Folge 6 - Zwischen Tauchgang und Ja-Wort
Shownotes
In dieser Folge von „Rhein gehört – der Podcast der Stadt Rheinbach“ ist Gregor Herzog zu Gast. Er arbeitet als Standesbeamter bei der Stadt Rheinbach und begleitet Paare bei ihrer standesamtlichen Eheschließung. Im Gespräch berichtet er über seinen beruflichen Weg in die Verwaltung und darüber, wie er schließlich zum Standesamt gekommen ist.
Die Aufgaben eines Standesamtes sind vielfältiger, als viele vermuten. Neben Eheschließungen gehören auch die Beurkundung von Geburten und Sterbefällen sowie verschiedene Namenserklärungen und internationale Personenstandsfälle zum Arbeitsalltag. Auch Ehefähigkeitszeugnisse für Menschen, die im Ausland heiraten möchten, werden hier ausgestellt.
Ein Schwerpunkt der Arbeit sind jedoch weiterhin die Hochzeiten. In Rheinbach finden jährlich rund 180 standesamtliche Eheschließungen statt. Die meisten Trauungen liegen zwischen April und September. Besonders beliebt sind die Monate Mai und Juni. Vor jeder Trauung führen die Standesbeamten ein persönliches Gespräch mit dem Paar. Ziel ist es, die Geschichte des Paares kennenzulernen und die Zeremonie individuell zu gestalten.
Auch die möglichen Trauorte in Rheinbach sind vielfältig. Neben dem Trauzimmer im Rathaus können Eheschließungen beispielsweise im großen Sitzungssaal, im Glasmuseum oder im Hexenturm stattfinden. Weitere Außenstellen sind unter anderem das Waldhotel oder das Café Silberlöffel. Besonders beliebt ist inzwischen auch eine Open-Air-Trauung im Innenhof des Glasmuseums.
Eine besondere Möglichkeit bietet Rheinbach außerdem mit Unterwasserhochzeiten im Tauchbecken des Monte Mare. Dort geben sich tauchbegeisterte Paare mehrere Meter unter Wasser das Jawort. Die Zeremonie findet mit Tauchausrüstung statt, während Gäste das Geschehen vom Beckenrand aus verfolgen.
Neben seiner Tätigkeit im Standesamt arbeitet Gregor Herzog auch als freier Trauredner. Freie Trauungen ermöglichen Paaren eine individuelle Zeremonie unabhängig von Ort oder kirchlicher Bindung. Eine rechtliche Wirkung hat jedoch ausschließlich die standesamtliche Trauung.
Im Gespräch berichtet Gregor Herzog außerdem von besonderen Momenten aus seinem Arbeitsalltag und davon, wie unterschiedlich Hochzeiten gestaltet werden können.
In dieser Folge erfahren Sie:
✅ Welche Aufgaben ein Standesamt neben Hochzeiten übernimmt
✅ Wie der Weg zum Standesbeamten verlaufen kann
✅ Wie viele Eheschließungen jährlich in Rheinbach stattfinden
✅ Wann die Hochzeitssaison besonders stark ist
✅ Wie eine standesamtliche Trauung vorbereitet wird
✅ Welche Trauorte es in Rheinbach gibt
✅ Wie Open-Air-Trauungen im Glasmuseum entstanden sind
✅ Wie eine Unterwasserhochzeit abläuft
✅ Was eine freie Trauung von der standesamtlichen Trauung unterscheidet
✅ Welche besonderen Situationen bei Trauungen entstehen können
Transkript anzeigen
00:00:00: Speaker 1: Reingehört. Der Podcast der Stadt Rheinbach. Viel Spaß beim Reinhören.
00:00:21: Hendrikje Krancke: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Reingehört, dem Podcast der Stadt Rheinbach. Heute ist mein Gast Gregor Herzog. Herzlich willkommen!
00:00:32: Gregor Herzog: Vielen Dank für die Einladung.
00:00:35: Hendrikje Krancke: Gregor Herzog ist Standesbeamter der Stadt Rheinbach. Er begleitet Paare bei standesamtlichen Eheschließungen und gestaltet zusätzlich als freier Trauredner individuelle Zeremonien. Ausgebildet ist er unter anderem als Verwaltungsfachangestellte und Standesbeamter. Eine Besonderheit seiner Arbeit in Rheinbach sind außergewöhnliche Trauformate, darunter auch unter Wasser Trauungen. Geboren wurde er in Bad Neuenahr Ahrweiler, wo auch heute sein Lebensmittelpunkt liegt. Griechenland liegt ihm besonders am Herzen und in Rheinbach ist sein Lieblingsplatz der Freizeitpark. Ich habe ja überlegt, ob ich das Tonstudio heute hier mit Blumen schmücken muss. Wenn du kommst, weil du das wahrscheinlich so gewohnt bist. Und ja, im Standesamt gibt es aber mehr als nur Jasager. Bist du auch ein Neinsager? Manchmal hast du auf den Tisch.
00:01:29: Gregor Herzog: Also im Grunde genommen bin ich eigentlich recht gutmütig, aber als Sternzeichen bin ich Skorpion und wenn es übertrieben wird, dann fahre ich auch mal meinen Stachel aus und dann wird es auch explosiv. Okay, und dann kann ich auch Nein sagen. Gut.
00:01:46: Hendrikje Krancke: Denn meistens wird bei dir ja ja gesagt. Und genau zum Auftakt können wir mal eine schnelle Runde machen. Ich stelle dir ein paar Fragen. Du kannst spontan. Nein, du kannst nicht nur du musst spontan antworten. Drinnen oder draußen.
00:02:02: Gregor Herzog: Draußen.
00:02:03: Hendrikje Krancke: Frühaufsteher oder Nachteule?
00:02:05: Gregor Herzog: Frühaufsteher. Auf jeden Fall.
00:02:09: Hendrikje Krancke: Vorbereitet oder spontan.
00:02:10: Gregor Herzog: Vorbereitet.
00:02:12: Hendrikje Krancke: Überblick oder Detail?
00:02:14: Gregor Herzog: Überblick.
00:02:16: Hendrikje Krancke: Sommer oder Winter?
00:02:17: Gregor Herzog: Sommer? Auf jeden Fall.
00:02:20: Hendrikje Krancke: Kleiner Klar. Kleiner Kreis oder große Hochzeitsgesellschaft.
00:02:26: Gregor Herzog: Es kommt darauf an! Also klein ist auch fein.
00:02:32: Hendrikje Krancke: Rathaus oder besonderer Ort zum Heiraten.
00:02:37: Gregor Herzog: Ich finde unser Rathaus auch schön.
00:02:40: Hendrikje Krancke: Reis oder Konfetti?
00:02:42: Gregor Herzog: Gar nichts von beiden. Dann sind die Hausmeister not amused.
00:02:49: Hendrikje Krancke: Ja, das glaube ich. Das stimmt genau. Dein Weg zum Standesbeamten. Wie kam es dazu?
00:02:59: Gregor Herzog: Ja, das ist eine schöne Frage. Dazu gibt es zu sagen, dass ich vor wirklich vielen, vielen Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten, eine Bekanntschaft getroffen habe, der Standesbeamter war, und ich habe mir immer gedacht Was für ein toller Job und wie wird man Standesbeamter? Weil, wenn man so in die damals noch Zeitungen geguckt hat, man fand nie eine Stellenanzeige, dass jemand einen Standesbeamten sucht oder Standesbeamtin sucht.
00:03:31: Hendrikje Krancke: Du bist aber auch vorher schon bei der Verwaltung. Du bist ausgebildeter.
00:03:35: Gregor Herzog: Verwaltungsverwaltungsangestellten. Ausbildung habe ich erst hier bei der Stadt Rheinbach abgeschlossen. Vorher hatte ich eine Ausbildung als Bürokaufmann.
00:03:44: Hendrikje Krancke: Ah, okay.
00:03:47: Gregor Herzog: Und wie gesagt, dadurch hatte ich halt schon immer so irgendwie im Hinterköpfchen. Was für ein toller Job. Das möchtest du auch mal werden. Aber ich wusste nicht genau wie. Und dann bin ich halt irgendwie durch Umwege in meinem Leben letztendlich bei der Stadt Rheinbach gelandet, vor jetzt fast genau zehn Jahren auf den Tag genau und zuerst im Bürgerbüro hatte ich angefangen, mir Meldewesen, PassAusweiswesen etc. und durch eine Verrentung einer Kollegin im Friedhofsamt, was sehr eng in Rheinbach beim Standesamt angeordnet ist, wurde dort die Stelle frei. Die durfte ich dann bekleiden. Erstmal im Friedhofsamt mit einem Teil, also Mitarbeit im Standesamt. Und ja, letztendlich wurde dann auch eine Stelle im Standesamt frei und dorthin bin ich dann gewechselt. Und ich kann sagen, das ist schon mein Traumjob.
00:04:44: Hendrikje Krancke: Wie schön. Ja, das ist ja sowieso. Man denkt im ersten Moment beim Standesamt nur an Hochzeiten. Aber du hast ja ganz viele Bereiche, das ist ja auch Geburts. Also wenn Kinder geboren werden, werden die bei dir doch auch angemeldet oder Sterbeurkunden müßt ihr ausstellen. Ich glaube, das ist deutlich mehr als nur heiraten.
00:05:04: Gregor Herzog: Ja, schon recht vielfältig. Also generell ist zu sagen, dass jeder Personenstandsfall dort beurkundet wird, wo er geschehen ist. Also wenn jemand in Rheinbach heiratet, dann wird hier die Ehe geschlossen. Wenn jemand auf dem Stadtgebiet von Rheinbach geboren wird, dann wird die Geburt hier beurkundet. Das heißt, es gibt hier in Rheinbach nicht viele Geburten, weil wir hier kein Geburtskrankenhaus haben. Das sind nur so, ich sage mal, im Durchschnitt drei Hausgeburten pro Jahr, die wir hier beurkunden. Aber natürlich kommen einige Geburten noch dazu von Deutschen, die im Ausland ein Kind bekommen und die dann hier bei uns in Rheinbach. Wenn das hier die letzte Wohnanschrift war, einen Antrag stellen, auf nach Beurkundung. Und ja, bei Sterbefällen sieht es ähnlich aus. Die Menschen, die hier in Rheinbach sterben, die werden hier beurkundet.
00:06:00: Hendrikje Krancke: Ja, Okay.
00:06:02: Gregor Herzog: Ja, und neben den. Wie gesagt, das sind jetzt schon zwei angesprochene Punkte neben Eheschliessungen. Hinzu kommen noch zahlreiche Namenserklärungen, Nacherfassungen von Geburten, Büchern oder Heiratsbüchern von früher. Die wurden ja halt alle in Buchform schriftlich verfasst. Mittlerweile muss das digitalisiert werden. Auf Deutsch gesagt, in den PC rein getippt. Dann gibt es, wie eben schon angesprochen, einige nach Beurkundungen von Personenstandsfällen im Ausland. Dann stellen wir Ehefähigkeitszeugnisse aus für Menschen, die im Ausland heiraten möchten oder.
00:06:41: Hendrikje Krancke: eine Ehefähigkeitsja.
00:06:43: Gregor Herzog: Wenn Deutsche im Ausland heiraten, dann möchte der ausländische Staat eine Bescheinigung vom deutschen Standesamt, dass diese Person, die dort die Ehe schließen möchte, heiratsfähig ist. Also das heißt entweder ledig ist oder geschieden ist.
00:07:00: Hendrikje Krancke: Also ich wollte gerade nach den Kriterien fragen.
00:07:04: Gregor Herzog: So detailliert fragen war da nicht. Ist auch manchmal besser so, warum die jetzt heiraten?
00:07:12: Hendrikje Krancke: Ja, okay. Ja, das ist ja doch eine ganze Menge. Wobei, stehen die Hochzeiten im Mittelpunkt der Tätigkeit oder hält sich das alles so die Waage?
00:07:22: Gregor Herzog: Ja, das ist. Also. Das ist natürlich schon so der Hauptpunkt, wo man halt auch als Standesbeamter auch im privaten Bereich immer darauf angesprochen wird Heiraten? Ne. Wenn Leute Standesamt hören, denken die sofort ans Heiraten. Ja.
00:07:39: Hendrikje Krancke: Ja und das ist wahrscheinlich auch. Jetzt fängt ja das im Frühjahr, fängt wahrscheinlich wieder zum Sommer hin die Saison an, oder? Also die Masse wird im Sommer stattfinden.
00:07:48: Gregor Herzog: Von April bis September ist schon der Hochzeitsboom da. Also die beliebtesten Monate sind Mai und Juni. Und im Winter? Ja, das plätschert so dahin. Zum Jahresende gibt es immer einige Eheschließungen, weil dann die Leute noch die steuerlichen Vorteile für das letzte Jahr noch mitnutzen wollen.
00:08:11: Hendrikje Krancke: Dann bist du aber wahrscheinlich auch viel an einem Samstag, oder? Wann? Wann sind die meisten Freitag? Samstags?
00:08:17: Gregor Herzog: Doch, ja. Die meisten Eheschließungen sind freitags. Nachmittags, also gegen Mittag, Nachmittag und einmal im Monat bieten wir auch einen Trausamstag an, die natürlich immer sehr gut gebucht sind. Und ja. Oder Es gibt ja auch besondere Daten wie dieses Jahr, den sechs und zwanzigste sechste zwei tausend sechs und zwanzig oder den sechste sechste zwei tausend sechs und zwanzig, wo natürlich auch immer gerne das Rathaus gestürmt wird. Und manchmal eröffnen wir dann noch einen weiteren Trausamstag oder ändern den ab je nach Bedarf.
00:08:49: Hendrikje Krancke: Ja, das fiel mir nämlich auch neulich ein, dass wahrscheinlich ein großer Run auf die Termine, auf die besonderen Termine sind die sich dann schon ein Jahr vorher, oder?
00:08:59: Gregor Herzog: Ja, wir haben hier so eine interne Regelung, dass wir ein Jahr vor dem Wunschtermin die Anmeldungen entgegennehmen, also den die Anmeldung für den Termin Reservierung entgegennehmen, weil noch weiter im Voraus. Dann ist es irgendwann schlecht planbar, weil wir ja auch unsere Urlaube und Abwesenheitszeiten dann also so weit im Voraus auch nicht wissen.
00:09:22: Hendrikje Krancke: Und im Zweifel springt innerhalb von drei Jahren, wenn man sich das schon vorher anmeldet, der Partner wieder ab. Oder die Partnerin.
00:09:28: Gregor Herzog: Das kann sein. Oder wir sagen immer mit zwinkerndem Auge Wer weiß, ob ich dann noch lebe oder so.
00:09:36: Hendrikje Krancke: Ja. Wie bereitest du dich auf so eine Trauung vor? Also wenn du jetzt den. Ihr teilt euch das aber auch auf. Also ihr seid ja.
00:09:44: Gregor Herzog: Meine liebe Kollegin. Die Elke Kerzmann ist ja mit mir zusammen hauptberufliche Standesbeamtin und wir sehen zu, dass das halt gerecht verteilt wird die Eheschließung halbe halbe. Wir haben hier in Rheinbach so circa ein hundert achtzig Eheschließungen pro Jahr. Das sind manchmal weniger, manchmal ein paar mehr. Also dass jeder halt so circa neunzig Eheschließungen übernimmt. Und da wir in Rheinbach ja ein relativ kleines Standesamt sind, räumen wir uns einfach für die Paare etwas mehr Zeit ein und laden die zu einem persönlichen Vorgespräch ein, damit man sich halt auch mal kennenlernt. Und geben denen auch einen Fragebogen mit. Mit persönlichen Fragen über Kennenlernen, Zukunftspläne, Hobbys, Haustiere usw, damit wir halt Standesbeamte die Traurede halt etwas persönlich gestalten können, damit das nicht so eine Standard traurede ist, wie zum Beispiel bei. Nichts gegen die Kollegen in großen Städten, aber da ist natürlich eine viel höhere Schlagzahl und dann geht das dort im im fünfzehn Minuten Takt.
00:10:50: Hendrikje Krancke: Ach so, Und wie lange ist es hier?
00:10:54: Gregor Herzog: Je nach dem, ob die Brautleute sich zum Beispiel Musik zum Einzug wünschen oder Musik zum Auszug oder nach dem Jawort. Wie persönlich ihre Geschichte sein soll, Ob eventuell noch eine Zeremonie mit eingebaut wird? Sagen wir mal zwischen zwanzig Minuten und dreißig Minuten ist das.
00:11:16: Hendrikje Krancke: Jetzt kommen wir vielleicht nachher noch drauf. Der Trend geht ja weg von kirchlichen Hochzeiten. Gewinnt die standesamtliche Hochzeit dann an Bedeutung? Merkt ihr da einen Wandel? Dass das viel mehr Vorbereitung von den Paaren in der standesamtlichen liegt? So im Vergleich zu vor ein paar Jahren?
00:11:37: Gregor Herzog: Ja, das ist schon merklich, dass Paare halt so Prozentual also der größte Anteil heiratet. Vom Gefühl her nur standesamtlich, dann der nächste große Teil die machende, eher kleinere standesamtliche Trauung und dann eine freie Trauung hinterher, die dann größer ausfällt.
00:11:58: Hendrikje Krancke: Da bist du ja auch noch Spezialist.
00:12:00: Gregor Herzog: Ja, da können wir nachher noch drauf eingehen und so der kleinere Teil. Mittlerweile ist die Kombination Standesamt und im Anschluss eine kirchliche Trauung.
00:12:11: Hendrikje Krancke: Aber die die standesamtliche wird dann schon gewinnt also auch von der Ausgestaltung her, wenn. Wenn ich also, so stelle ich es mir vor, wenn ich jetzt nicht noch eine kirchliche Trauung mache, dann mache ich mir wahrscheinlich deutlich mehr Mühe fürs Standesamt oder trage dann auch ein weißes Kleid, wo man vielleicht sonst früher in der Kirche das weiße Kleid getragen hätte. Und zur standesamtlichen dann vielleicht ein bisschen einfacher.
00:12:35: Gregor Herzog: Ja, das ist genau so, dass die. Ja, ja, also die kommen, die Brautpaare, die kommen immer hier festlich gekleidet mit Brautkleid und Anzug und es wird schon richtig festlich gefeiert. Und der Anspruch ist auch da, dass man halt aus der standesamtlichen Hochzeit eine schöne Feier gestaltet.
00:12:57: Hendrikje Krancke: Ja und was müssen die vorher erledigen? Also die entscheiden sich und dann machen sie einen Termin bei dir. Und was für Papiere brauchen die dann?
00:13:07: Gregor Herzog: Ja, bei uns klingelt halt oft das Telefon. Dann ruft entweder der Verlobte oder die Verlobte an und sagen uns dann, sie möchten gerne heiraten und fragen dann halt nach einem Termin. Und dann fragen wir nach den persönlichen Verhältnissen, ob sie Deutsche sind oder Ausländer sind, ob sie ein gemeinsames Kind haben, ob sie ledig sind, geschieden sind oder verwitwet sind.
00:13:31: Hendrikje Krancke: Die Ehetauglichkeit prüft die Ehetauglichkeit.
00:13:34: Gregor Herzog: Also erst mal müssen Sie uns natürlich eine Menge Unterlagen und Urkunden beibringen. Zu der Anmeldung der Eheschließung, was halt früher Aufgebot hieß. Das ist halt jetzt die Anmeldung der Eheschließung. Und dazu wird dann halt ein Termin.
00:13:48: Hendrikje Krancke: Das schöne alte Wort gar nicht mehr Aufgebot.
00:13:50: Gregor Herzog: Das hört man ab und zu noch eher selten. Wir möchten gerne das Aufgebot bestellen. Da schmunzeln wir immer, wissen ja, was gemeint ist.
00:13:59: Hendrikje Krancke: Für den Wortfriedhof.
00:14:00: Gregor Herzog: Ja, richtig, genau. Aber heutzutage heißt das Anmeldung der Eheschließung.
00:14:07: Hendrikje Krancke: Schade. Ja. Ja. Welche Trauorte gibt es in Rheinbach? Hast du da einen Lieblingsort? Oder kannst du ein bisschen was zu allen erzählen? Darf man da frei wählen oder sind manche besonders beliebt? Das wenn das schon so ein besonderer Termin ist, womöglich, dass dann der Ort schon ausgebucht ist?
00:14:29: Gregor Herzog: Also bei den Trauungen hier in unseren Hochzeitsmonaten, sagen wir mal ab April bis September. Da ist es sehr ratsam, dass die Brautpaare sich früh, also frühstmöglich, um einen Termin um und um eine Location kümmern, da die halt schnell ausgebucht sein können. Und ja, Lieblingsorte. Also ich finde, dass alle unsere Trauorte recht ansprechend, aber dennoch unterschiedlich sind. Wir haben im Rathaus ja verschiedene Möglichkeiten Unser Trauzimmer, den großen Sitzungssaal für größere Gesellschaften. Dann haben wir im Glas.
00:15:05: Hendrikje Krancke: Bringen die Leute so mit. Im Schnitt sind das manchmal richtig. Personen. Denn der große Sitzungssaal ist ja schon groß. Also gibt es auch Gesellschaften, die da mit dreißig Leuten kommen.
00:15:19: Gregor Herzog: Ja, ja, also wir haben ja dreißig Sitzplätze im kleinen Trauzimmer als auch im großen Sitzungssaal. Die Sitzplätze sind dort gleich, nur im großen Sitzungssaal, da können natürlich noch viele, viele Leute stehen. Na ja, darüber hinaus gehört ja zu der Stadt noch das Glasmuseum. Da können wir bei schönem Wetter auch draußen im Himmel oder Hof in diesem Fachwerkinnenhof, die standesamtliche Trauungen durchführen. Das ist übrigens erst zu Corona Zeiten Aufgekommen. Da wir ja alle damals auf uns achten mussten.
00:15:52: Hendrikje Krancke: Ach so, Open Air.
00:15:53: Gregor Herzog: Open Air. Genau. Und da war das halt. Eigentlich aus einer Notlösung geboren, in diesem Hof Hochzeiten zu feiern. Und mittlerweile ist das in den trockenen und schönen, wärmeren Monaten der Lieblingstrauort unserer Brautpaare geworden.
00:16:09: Hendrikje Krancke: Mhm.
00:16:10: Gregor Herzog: Ja, dann gibt es noch unseren Hexenturm.
00:16:13: Hendrikje Krancke: Ja.
00:16:14: Gregor Herzog: Da gibt es einen Raum, wo die standesamtliche Trauung stattfindet. Da muss allerdings darauf geachtet werden, dass der überhaupt nicht barrierefrei ist. Es gibt keinen Aufzug oder sonst irgendwas. Die, die. Die Treppe ist steil und eng.
00:16:28: Hendrikje Krancke: Ja, stimmt. Ja, stimmt. Ja.
00:16:31: Gregor Herzog: Ja. Und dann noch unsere Außenstellen. Zum Beispiel das Kochhaus. Dieses Postmuseum. Heißt das auch, glaube ich. Hier so umgangssprachlich.
00:16:40: Hendrikje Krancke: Kutschenmuseum.
00:16:42: Gregor Herzog: Kutschenmuseum. Dann unser Waldhotel, das natürlich Auch die beliebteste Außenstelle aufgrund der Größe und.
00:16:50: Hendrikje Krancke: Dem Garten Garten.
00:16:52: Gregor Herzog: Und Kapazitäten, die die aufnehmen können und seit neuestem auch der Silberlöffel, Das Cafe Silberlöffel.
00:17:00: Hendrikje Krancke: Ja.
00:17:02: Gregor Herzog: Ja, wie gesagt, jede Location hat ihren eigenen Charme. Natürlich muss man beachten, dass die Außenstellen einen Aufpreis kosten. Beim Rathaus ist das Trauzimmer inklusive. Das kostet nichts extra. Manche Brautpaare müssen ja auch ein bisschen aufs Geld achten.
00:17:17: Hendrikje Krancke: Ja, das ja, aber das ist ja schon eine. Also ich habe keinen Vergleich zu anderen Städten, aber es ist schon eine große Auswahl, wo man dann sich was suchen kann. Ja, und die größte Besonderheit die Rheinbach. Was das Heiraten angeht zu bieten hat, ist wahrscheinlich die Unterwasserhochzeit. Genau ein Jahr macht ihr das Ja.
00:17:43: Gregor Herzog: Da runzeln viele wahrscheinlich die Stirn, wenn die denken. Unterwasserhochzeiten. Was ist das denn für ein Quatsch? Aber ja, natürlich machen das jetzt sage ich mal in Anführungszeichen nur tauchverrückte, tauchbegeisterte Paare geben sich unter Wasser das Jawort. Und das ist auch tatsächlich unter Wasser. Wir tauchen dann ab auf, ich weiß nicht, circa acht bis zehn Meter Tiefe in diesem Tauchbecken. Ich auch. Die Brautpaare, meistens in voller Montur, das heißt mit Brautkleid und Anzug.
00:18:14: Hendrikje Krancke: Ich glaube es nicht.
00:18:15: Gregor Herzog: Doch die Damen, die werden also die meisten, die lassen sich so einen Blei. Äh, ich weiß nicht. So, so, so, so, ja, so ein, so ein Bleireif in den Rock einnähen, damit er nicht hoch schwirrt wie bei so einer Qualle. Und dann tauchen die ab. Und die Fragen, die ich dem Brautpaar stelle halt, ob sie die Ehe miteinander eingehen möchten, Die laminiert mir der Mitarbeiter des Monte Mars ein, sodass wir, die uns unter unter Wasser unseren oder den Willen Halt austauschen können.
00:18:54: Hendrikje Krancke: Aha, das ist ja spannend. Und hast du da so eine, so eine Tauchausbildung gemacht vorher? Oder bist du schon immer getaucht? Nee, abgetaucht.
00:19:02: Gregor Herzog: Also ich bin. Als ich noch jung und schön war, hatte ich mal einen Urlaub mit einer Freundin auf der Dominikanischen Republik in der Karibik. Und da haben wir so einen Schnuppertauchkurs gemacht. Aber das ist wirklich dreißig Jahre her und seitdem nie wieder. Ja, und als dann unser alter Bürgermeister also von der Dienstzeit her.
00:19:22: Hendrikje Krancke: Ja.
00:19:23: Gregor Herzog: Rät, in seinen Ruhestand gegangen ist, der hat ja bis dato mit abgetaucht. Ja, der hat das ja erfunden. Ich zwei tausend acht hat der die Unterwasserhochzeiten eingeführt in Monte Mare und als wir dann halt in Ruhestand ging, hat er mich gefragt, ob ich seine Nachfolge im Monte Mare antreten könnte.
00:19:45: Hendrikje Krancke: Das war deine Vorraussetzung im Bewerbungsgespräch. Nein.
00:19:50: Gregor Herzog: Quatsch.
00:19:51: Hendrikje Krancke: Habt ihr das auch unter Wasser gespielt?
00:19:52: Gregor Herzog: Also, meine Kollegin, Frau Kiepe und Frau Wentger, die haben direkt mit dem Kopf geschüttelt. Sagten Auf keinen Fall, ich kriege schon Schnappatmung, wenn ich mir vorstelle, so ein Ding im Mund zu haben. Ja, und ich habe dann gesagt, ich versuche es mal und habe dann halt so einen Schnuppertauchkurs gemacht. Hat mir gefallen und habe dann so einen richtigen Tauchkurs im Monte Marya nachgeholt, so dass ich dann halt jetzt diese Unterwassertrauungen durchführen kann.
00:20:23: Hendrikje Krancke: Und wie oft ist das im Jahr.
00:20:25: Gregor Herzog: So oft nicht. Wie gesagt, das machen ja nur die Tauchbegeisterten, die da heiraten möchten. Man muss ja auch ein bisschen an die Angehörigen denken, die haben nicht so viel davon. Also im Vorfeld, bevor wir abtauchen, halte ich noch eine kleine Trauerrede über Wasser.
00:20:42: Hendrikje Krancke: Und stehen die dann alle am Beckenrand?
00:20:44: Gregor Herzog: Genau. Wir tauchen ab und die Leute stehen am Beckenrand. Die Gäste? Die sehen natürlich nicht allzu viel. Die haben vielleicht noch die Möglichkeit, von außen durch ein Bullauge in dieses Tauchbecken reinzugucken. Aber das hat.
00:20:56: Hendrikje Krancke: Bisher auch lebend wieder rausgekommen.
00:20:58: Gregor Herzog: Ja, natürlich. Obwohl die sich ja nach dem Jawort küssen oder gegenseitig beatmen. Also das heißt, sie müssen ja dann das Beatmungsgerät aus dem Mund nehmen. Dann gibt es ein Küsschen und dann schnell wieder den Schnorchel in den Mund stecken. Aber da ist bisher noch keiner dran ertrunken.
00:21:18: Hendrikje Krancke: Und die kommen. Aber die müssen ja aus Rheinbach, Also kann ja nicht jemand aus. Ich weiß nicht, wo es das sonst bundesweit noch gibt. Aber es kann ja.
00:21:26: Gregor Herzog: Nicht der einzige.
00:21:27: Hendrikje Krancke: Und kriegst du dann auch welche, die sich die aus Berlin kommen und sich schnell in Rheinbach melden?
00:21:33: Gregor Herzog: Die allermeisten Paare, muss ich sagen, die kommen aus dem tiefsten Osten. Die kommen von ganz, ganz weit angereist, übernachten dann meistens eine Nacht hier in Rheinbach und düsen dann am nächsten Tag wieder nach Hause.
00:21:46: Hendrikje Krancke: Ist ja toll. Ja, da.
00:21:51: Gregor Herzog: Also da runzeln natürlich viele die Stirn. Manche halten das auch nicht für einen würdevollen Ort oder.
00:21:58: Hendrikje Krancke: Den.
00:21:59: Gregor Herzog: Ort als angemessen. Aber wenn das halt das Hobby der Leute ist.
00:22:02: Hendrikje Krancke: Genau. Also das, das sehe ich ja auch und hören wir ja auch oft aus dem Büro, wenn auf dem Rathausvorplatz die die Hochzeitsgesellschaft dann das Brautpaar empfängt. Da ist ja auch alles dabei. Da sind ja Reiter dabei und Pferd oder die Feuerwehr mit dem mit.
00:22:20: Gregor Herzog: Dem Reitbegeisterte, die werden mit der Kutsche abgeholt oder sonst was. Richtig.
00:22:24: Hendrikje Krancke: Und insofern ist das ja, aber es ist schon ungewöhnlich. Ja, also.
00:22:28: Gregor Herzog: Und es muss natürlich auch eine Standesbeamtin oder einen Standesbeamten geben, der den Quatsch mitmacht. Die meisten schütteln den Kopf und sagen Nein, danke.
00:22:38: Hendrikje Krancke: Ja, das glaube ich.
00:22:39: Gregor Herzog: Aber ich denke mir Wer kann schon während der Arbeitszeit tauchen gehen?
00:22:42: Hendrikje Krancke: Ja, Wie toll. Ja, schön. Jetzt, genau jetzt muss jemand rausschneiden. Genau. Aber das ist in Ordnung. Da. Genau. Also, wir waren ja vorhin schon beim Thema Trauung. Kirchliche Trauung und freie Trauung. Das ist noch mal ein Punkt, wo du ja auch spezialisiert bist. Wo du Ja, spezialisiert. Jetzt müssen wir noch mal neu ansetzen. Macht nichts. Bist du sicher, dass das noch läuft?
00:23:22: Speaker 4: Ja, ich muss noch.
00:23:23: Hendrikje Krancke: Oben in der dritten Zeile.
00:23:26: Speaker 4: Dieses PS.
00:23:27: Hendrikje Krancke: Ja. PS. Ja, Wir setzen einfach noch mal neu ein. Wir hatten ja vorhin schon die freien Trauung angesprochen. Das war der dritte Punkt, den du sagtest Es gibt standesamtliche Trauungen, kirchliche Trauung und freie Trauung. Und wie ich weiß, bist du da auch spezialisiert dabei und arbeitest auch als freier Trauredner. Ist das richtig?
00:23:54: Gregor Herzog: Ja, das ist richtig.
00:23:56: Hendrikje Krancke: Wie sieht das aus?
00:23:59: Gregor Herzog: Also der Unterschied zu einer freien Trauung im Gegensatz zu einer standesamtlichen Trauung ist natürlich, dass die freie Trauung keine Rechtskraft besitzt. Wenn man offiziell vor dem Staat verheiratet sein möchte, dann bleibt einem nichts anderes übrig, als ins Standesamt zu marschieren.
00:24:18: Hendrikje Krancke: Die freie Trauung ist also im Grunde die die Alternative zur kirchlichen Trauung.
00:24:23: Gregor Herzog: Richtig. Und da ja ja, wie jeder weiß, viele Menschen der Kirche den Rücken gekehrt haben, aber trotzdem eine große, schöne Feier nicht ortsgebunden haben möchten. Die entscheiden sich dann für eine freie Trauung. Sie können dann halt den sie sind weder Ort noch Zeit gebunden. Die kann man halt. Also man bucht mich natürlich dann auf privatem Wege als freiberufliche Hochzeitsredner und dann gehe ich natürlich auf die Wünsche der Brautleute ein, wann, wie und wo die heiraten möchten. Das kann ich ja dann schlecht denen bestimmen, weil die mich ja halt dann auch dafür entlohnen.
00:25:05: Hendrikje Krancke: Ja, ja und ist das auch schon mal passiert, dass du in einer freien Trauung ein paar getraut hast, was vorher bei dir im Standesamt war?
00:25:15: Gregor Herzog: Ja, das ist auch schon mal vorgekommen.
00:25:17: Hendrikje Krancke: Da musst du dir ja zwei Reden überlegen.
00:25:20: Gregor Herzog: Da war es aber dann tatsächlich so, dass sie die standesamtliche Hochzeit kurz und bündig und nur im engsten Familienkreis gehalten haben und dann die ganzen persönlichen Dinge dann auf der freien Trauung vorgetragen wurden.
00:25:35: Hendrikje Krancke: Das ist ja, also weiß ich nicht, ob es einfacher ist oder schwieriger. Man lernt das Paar dann ja wahrscheinlich noch noch besonderer oder intensiver kennen, um so was schreiben zu können. Aber man muss auch aufpassen, dass man keine Dopplungen drin hat.
00:25:50: Gregor Herzog: Genau das ist natürlich bei einer freien Trauung Trauung. Als Hochzeitsredner nimmt man sich natürlich viel mehr Zeit mit dem Brautpaar, denn man lernt sich besser kennen. Es ist auch sehr persönlich, man duzt sich meistens später auch. Das ist schon ein ganz privates, also auch intimes Verhältnis, weil die erzählen ja schon sehr persönliche Dinge, die ich dann halt später in der Traurede in in Worte fasse.
00:26:23: Hendrikje Krancke: Und du hast dann, wenn ich so überlege, du hast dann die Rolle in Anführungszeichen, die sonst der, der der Trauzeuge hat oder der Pfarrer, gibst du die Ringe dann oder wie läuft das ab Oder hältst du? Du hältst eine Rede und machst aber auch den ganzen Rahmen drumherum verbal, oder?
00:26:43: Gregor Herzog: Ja, also das gibt es auch. Also ich bin jetzt persönlich nur in Anführungszeichen Hochzeitsredner, also die Gäste, also die Brautpaare, die kontaktieren mich. Dann halte ich meistens ein Video Call mit denen, damit man sich schonmal sieht und ja so ein bisschen beschnuppern kann. Die können überlegen Bin ich denen sympathisch, Dann können sie das überlegen, mich dann später buchen und dann treffen wir uns halt zu einem persönlichen Gespräch beim Brautpaar zu Hause, wo dann halt die ganze Trauung, der Ablauf besprochen wird, ob vielleicht Freunde, Bekannte, Eltern, Geschwister mit eingebunden werden sollen, ob irgendwelche Zeremonien aufbereitet werden können, Musik, alles diese Dinge werden besprochen.
00:27:34: Hendrikje Krancke: Und was war so das Fragen ste. Was du so erlebt hast, gibt es wahrscheinlich. Du lernst die Leute. Du lernst ja wahnsinnig viele Menschen kennen. Im Standesamt und aber auch gerade noch mal mit. In dieser Funktion ja noch mal, wie du gerade sagtest, intensiver. Da gibt es sicherlich schräge Geschichten, oder?
00:27:57: Gregor Herzog: Ja, also schräge auch. Aber im Grunde genommen finde ich es halt ganz toll, dass man bei so einem intimen Moment wie so einer freien Trauung ist ja wirklich ein ganz besonderer Moment für das Paar, dass man halt dabei sein kann bei so einer schönen Veranstaltung. Ja, und dass man die halt halt auch durch die Anwesenheit und die Hochzeitsrede bereichern. Ja, darf.
00:28:27: Hendrikje Krancke: Und bringen die dann Also die bringen ja, bringen die auch ihre Haustiere mit? Oder gibt es irgendwelche? Ja, ich. Ich finde das total spannend, weil es ja wirklich noch mal ein ganz neues Format ist, was es vor zwanzig Jahren wahrscheinlich noch nicht gab, oder? Das ist jetzt ja mehr im Kommen. Im Zuge dessen, dass die kirchlichen Trauung zurückbringen.
00:28:49: Gregor Herzog: Ich habe auch vor Ja, ich weiß nicht. Sag mal, vor sechs bis acht Jahren das erste Mal gehört. Aha, freie Trauung gibt es auch. Und dann dachte ich noch Hm, wer macht denn so was? Ja, ja, und dann hörte man das immer mehr, immer mehr. Und dann dachte ich mir irgendwann auch für mich privat äh, warum machst du deinen Beruf, den du eh ausübst, nicht noch in deiner Freizeit? Weil ich hatte ja eben schon gesagt, das ist ja mein Traumberuf. Ja, und warum kann ich mir nicht da noch ein bisschen was nebenbei verdienen? Ja, und zudem noch dann Menschen glücklich machen. Ja, toll.
00:29:24: Hendrikje Krancke: Ja.
00:29:25: Gregor Herzog: Ja. Und verrückte Dinge passieren auch.
00:29:29: Hendrikje Krancke: Ja. Zum Abschluss möchte ich noch eine Sensation hören.
00:29:34: Gregor Herzog: Die sind aber, muss ich ehrlicherweise sagen immer bei standesamtlichen Trauung geschehen.
00:29:39: Hendrikje Krancke: So.
00:29:40: Gregor Herzog: Und zwar muss ich da an ein missglücktes Feuerwerk im Waldhotel denken als die Trauzeugen. Ja, also auch bei Tag. Irgendwie so eine Art rauchendes, sprühendes Feuerwerk zünden wollten. Aber es sprühte und funkelte nichts. Es war nur innerhalb von zehn Sekunden so dichter Nebel und Schwefelgeruch, dass man das alle schreiend weggelaufen sind, weil man dachte, man erstickt. Und ja, als sich der Nebel gelichtet hat.
00:30:13: Hendrikje Krancke: Kam die Braut.
00:30:14: Gregor Herzog: Kam die Braut, als auch die Gäste wieder zurück und es gab mal böse Blicke zu den Freunden, die das Spektakel veranstaltet haben. Aber dann haben sich die Wogen wieder geglättet. Oder noch der Ring, der Ehering, den sich die Brautleute im Waldhotel anstecken wollten. Draußen im Pavillon steht ja im Waldhotel so ein schöner weißer Pavillon mit Holzboden. Das sind aber so Holzbalken mit Ritzen. Und beim Anstecken ist der Ring dem Bräutigam aus der Hand gerutscht und genau in die Ritze reingefallen. Und alle guckten sich an, auch mich fragend an und ich sagte Ja, ich komme auch jetzt nicht da in diese Ritze. Und ich nehme mal an, dass der Herr Pfannkuchen vom Waldhotel wahrscheinlich die die Bretter abschrauben musste, um an den Ring zu kommen. Aber es wurde ersatzweise so ein Schlüsselanhänger Ring der Braut über den Finger gestülpt, damit sie halt als Symbol einen Ring dann tragen konnte.
00:31:22: Hendrikje Krancke: Aber die Laune war noch gut.
00:31:24: Gregor Herzog: Ja, also es war ein kleiner Schock, aber irgendwie fanden es auch alle ein bisschen witzig.
00:31:30: Hendrikje Krancke: Ja, Wie toll. Ich danke dir, dass du da warst.
00:31:33: Gregor Herzog: Ja, gerne. Danke für die Einladung.
00:31:35: Hendrikje Krancke: Startet die Saison? Ja. Weißt du schon ungefähr, wie viel ihr vor euch habt? Jetzt in den nächsten Monaten.
00:31:43: Gregor Herzog: Also, eine Zahl kann ich dir jetzt nicht nennen, aber unsere Aktenablage, wo wir unsere Mappen drin haben, die sind gut gefüllt. Und jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln und los geht's.
00:31:56: Hendrikje Krancke: Und es steht eine Hochzeit an?
00:31:59: Gregor Herzog: Ja. Dieses Jahr ist schon terminiert. Richtig?
00:32:04: Hendrikje Krancke: Ach, Wahnsinn. Ja. Ja. Mensch. Vielen, vielen Dank, dass du da warst. Und eine gute Saison.
00:32:09: Gregor Herzog: Ja, vielen Dank. Mach's gut. Ja.
00:32:16: Speaker 1: Das war Reingehört. Der Podcast der Stadt Rheinbach. Seien Sie gespannt auf die nächsten Folgen.
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