedes Jahr neu aussehen?

00:03:15: Gießkanne oder Schlauch?

00:03:17: Ja lieber Gießkane weil's Wasser nicht zu kalt ist.

00:03:23: Gartenarbeit früh morgens oder spätabend?

00:03:28: Frühmorgens gießen Spät abends vielleicht dann etwas, den Rest der noch nicht dran gekommen ist.

00:03:38: Sonne oder Schatten?

00:03:40: Lieber Schatten!

00:03:41: Frühling oder Herbst?

00:03:43: Eher Frühling.

00:03:44: Spontan oder strukturiert haben wir eigentlich schon bei dem Bet-Konzept verantwortet.

00:03:49: Ja lieber bis in Strukturiert ja.

00:03:52: Zuhören oder diskutieren?

00:03:56: Beides.

00:03:58: Ruhig oder Tempo?

00:03:59: Auch das beides.

00:04:01: Buch oder

00:04:01: E-Book?!

00:04:05: E-Book.

00:04:07: Jetzt neulings eher e-book, weil man es überall mitnehmen kann.

00:04:12: Schön!

00:04:13: Ich danke.

00:04:15: Ja sie sind vielfach ehrenamtlich engagiert.

00:04:18: im Mittelpunkt haben wir heute aber die Betpatenschaft und es mag ja Menschen geben, die davon noch nie gehört haben.

00:04:26: Es geht um Lebensqualität im städtischen Raum.

00:04:30: jeder wünscht sich ein schönes Stadtbild grün bunt blühend Und das ist aber kaum für eine Verwaltung, für eine Stadt schaffbar.

00:04:40: und da ist man auf die Unterstützung von Bürgerinnen und Bürgern angewiesen.

00:04:46: Da kommt ja fast jede Flächenfrage, dass diese Betpatenschaften betrifft Kreisel, Baumscheiben, Pflanzkübel kleine Grünflächen im Straßenraum und wir haben rund hundertfünfzig Patenschaften die in ganz Rheinbach bestehen.

00:05:05: Manche sind länger als zehn Jahre dabei und wir haben im Sachgebiet Mobilität, Klima- und Umweltschutz eine Patentante sozusagen, die sich dieses Thema annimmt und vor einem Jahr auch nochmal dem Ganzen einen neuen Schliff verpasst hat und neue Schilder jetzt auch geschaffen hat wo Rote Tulpen darauf hinweisen, dass die Patenschaften noch zu haben sind.

00:05:32: Und für diejenigen, die aber schon die Pattschaft mit der Stadt vereinbart haben da gibt es diese grünen Schilder und ich glaube solche haben sie auch im Gebrauch.

00:05:43: und sind Sie damals darauf aufmerksam geworden durch so grüne Schilde?

00:05:49: oder wie sind sie dazu gekommen sich im Jahr zwei tausend fünf zu einer Patenschaft?

00:05:58: zu entscheiden.

00:06:00: Damals gab es diese Grünschilde ja noch lange nicht, ne?

00:06:03: Damals ... Es war so dass die Stadt Rheinbach diese Straße zu den Fichten zur Einbahnstraße erklärt hatte.

00:06:13: und um den Verkehr.

00:06:15: das ist eine gerade verlaufende Straße, die auch dazu verleiht hat, dass die Leute mal ordentlich Gas geben haben und dann plötzlich abbrennen sie unten an der Kreuzung zu den Fichten am Kindergarten.

00:06:33: Und dass es da nicht schon zu tödlichen Ungefällen gekommen ist, das ist wirklich manchmal ein Wunder.

00:06:39: Es sollte so ein bisschen der Verkehrsfluss gebremst werden, abgebremst wird.

00:06:43: deshalb die Pflanzinseln also bzw.

00:06:46: Blumenkübel.

00:06:47: Also da sind ihre Patenschaften... Sie haben ja vier Patenschaft übernommen und wie viel sind an dieser Stelle?

00:06:55: An dieser Stelle sind zwei Blumenkübel an der Straße und da noch die beiden Baumscheiben.

00:07:02: Ach so,

00:07:02: das ist bei A, okay?

00:07:04: Ja, auf der anderen Seite sind hier die Straßenbäume, das sind die beiden Baumscheiben.

00:07:09: Und ja...

00:07:10: Da sind jetzt auch grüne Schilder

00:07:12: überall.

00:07:13: Zuerst waren keine Steinblumen-Kübel sondern nur ganz eher Altersschwache.

00:07:20: Alterswache Holzkübe, die irgendwo ausgesondert

00:07:23: wurden.

00:07:24: Ausrangiert worden ja und dann doch hingeschön.

00:07:27: Aber die hielten aber manchen wilden Parkversuchen nicht mehr stand.

00:07:31: Die wurden dann Opfer dieser Parkversuche, sprich sie wurde zusammengefahren.

00:07:36: Also das hat man die ausgetauscht gegen Steinkübe sehr.

00:07:40: Das war auch keine neuen, aber okay, die sind etwas stabile.

00:07:45: Auch die werden verschoben zum Teil

00:07:48: Von Parkern?

00:07:49: Ja, ja.

00:07:50: Steht nicht mal ein bisschen schief.

00:07:52: und dann ruf ich die Stadt an und mit der Bitte wieder gerade rechnen, damit sie nicht so ganz ... Das gilt auch für die anderen Bewohner.

00:08:03: Und was sind Ihre Aufgaben konkret?

00:08:07: Bepflanzen Sie die auch oder pflegen Sie?

00:08:09: Ja

00:08:09: sowohl als auch.

00:08:10: Spiflanzen, die auch... Ich habe diese Pflanzen... Teilweise Saisonpflanzen, aber auch so auf Dauer.

00:08:20: Jetzt zum Beispiel sind zwei Wacholderbäumchen in den Pflanzkübeln drin und ansonsten rundherum je nach Saison wunde Pflanzen.

00:08:34: Und sie gießen dann?

00:08:36: Ja ja

00:08:36: die werden gegossen und aufgehakt.

00:08:39: Ja, ein Gedüngt natürlich.

00:08:43: Dann ist das... Wie kommen Sie auf den Standort?

00:08:46: Ist das dann in der Nähe Ihres Hauses wahrscheinlich?

00:08:50: oder ist es eine zweite Vorgarte?

00:08:52: Nein,

00:08:53: wenn man so will.

00:08:54: Es ist die zweite Vorgeachtung.

00:08:57: Ich gehe zum Türhaus und zum Briefkasten und sehe an sich die Blumenkügel.

00:09:02: Und ich stelle, oh ja!

00:09:04: Das ist alles okay oder nicht okay?

00:09:06: Oder war wieder geschehen?

00:09:10: Und sie sind also dann vor allem damals durch die Verkehrssituation auf die Idee gekommen.

00:09:16: Aber wenn ich so die kleine Fragerunde bedenke, da kam ja schon viel Herzblut durch.

00:09:22: Sie sind auch Gartenliebhaberinnen und Begeistert!

00:09:26: Ja, ich finde es sehr schön, wenn das Umfeld in Ordnung, wenn's umfällt, schön und gepflegt aussehen und nicht so weder Müll rumliegt und noch alles ein Unrat ... Das kann ich nicht ertragen.

00:09:43: Und wie oft sind Sie dann tätig?

00:09:48: Also, Sie zupfen wahrscheinlich im Vorbeigehen mal schnell... Ja auch!

00:09:52: Ich schaue,

00:09:54: liegt wieder was rum.

00:09:55: Ihr habt irgendeiner eine Getränkedose hingelegt und der Müll wird eingesammelt und dann wieder entsorgt.

00:10:06: damit das so Müll kommt, Müllsachte einnachbar.

00:10:09: Der wohnt leider nicht mehr da, dauern wir sehr.

00:10:14: und ja ... Das habe ich mal gemerkt.

00:10:17: Ja letztlich geht es dann auch über eine Grünpartenschaft hinaus, dass man sich nur um die Pflanzen kümmert sondern den Blick auf alles hat.

00:10:30: Und das Interessante ist auch Die Kinder, wir haben da einen Kindergarten gegenüber.

00:10:38: Die Kinder stehen dann manchmal am Zaun und beobachten das wenn ich neu pflanze.

00:10:42: Sie finden das so total klasse für die ganz großes Kino!

00:10:46: Und da fahren sie mich dann was machst du denn da?

00:10:48: Da sage ich ja, ich pflanße hier Stiefmütterschen.

00:10:52: Dann erkläre ich Ihnen warum der stiefmüttelsche Stief-Mütterchen heißt.

00:10:55: Warum heißt es dazu?

00:10:56: Ja

00:10:57: an den Blütenblättern.

00:10:59: Das Stiefmytterchen hat ja ein großes Blütonblatt zwei kleinere Blütenblätter an den Seiten und dann noch nochmal zwei kleineren Blüte an der gegenüberliegenden Seite von Stiefmütterschen.

00:11:14: Stief-Mütterchen hat die eigenen Töchter, die haben einen größeren Platz rechts und links und danach müssen sich die Stieftöchter einen Platz teilen.

00:11:25: Das erkläre ich dann den Kindern!

00:11:27: Das guckt man, da war der Stiefmitter schon.

00:11:31: Und die finden das so toll und die Mütter- und Erziehungen auch.

00:11:36: Die finden es auch schön!

00:11:37: Ja, das ist auch Natur.

00:11:39: Ich möchte den Kindern aus ein bisschen die Natur näher bringen oder ein bisschen sensibilisieren.

00:11:46: Das sind wir alle.

00:11:49: Wir

00:11:49: können uns nicht nur auf den Staat verlassen, dass sie einfach so klar... ist die Zuständigkeit bei der Stadt Rhein-Wach.

00:11:57: Aber wie Sie auch schon eingangs sagten, das wäre trotzdem zu viel auch.

00:12:02: Das kann die Stadt Rheinwachgang leisten!

00:12:05: Ja und da kommt ja auch dann, dass das Ehrenamt an sich für die Gesellschaft ist ja jeder ehrenamtliche auch tätig.

00:12:14: Für den Gemeinsinn, für das Gemeinwohl.

00:12:17: Da steckt ja noch deutlich mehr als nur Blumen und gucken, dass es in Ordnung ist und den Müll wegräumt sondern das ist genau ein Dienst an der Gesellschaft, den sie im Großen sogar noch verrichten.

00:12:32: Es geht nicht nur um den Kübeln

00:12:34: Das stimmt.

00:12:36: Was auch ganz wichtig ist, auch noch zu betonen dass die Menschen, die sich vor einigen Jahren in diesen neu geschaffenen Gebäuden der Straße zu den Fischten entstanden sind, sind ja so ein Familienhäuser, also nur eigene Tumswohnungen oder Mietwohnung.

00:12:54: und neues Wohngebiet ist hier entstanden dort.

00:12:57: Früher war da nur Feld

00:12:59: Und

00:12:59: in den letzten Jahren.

00:13:00: Das

00:13:00: ist auf dem Gelände vom St.

00:13:02: Josef ehemals, rund um das St.-Josef-Kymnasium?

00:13:07: Genau dort!

00:13:09: Das waren früher... Die Straße heißt ja zu den Fichten.

00:13:12: Es stand eine Reihe nur Fichten dort und die sind dann irgendwann gefällt worden.

00:13:20: Das war im Jahr two-thausundeins, das weiß ich noch ganz genau.

00:13:24: So wurden alle gefällt und das Ganze wurde dann vorbereitet zum Bauen.

00:13:32: Ja und das ist ein großes Wohngebiet, wo die Bewohner sich wahrscheinlich auch dran freuen?

00:13:39: Das wollte ich sagen... Die Bewohner sind ja meistens Menschen, die früher in einem Eigenheim gewohnt haben und sich dann verkleinert haben indem sie da eine Eigentumswohnung oder eine Mietwohnungen haben weil es einfach zu viele Woren ist große Grundstücke unterhalten und zu pflegen und Häuser auch.

00:14:00: Und dann kommen sie, wenn Sie die Straße rauf- und runtergehen, ihr freut sich unglaublich an den Pflanzen!

00:14:07: Das ist etwas was mich freut, das die Menschen freut.

00:14:10: Ja

00:14:11: schön.

00:14:11: Das

00:14:12: gibt mir die Motivation immer wieder mal weiter zu machen, auch wenn ich mich zeitweite doch manchmal sehr ergere, wenn etwas wie das zerstört wurde mutwillig.

00:14:23: Ist das Thema Wanderlismus ein großes Thema?

00:14:28: Ich möchte es nicht beschreien, aber jetzt im Moment hat sie's gelegt.

00:14:32: Seitdem die Schilder dastehen, die Grünen, ich weiß nicht ob das wiederholfen hat... Aber ja seitdem die schilder dort angebracht sind, hat sie es gelieft!

00:14:43: Und

00:14:44: vorher wurden Pflanzen rausgerissen?

00:14:46: Die wurden

00:14:47: gestohlen und waren dann weg.

00:14:53: Grünpflanzen, so kleine Bäumchen noch.

00:14:55: Die wurden dann rausgerissen und waren dann weg.

00:14:58: Ja, gestohlen.

00:15:00: Sie machen sich auch Gedanken?

00:15:01: Wir hatten ja irgendwann schon mal drüber gesprochen über die Farben und was sie setzen.

00:15:07: Sie haben schon ein Konzept dahinter wie Sie die Auswahl treffen an Pflanzen oder wie oft bepflanzen Sie ihn im Frühjahr und im Herbst?

00:15:17: Früher in dem Herbst wird bepflanzt.

00:15:18: Und die Stiefmütterchen im Frühjar?

00:15:20: Nein, stiefmüttelschen Herbst!

00:15:22: Also es kommen in einen Blumenkasten jeweils, sind dann vier Stiefen mitwischen und dann noch vier andere Pflanzen die runter ranken zum Beispiel.

00:15:33: Ein Efeu damit das so ein bisschen aufgelockert wird.

00:15:37: Und im Frühjahr sind dann halt also die Petunien oder sowas anderes was blüht, was richtig knallend blühte, ein pink rosa und weiß zum Teil.

00:15:55: Und die Baumscheiben, Sie sagten, Sie haben ja noch zwei Baumscheibe mit dabei.

00:15:59: Da sind sie aber nur für Unkraut drum herum und Pflege oder also beschneiden müssen Sie die nicht?

00:16:06: Oder klettern Sie da auch hoch?

00:16:07: Nein, nein, nee, nie so hoch lassen sich die Sachen nicht wachsen.

00:16:11: Die werden dann schon zurückgeschnitten, zuvor nachvollichtig.

00:16:16: Das ist auch nicht so schlimm, aber zwischendurch habe ich ja auch damit das eine Einheit bildet zwischen denen.

00:16:22: diesen Baumstein und den Blumenkübel.

00:16:25: Das ist das große Konzept?

00:16:27: Ja, ich

00:16:28: hätte es aus einem Guss aussehen.

00:16:30: In der gleichen Farbfamilie die Saisonpflanzen drin.

00:16:34: Meistens ein Pink oder einen Rot oder so was.

00:16:38: Oder ein Weiß auch

00:16:40: total.

00:16:41: Und seit zwei Jahren im Ruhestand, wie haben Sie das zu Berufszeiten noch ... geschafft.

00:16:50: Das war lief nebenher?

00:16:51: Ja, Wochenende!

00:16:54: Und sie waren in Bonn tätig oder?

00:16:55: Ja ja.

00:16:56: Bonn-Verteidigungsministerium.

00:16:59: Ja denn das ist ja auch oft die Vereinbarkeit jetzt mit Ehrenamt und Job.

00:17:05: Das ist ja viele schrecktes Jahr ab.

00:17:08: Die sagen Sie haben nicht noch Zeit für sowas.

00:17:10: Für sowas.

00:17:11: allein die Formulierung Ein bisschen anstößlich, denn das ist ja schon was wirklich Wichtiges und Gutes.

00:17:23: Dass er in die ernautliche Tätigkeit... Ja

00:17:25: ich denke man hat auch selber viel Freude daran.

00:17:30: Ist ja nicht nur eine altochistische Art.

00:17:33: Ich hab da keine Freude, ich mach das nur für die Alpen.

00:17:35: Nein!

00:17:36: Ich freue mich selber dran wenn es schön aussieht.

00:17:39: Gefliegt?

00:17:40: Das ist vor allen Dingen wichtig.

00:17:42: Nicht vermüllt an nichts.

00:17:45: Ja und auch als Vorbild für die jungen Menschen.

00:17:48: Sie wissen ja selber, es ist ja reinbar, dass ich statt der Schulen doch... wo ich wohne oben in dieser Ecke?

00:17:55: Das sind ja ohne mich viele Schulen, ein bisschen Kindergarten noch.

00:17:59: Ja das finde ich auch wichtig!

00:18:02: Als Vorbild ... für die nächsten Generationen.

00:18:07: Dass nicht der Staat an imaginäres Gebilde ist.

00:18:10: Wir alle sind der Staat.

00:18:14: Wir müssen das so beitragen.

00:18:16: Klar, wir zahlen natürlich Steuern!

00:18:18: Das ist mir auch alles klar.

00:18:19: wenn jemand sagt ja ich sage ja Steuere warum sollte ich das tun?

00:18:23: Könnte sich auch sagen aber ja nein dass ich möchte nicht nur als Selbstbedienung machen.

00:18:32: Sobald es sich vereinbaren lässt mit der Gesundheit und so weiter mache ich das super gerne.

00:18:39: Sind Sie ehrenamtlich geprägt durch Ihre Eltern?

00:18:42: oder oft ist es ja so, dass man das schon in die Wiege gelegt gekriegt hat?

00:18:46: Das Ehrenamt ...

00:18:49: Nee, das eher nicht.

00:18:50: Nein, nein, nein!

00:18:51: Ich bin auf dem Land groß geworden.

00:18:54: Gut, jemand hat das gar nicht so eingeordnet und manchmal war das so selbstverständlich.

00:19:00: Man weiß jetzt nicht, ob man da einfach so groß dann drüber gesprochen hat.

00:19:04: So gemacht und fertig.

00:19:07: Jetzt nicht so, dass wir das hören wollen.

00:19:09: Sondern als toller Mensch mache ich jetzt das oder das.

00:19:14: Ja und haben Sie schon jemanden mal angesteckt?

00:19:19: Der gesagt hat... Jetzt gucke ich auch nach einer Patenschaft, nach einer Betpatenschaft.

00:19:25: Ich glaube es ist nicht der Fall.

00:19:28: Nein.

00:19:29: Es ist also viele sehen das eher als Arbeit an.

00:19:34: Aber ich bin auch geprägt durchs Land Das war das gar nicht so, wo das nicht thematisiert.

00:19:41: Wo sind Sie aufgewachsen?

00:19:43: In

00:19:43: Georgian auf dem Land.

00:19:44: Achso

00:19:45: auch ja.

00:19:45: Ja

00:19:46: das ist sehr verständlich.

00:19:47: wurde das oder so vieles ehrenamtlich dort gemacht.

00:19:51: Ja da spricht man dann nicht so drüber.

00:19:52: Ne

00:19:53: das war dann halt... Da wusste ich eben gar nicht was ich Ihnen antworten soll weil ein Sachen die wurden einfach gemacht.

00:20:01: Ich finde es immer schlimm wenn wir jedes einzelne nochmal thematisieren oder was man

00:20:06: macht.

00:20:12: Das ist auch eine Sache, wenn ich die Pflanzen pflege.

00:20:18: Die Leute kommen von vorbei und ich sehe hier auch wie es den Menschen geht, wenn sie ihre Partner verloren haben.

00:20:24: Man unterhält sich und das ist auch etwas ganz wichtig.

00:20:28: Manchmal kommt mal so ein bisschen die kleine Dorf-Idylle, die ja keine Dülle war nochmal ins Gedächtnis dann.

00:20:36: Ja, ja schön!

00:20:41: Sie sind ja auch nicht nur als Bet-Partin unterwegs sondern engagieren sich oder hatten gesagt sie sind in der Togohilfe ja auch noch und in der Partnerschaft des Friedens.

00:20:54: da geht es ja auch um viel mehr als nur eine Anführungszeichen um die Bete.

00:21:01: Wie sind Sie dazu gekommen?

00:21:05: Zur Togo-Hilfe bin ich gekommen, weil mich die Bildung von Menschen interessiert.

00:21:12: Nicht nur interessiert, ich halte sie für elementarwichtig und insbesondere die Bildungen von Mädchen, die immer noch gerade in Afrika doch nicht so diese Wertschätzung erlangen sollte.

00:21:26: Ich kann nicht die Hälfte der Bevölkerung von etwas ausschließen.

00:21:30: Und das Ganze geht auch nur über Bildung, ja?

00:21:35: Eine gute Bildung und dessen ist die Bildung.

00:21:37: Helfe zur Selbsthilfe.

00:21:40: Ja, absolut!

00:21:41: Die wollen ja auch die jungen Menschen.

00:21:42: Ich hab mir das mal vor Ort angeschaut vor ein paar Jahren ...

00:21:45: Ach, waren sie ... Ich war in Drogo

00:21:47: gewesen.

00:21:48: Das ist auch... Die Menschen sind total liebenswert.

00:21:51: Leider ist das System dort.

00:21:54: Leide ein korruptes System.

00:21:56: Ist es auch schwierig da immer dran zu bleiben und so hoffen, dass es irgendwann doch besser wird.

00:22:05: Ich hoffe ja auch durch die Bildung, dass die Leute den Horizont erweitern dann noch weiter sich engagieren und auch die Mittel dazu haben.

00:22:20: Unabhängig werden finanziell unabhängiger werden, unabhängig aufräumt klaren, so meine ich die Mädchen.

00:22:29: Das ist wirklich ein ganz wichtiger Punkt.

00:22:33: Also, das ist jetzt nur einen.

00:22:35: Für mich ist es immer ganz fürchterlich wenn ich sehe dass die Hälfte der Bevölkerung in manchen vor allem sehr islamistischen Ländern, dass sie einfach verangehalten werden von allen möglichen, von der Bildung.

00:22:51: Dass sie einfach gedrängt werden in einem altes Ascharsystem dem sie auch dann halt gar nicht aus dem Ganzen herauskommen können.

00:23:06: Sie können sich nicht verwirklichen, das ist schrecklich.

00:23:11: Deshalb sage ich mal Bildung ist entscheidend.

00:23:16: und wie lange waren die damals da?

00:23:17: Und also sie haben Projekte vor Ort

00:23:20: Schulen vor allem.

00:23:22: Insbesondere war dort ein Gebäude im Bau.

00:23:26: Das ist inzwischen glaube ich auch fertig.

00:23:29: Das sind also verschiedene Bauträger dran, das ist auch eine Internat für Mädchen.

00:23:39: Die Mädchen können ja nicht so, wenn sie auf weitere Strecken zulegen, dann ist es schon mal passieren, dass sie sexuell belästigt und selbst vergewaltigt worden sind, weil sie so viele Strecken... zurücklegen mussten.

00:23:56: Dessen hat man den jetzt auch quasi in Unterkunft geschaffen, damit sie dort wie eine Internat in einer familiären Strukturkommission fast sagen.

00:24:08: Da leben mehrere Mädchen in einem Zimmer.

00:24:10: Hat mal ganz bewusst so gemacht dass das die auch ein bisschen die familiäre Nähe

00:24:16: zusammen,

00:24:17: weil ... ja und das ist also hinter Sache

00:24:23: Ja und das ist ja auch dann ein geschützter Raum vom Konzept her.

00:24:30: Das

00:24:31: sind aber mehrere Träger dran, die IHK Industrie- und Handelskammer Köln, eine andere Hilfe nicht nur Togelhilfe sondern einen anderen Verein der heißt glaube ich kommt Toggelge weiter oder so weiter.

00:24:47: jedenfalls sind da mehrere beteiligt Und das ist auch ganz gut so.

00:24:50: Das ist eingefriedet, dass es Ganze geländet und damit da nichts passiert, damit kein Überfall geschieht.

00:25:00: Ja, ja.

00:25:03: Das war halt nicht so ganz einfach.

00:25:06: Das müsste inzwischen fertig sein.

00:25:09: Mhm.

00:25:10: Ja.

00:25:11: Und die Partnerschaft des Friedens?

00:25:14: Ja!

00:25:15: Die Partnerschaft Des Friedens bin ich erst im letzten Jahr dazu beigetreten.

00:25:20: So geht's ja um Werden.

00:25:22: Mhm, genau.

00:25:23: Wir sind ja in Jahr neus als sechzehn dieses Blut vergesen werden und das ist ja ganz fürchterlich gewesen.

00:25:34: Und dort ist ein Beinhaus errichtet worden vor vielen Jahren doch liegen denn die Gebeinen von den gefallenen Soldaten von beide ein sowohl Deutsche also aber auch Franzosen die nicht mehr zuzuordnen

00:25:51: waren.

00:25:51: Ja, meine Tochter war auch schon ganz am Anfang als das Ganze ... Die Initiative sich aufbaute, war sie mit da und genau.

00:26:02: Und Sie sind aber auch offensichtlich schon hingereist?

00:26:05: Ich war dort letztes Jahr, hat unser ehemaliger Bürgermeister Stefan Ratz, der eine Bürgerfahrt organisiert.

00:26:14: Das bin ich mal mitgefahren und hab mir das ganze Mal vor Ort angeschaut.

00:26:19: Das ist ganz, ganz furchtbar.

00:26:27: Was habe ich daraus gelernt?

00:26:29: Wichtig ist die Menschengeschichte.

00:26:33: Was wichtig ist, dass die Menschen über unsere Geschichte Bescheid wissen.

00:26:38: Es ist ja Deutschland hat ja eine ganz unrömliche Vergangenheit.

00:26:44: Sie denken an die beiden Weltkriege, das war in den letzten Jahren.

00:26:53: Und da möchte ich ganz gerne, dass dieses Wissen nicht verloren geht.

00:26:59: Auch die jungen Menschen, die müssen das wissen!

00:27:01: Die können nichts dafür.

00:27:03: Sie und ich, wir können beide nichts dafür... Aber wir können aber dafür, dass wir uns unser Bewusstsein erweitern, dass es uns nicht irgendwann von Erntwelten ist, was man als ganz böse Handfänger hier einfach an.

00:27:18: die auch ganz schnellen Lösungen haben, dass wir uns dann einfach zurücklehnen sollten.

00:27:25: Wir machen hier nichts mehr?

00:27:26: Lass die anderen doch mal machen!

00:27:28: Die da oben machen sowieso was.

00:27:29: Nein, wir sind Teil unserer Demokratie und unser Staat.

00:27:35: Wir haben einen wunderbaren Staat.

00:27:38: Es gibt immer wieder Sachen, die uns nicht gefallen aber ich möchte in einem anderen Staat auf Dauer leben.

00:27:47: Das ist so, aber das ist auch Arbeit.

00:27:52: Und letztlich Wissen um zu verstehen und einordnen zu können?

00:27:57: Absolut!

00:27:58: Ja natürlich, das geht sonst nicht.

00:28:03: Ich habe es da jetzt auch... ich beobachte ja immer wieder wenn die Menschen sich unterhalten, was wissen sie über die Zeit?

00:28:12: Wenn ihr frei seid, wenn es um Sport gilt Wenn ich manchmal frage, schon mal junge Leute.

00:28:20: Was kennen Sie denn den Politiker?

00:28:23: oder wissen sie noch über die Zeit was?

00:28:26: Und sehr häufig muss ich feststellen keine Ahnung, noch nie etwas von gehört.

00:28:32: Weder in der eigenen Familie noch einer Schule.

00:28:36: und ich sage ja, die Schule ist da manchmal überfordert das muss von der Familie aus kommen und wenn das nicht in der Familie diese Kunststand gelegt wird Dann ist es schon schwierig.

00:28:51: Es kann ja nicht sein, dass wir uns einfach wieder ins Extremistische verleiten lassen.

00:29:00: Da ist das WFG.

00:29:01: Ja und da ist Unwesenheit der Schlüssel zur Tür?

00:29:08: Absolut!

00:29:11: Das sind die Motive...

00:29:13: Warum ist das mit Annan?

00:29:14: Ja und es ist ja schön, weil es ein sehr vielschichtiges Engagement ist.

00:29:21: Und mit viel Herzblut dahinter und sehr viel Weitblick.

00:29:32: Was würden sich jemandem empfehlen der nicht sicher ist oder eine Hemmschwelle hat, sich ehrenamtlich zu engagieren?

00:29:43: Was würden Sie so jemandem empfehlen?

00:29:45: Es ist natürlich der persönliche Gewinn.

00:29:48: Den hat jeder, wie Sie sagten, sie pflegen jetzt nicht irgendwo eine Betpatenschaft an einem Ort den Sie gar nicht sehen sondern es ist für Sie ja auch schön.

00:29:57: aber es steckt doch viel mehr dahinter.

00:30:00: Es gibt viel mehr Dahinter!

00:30:01: Ja einfach zu sehen die Wahrnehmung des Mitmenschen.

00:30:07: Achtsamkeit mit so beobachten was spielt sich in meiner Umgebung ab, wieder näher und weiter umgeben.

00:30:17: Man sieht ja an vielen Reaktionen des Menschen, an Verbalen oder Non-Verbalen.

00:30:24: Wie funktioniert das?

00:30:25: Wie sind die Menschen drauf?

00:30:27: Wie reagieren sie?

00:30:35: Dann schloss ich die Menschen ein bisschen ansage, könnten Sie sich vorstellen, dass das ... Da merke ich erst mal an zu überkügeln.

00:30:44: Das ist halt

00:30:50: schön.

00:30:51: Ich danke Ihnen für das Gespräch, und ich werde wenn ich mit dem Fahrrad dran vorbeifahre mich noch mehr an den vier Punkten freuen an den Fichten.

00:31:03: Und ja, ich freue mich dass Sie hier zu Gast waren.

00:31:08: Vielen Dank Frau Lückl!

00:31:09: Ich danke ihnen, dass ich hier sein durfte.

00:31:11: Danke Frau Kranke.

00:31:16: Das war

00:31:17: Reingehört,

00:31:19: der Podcast der Stadt Rheinbach.

00:31:22: Seien Sie gespannt auf die nächsten Folgen!

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