Folge 5 - Der Ehrenamtler des Monats März

Shownotes

In dieser Folge des Podcasts „Rhein gehört“ steht das Ehrenamt im Mittelpunkt. Zu Gast ist Peter Bürvenich. Er engagiert sich seit vielen Jahren im Jugendfußball und wurde als Ehrenamtlicher des Monats März vorgestellt.

Bereits in den 1990er Jahren begann sein Engagement beim VfL Rheinbach. Schon im Jugendalter übernahm er Verantwortung als Trainer für Nachwuchsmannschaften. Seitdem begleitet er junge Fußballspieler auf ihrem sportlichen Weg und ist im Jugendbereich beim FC Flerzheim aktiv.

Im Gespräch geht es um die Anfänge im Ehrenamt, die Motivation für das Engagement und die Bedeutung von Teamgeist im Vereinsleben. Bürvenich beschreibt, wie wichtig Zusammenhalt innerhalb einer Mannschaft ist und wie sich Trainingsarbeit und Vereinsstruktur im Laufe der Jahre verändert haben.

Auch die Rolle des Ehrenamts im Alltag wird thematisiert. Trainingseinheiten, Spieltage und organisatorische Aufgaben nehmen viel Zeit in Anspruch. Gleichzeitig bietet die Arbeit mit jungen Menschen einen Ausgleich zum Berufsalltag und schafft Gemeinschaft im Verein.

Im Verlauf des Gesprächs werden außerdem Entwicklungen im Jugendfußball angesprochen. Dazu gehören Veränderungen im Trainingsalltag, neue Kommunikationsformen und die Zusammenarbeit zwischen Vereinen in Rheinbach und den Ortschaften. Ziel bleibt es, jungen Spielerinnen und Spielern gute Bedingungen für ihre sportliche Entwicklung zu bieten.

Die Folge gibt einen Einblick in die Arbeit ehrenamtlicher Trainer und zeigt, welche Rolle Vereine für das soziale Miteinander spielen.

In dieser Folge erfahren Sie:
✅ wie der Einstieg ins Ehrenamt im Jugendfußball begann
✅ welche Aufgaben ein Jugendtrainer im Verein übernimmt
✅ wie viel Zeit ehrenamtliche Arbeit im Sport beansprucht
✅ welche Bedeutung Teamgeist im Jugendfußball hat
✅ wie sich Trainingsorganisation und Kommunikation verändert haben
✅ welche Rolle Familie beim ehrenamtlichen Engagement spielt
✅ wie Vereine in Rheinbach zusammenarbeiten
✅ welche Entwicklungen im Jugendfußball beobachtet werden
✅ welche Erinnerungen mit dem Rheinbacher Stadion verbunden sind
✅ warum Vereinsleben für junge Menschen wichtig bleibt

Transkript anzeigen

00:00:23: Krancke: Reingehört. Der Podcast der Stadt Rheinbach. Herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Heute geht es um das Ehrenamt des Monats März und ich begrüße Peter Birwenig. Herzlich willkommen!

00:00:36: Bürvenich: Hallo!

00:00:38: Krancke: Du lebst in Rheinbach Flörsheim und engagierst dich seit vielen Jahren im Jugendfußball. Du hast bereits in den ein tausend neun hundert neunzig er Jahren beim VfL Rheinbach als Jugendtrainer begonnen und betreust dort oder hast dort über lange Zeit verschiedene Nachwuchsmannschaften betreut. Heute trainierst du die Jugend des FC Flörsheim. Genau. Du bist aber darüber hinaus über den Fußball hinaus auch noch in einem anderen Bereich ehrenamtlich tätig. Nämlich Du moderierst am Veilchendienstag auf der VR Bank Bühne den Rheinbacher Karnevalszug. Ist das richtig?

00:01:14: Bürvenich: Das ist richtig. Genau. Gut.

00:01:17: Krancke: Genau. Das war schon mal so eine Standardvorstellung. Aber jeder, der hier zu Besuch ist, der weiß mittlerweile. Also, viele wissen es schon, dass wir auch noch ein paar Entweder oder Fragen haben. Und ich bitte um eine schnelle Antwort bei Buch oder eBook.

00:01:34: Bürvenich: Seit neuestem eBook.

00:01:35: Krancke: Spontan oder vorbereitet?

00:01:39: Bürvenich: Schwierig, aber dann doch vorbereitet.

00:01:43: Krancke: Ruhe oder Tempo?

00:01:45: Bürvenich: Tempo.

00:01:46: Krancke: Training oder Spieltagtraining? Kreisliga. Atmosphäre. Oder großes Stadion.

00:01:56: Bürvenich: Großes Stadion.

00:01:58: Krancke: Karneval. Moderieren oder Spiel coachen.

00:02:04: Bürvenich: Naja, ich sag mal Spiel coachen.

00:02:08: Krancke: Ja, du bist schon lange. Ich hätte jetzt auch keine andere Antwort erwartet. Du bist schon lange im Fußballbereich tätig. Du hast schon sehr früh als Jugendtrainer beim VfL Rheinbach angefangen und als sehr junger Trainer dort begonnen. Und war es damit natürlich auch schon früh ehrenamtlich tätig. Zum einen bist du familiär geprägt und hast du da. Also meistens kriegt man das Ehrenamt ja in die Wiege gelegt, wenn man das zu Hause mitkriegt, dass sich Eltern oder Verwandte engagieren. Und. Wie waren deine ersten Erfahrungen im Verein? Also wie wurdest du oder kannst du dich noch? Wobei, so lange ist das wahrscheinlich noch nicht her. Kannst du dich noch erinnern, wie du so wahrgenommen wurdest? Das war ja wirklich noch im Jugendalter.

00:02:59: Bürvenich: Ja, genau. Es ist aber tatsächlich schon etwas länger her und spannenderweise war die Prägung kam tatsächlich nicht über den Fußball. Also mein Vater war schon auch im Ehrenamt im Dorf immer schon tätig, im Männergesangsverein damals also gar nicht so fußballspezifisch. Aber mit dem Wechsel dann in der Jugend nach Rheinbach, haben wir so das Fußballthema mit in der in der ganzen Familie übernommen. Und ja, ich glaube, das ist Horst Schroden war so als Jugendleiter damals in Rheinbach, der irgendwie für eine jüngere Mannschaft irgendwie Trainer suchte und der dann den Kontakt aufgenommen hat.

00:03:39: Krancke: Und wie alt warst du genau?

00:03:41: Bürvenich: Ja, da war ich im Jugendalter, also sechzehn, siebzehn. Also ich meine, meine Mutter musste mich noch zum Training fahren, so ungefähr. So war das dann. Und ja, das war aber zu der Zeit auch beim VfL Rheinbach nicht nicht unüblich. Also mit dem Beginn, aber auch mit der Zeit waren es sehr oft Trainer. Neben den üblichen Elternkonstellationen aber hat es schon eigentlich so ein bisschen die Philosophie reingebracht, dass es Spieler der ersten oder zweiten Mannschaft sein sollten oder Jugendtrainer oder Spieler der älteren Jugendmannschaften dann dort reingehen, was, glaube ich, auch über Jahre eine sehr hohe Identifikation geprägt hat. Und ich habe jetzt keine Erinnerung, dass ich da Exot war, alleine war als junger Trainer, sondern wir waren dann nachher viel, viel, viel, viel mehr. Oder das ganze Trainerteam waren. Eigentlich waren dann Spieler auch aus der Zeit. Und das bringt einen gewissen Spirit mit sich. Und deswegen gibt es eigentlich auch nur es gibt nur positive Erinnerungen an die Zeit, das zu übernehmen. Wir wurden unterstützt von von Rahmenbedingungen, die einfach auch vom Vorstand oder von einzelnen Personen da waren. Also nicht alleingelassen mit den Themen. Aber es war eigentlich von Anfang an eine gute Unterstützung da. Ein super Umfeld.

00:05:02: Krancke: Und die die Spieler, wie alt waren die dann, die du trainiert hast?

00:05:10: Bürvenich: Also ich denke fast, ich denke fast, dass es eine F Jugend oder eine E Jugend war. Also dann so sieben.

00:05:19: Krancke: acht.

00:05:19: Bürvenich: Jahre. Klein, klein, aber nicht so klein. Das ist auch über die Jahre habe ich das immer mal wieder festgestellt. Es wird viel heute angefangen beim Alter oder so, das ist dann für sechzehn siebzehn jährige, die vielleicht dann auch nicht die Erfahrung mit Geschwistern, Kindern haben oder so diesen ersten Einstieg ist ganz gut, wenn man vielleicht auch selber Eltern ist und das so ein bisschen lernt. Also vielleicht so die ersten Schritte im bis zum Ersten Schuhebinden oder so, das ist schon ganz gut, wenn so was schon mal mit drin ist. Und dann, dann kann man, glaube ich, da auch als junger Spieler anfangen. Ich glaube, das hat sich über die Jahre auch viel weiterentwickelt im Fußball. Das sieht man zum Glück sehr, sehr häufig. Also das viele Vereine das auch wirklich nutzen. Es wird heute immer schwieriger. Die Schule ist immer länger. Ganztagsschule, auch der Druck irgendwie. Dann lieber beim im Supermarkt Regale einzuräumen, anstatt sich irgendwie.

00:06:12: Krancke: Im Verein oder.

00:06:13: Bürvenich: Verein zu engagieren. Es wird sozusagen für die Vereine immer schwieriger, das Engagement hinzubekommen. Aber zu der damaligen Zeit war das dann wirklich jeder, der irgendwie Leidenschaft in so einem Thema hatte, der hat dann mitgemacht und.

00:06:27: Krancke: Ja, und das klingt ja auch für dich jetzt als total schönen Gemeinschaft. Also auf jeden Fall untereinander. Das ist ja auch in dem Alter toll, wenn man dann so eine Clique hat und und du bist ja über die Jahre dann auch eigentlich die ganze Zeit dabei geblieben.

00:06:41: Bürvenich: Auf jeden Fall. Also das ist ja dann relativ schnell habe ich dann ältere Jugendmannschaften trainiert, bist ja auch nachher da war ich dann Anfang zwanzig selber erst und habe dann eine Jugend trainiert. Das sind dann siebzehn achtzehn jährige, eine super prägende Zeit und die waren dann teilweise auch Jugendtrainer in den unteren Mannschaften. Und das sind Verbindungen, die halten bis heute. Wir waren vor zwei Jahren noch auf einer Hochzeit, eingeladen von einem alten Spieler von damals. Wir haben uns vor zwei Jahren noch mal so getroffen, weil dann so mein, mein, mein, meine Beendigung der ersten Tätigkeit. Zwei tausend drei habe ich als A Jugend Trainer aufgehört. Die ist dann jetzt so zwanzig Jahre her oder etwas mehr als zwanzig Jahre. Dann haben wir es vor zwei Jahren getroffen und das waren einfach tolle Begegnungen, weil die Jungs auch einfach noch mal zurückmelden, welche prägende Zeit das ist. Also das ist auch für mich heute so ein bisschen. Es wird einem im Alter dann immer mehr bewusst, welche große Verantwortung da eigentlich man hat. Man ist in einer sehr prägenden Zeit, also wo sich viel an Werten reinsetzt in Kinder und Jugendliche, oder dann muss man sagen Jugendliche, was sie glaube ich, echt mitnehmen ins Berufsleben, was die ins, ins, in alles mögliche mit rein nehmen. Da hat man sehr starken Einfluss. Zum Glück war mir das damals nicht so bewusst. Man hat das einfach gemacht.

00:08:01: Krancke: Aber ja, und intuitiv dann wahrscheinlich auch.

00:08:04: Bürvenich: Und trotzdem kann man da wirklich einfach viel bekommt man auch viel zurück über die Zeit. Nun sind es nur dann die Rückmeldungen wie vor zwei Jahren, wo dann jemand sagt Hör mal, das war super wichtig. Ich ich war ein Chaot in der Zeit, Schule und und alles Mögliche. Aber irgendwie hat mir der Fußball Halt gegeben und die Klarheit, die dann da war und.

00:08:24: Krancke: Ja.

00:08:25: Bürvenich: Und heute trainieren sich vielleicht selber ihre Kinder oder oder sind auch im Job irgendwie in verantwortungsvollen Sachen. Ist dann.

00:08:33: Krancke: Super. Und du, du hast ja wahrscheinlich auch. Also so, so hört man das von vielen Ehrenamtlichen, die sagen ja, wir machen ja auch viel. Aber ein Fußballtrainer, der steht in der Woche und am Wochenende auf dem Platz und verbringt sein halbes Leben da im Ehrenamt. Das ist bei dir, wenn ich das so wir haben ja vorher auch schon mal kurz gesprochen wahrnehme. Das ist schon viel Zeit.

00:08:56: Bürvenich: Also auf jeden Fall.

00:08:59: Krancke: Hast du noch ein Privatleben oder ein Berufsleben?

00:09:02: Bürvenich: Ja, auf jeden Fall. Ja. Ja, es ist. Ja, es ist sehr stark. Es ist stark in den Abend oder in den späten Nachmittag hineingezogen. Ja, ich bin ja bei der VR Bank Bonn Rhein Sieg. Jetzt auch seit Jahren. Thomas Spitzer hat mich damals eingestellt in der Bank. Das war natürlich aber auch irgendwie verknüpft, weil es ja eine regionale Bank ist. Und weil wir als Raiffeisenbank auch immer das Ehrenamt sehr stark unterstützt haben. Dann haben sich viele Enden da irgendwie auch zusammengefunden. Und die Arbeit auf dem Platz und mit dem Fußball ist halt eine super, eine super Ablenkung auch und macht den Kopf frei. Also wenn man Fußballer ist, dann läuft man auch nicht so gerne. Das habe ich jetzt erst im Alter ein bisschen angefangen und ich glaube, man muss sehr lange laufen, bis man nicht mehr dann vielleicht an die Arbeit denkt. Und beim Fußball ist es so, wenn man den Trainingsplatz betritt und. Und wenn dann da die Spieler warten und wenn man sich überlegen muss, was, was passiert dann? Jetzt gerade muss man voll dabei sein. Eigentlich vom ersten Moment an auch mit dem Kopf. Und das, das bringt sofort ein Abschalten.

00:10:11: Krancke: Und das ist eine andere Welt.

00:10:13: Bürvenich: Da gehört natürlich eine Familie dazu. Meine Frau macht das auch seit seit Jahren mit. Dass dann auch natürlich zu Hause das Training vorbereitet wird oder dass man am Training, dann hat sich jemand verletzt, dann hört man noch mal nach bei den Eltern. Was ist da los?

00:10:26: Krancke: Aber genau, es.

00:10:28: Bürvenich: Ist auch gemeinsam irgendwie irgendwie mit. Und mein Sohn hat von Anfang an den Spaß am Fußball gehabt. Das macht es dann natürlich auch einfach, wenn der gesagt hätte Lass mich damit in Ruhe, ich möchte was anderes machen, dann wäre ich jetzt nicht wieder eingestiegen, weil das wäre dann zwei tausend elf wieder der Einstieg und das.

00:10:46: Krancke: Ist ja viel noch nebenher. Ich meine, du hast wahrscheinlich auch viel mit mit Sponsorenakquise denke ich mal, habt ihr auch viel zu tun, oder? Verbandsarbeit? Das ist ja nicht nur. Also das ist ja nicht nur das, wo man dich auf dem Platz sieht oder wo die Spieler dich auf dem Platz sehen oder beim Turnier. Ähm, aber da ist ja noch viel mehr dahinter.

00:11:08: Bürvenich: Ja, irgendwann nimmt das so eine sind. Das nimmt so eine Dynamik an, jetzt muss man sagen, ich kann mich da nicht beschweren im Großen und Ganzen, dass der große Kreis, den man so kennt, über die Jahre auch aus dem Fußball, der hilft dann mal, wenn wenn mal ein Trikotsatz gebraucht wird oder wenn was gebraucht wird, dann dann muss man nicht irgendwie siebzehn Leute anrufen, sondern das geht vielleicht ein bisschen schneller. Und wenn man merkt, da kommt Resonanz zurück, auch von den Eltern. In dem Zusammenspiel über all die Jahre, dann kommt man halt auf Ideen, auch auch mal was mehr zu machen. Wir fliegen jetzt in Kürze das dritte Mal nach Barcelona in den Osterferien zu einem Jugendturnier. Das ist sicherlich viel Arbeit, aber wenn man das dann einmal erlebt hat und wenn man die Resonanz danach bekommt, dann ist anders. Dann ist die Zeit gut. Gut investiert.

00:11:56: Krancke: Wie seid ihr da auf Barcelona gekommen?

00:11:58: Bürvenich: Es gibt so muss. Jetzt muss ich aufpassen, dass ich nicht lüge. Aber es gibt wahrscheinlich so drei große, deutschlandweite Anbieter von Jugendturnieren in den meistens in den Ferienzeiten. Und wenn man mal den Start gehabt und sind an die an die Firma gekommen. Bald heißen die, die das in Belgien mal gemacht haben, da sind im Jugendalter hin, wo es vielleicht noch mit Übernachtung, mit Heimweh und so, dass man mal guckt, dass man nicht länger als zwei, zwei Nächte weg ist und vielleicht auch den ein oder anderen Eltern mitnimmt. Und das hat uns gut gefallen. Und dieser Anbieter hat halt als ein Highlight Turnier an der Copa Dorada, also eine Stunde von Barcelona weg, ein Turnier und dann haben wir irgendwann gesagt, das wäre es doch mal, Die Osterferien sind eigentlich ganz gut, jetzt nicht nächstes Jahr fürs Abi bei vielen. Aber so jetzt in den Jahren war es eigentlich ganz gut. Es ist aus dem Saison, es ist noch in der Saison und es ist weg von. Schulabschlussfesten und alles, was man sonst so an privaten Terminen hat. Und ja, es ist einfach toll. Wir hatten die Möglichkeit, gut finanziell unterstützt zu werden, auch über die letzten Jahre aus den verschiedensten Konstellationen. Und ja.

00:13:08: Krancke: Und das ist ja auch für die Gemeinschaft toll. Also ja.

00:13:11: Bürvenich: Auf jeden Fall. Also das ist auch so ein bisschen, das ich mich treibt, so ein bisschen an positive Erinnerungen zu setzen und. Und irgendwie. Man kann. Man wird. Viele einzelne Fußballspiele wird man vielleicht vergessen. Vielleicht ist auch gut, dass man das ein oder andere Spiel vergisst. Nicht vergessen, wenn man, wenn man fünf Tage mit den Jungs in Barcelona war und wenn man in Schwarzgelb gekleidet am Flughafen kommt und. Und irgendwie denkt alles, da kommt Borussia Dortmund und die Jungs fühlen sich einmal. Also die meisten vielleicht einmal. Im Leben fühlen sie sich wie wie Fußballprofi. Ist das einfach? Ist einfach. Macht was aus? Gemeinschaft. Und ja, das.

00:13:51: Krancke: Toll.

00:13:51: Bürvenich: Freue ich mich jetzt schon wieder drauf. Genau.

00:13:53: Krancke: Siehst du überhaupt so Veränderungen? Ich meine, du hast ja dann wirklich über viele Jahre Jugendliche erlebt. Veränderungen. So viel zum Thema Teamgeist oder Fairness oder Engagement. Das wird ja immer wieder gesagt, dass auch gerade im Fußball der Umgang mit Schiedsrichtern. Man hört ja immer mal wieder was, oder? Ja, wie erlebst du das? Wird das eher schlechter oder siehst du da eine Entwicklung, dass sich das verändert? Früher war alles besser.

00:14:28: Bürvenich: Also da bin ich, da bin ich überhaupt nicht dabei. Aber ich sage auch Es ist der Fußball ist ein Spiegel der Gesellschaft. Das ist jetzt beim Doppelpass was fürs Phrasenschwein. Aber so ist es. Natürlich können wir nicht im Alltag irgendwas erleben, was dann auf dem Fußballplatz eben nicht so ist. Ich versuche das aber so gut wie es geht für mich die letzten Jahre auszublenden und den Fokus auch auf das zu setzen, was man beeinflussen kann. Und das ist das, wie wir damit umgehen, was wir, was wir erleben, natürlich. Also man kann eigentlich nur alles reinsetzen, das wir selber ordentlich damit umgehen, Respekt dem Schiedsrichter gegenüber und Vorbild sein. Ich glaube, das ist man hat eine Riesenverantwortung. Und wenn ich am Rand stehe und laut rufe und jede Entscheidung kritisiere oder mich mit dem gegnerischen Trainer anlege oder so, ich gebe auch zu, da ist auch bei mir eine Entwicklung, dass wir müssen alle lernen. Die Jungs müssen lernen. Ich muss auch lernen, dass da kann man sehr viel mit bewirken. Also wenn ich laut bin, sind die Spieler laut, wenn ich.

00:15:36: Krancke: Laut Eltern wahrscheinlich auch.

00:15:37: Bürvenich: Laut und das da will ich gar nicht über andere reden, sondern sag einfach okay, wir versuchen Themen nach vorne zu bringen. Das ist, wenn der Erfolg eben nicht nur in einem Ergebnis liegt, sondern in der Entwicklung. Und wenn der Erfolg liegt im Spaß haben und in dem sozialen Zusammensein, dann kann man damit wahnsinnig viel in der eigenen Gruppe erreichen. Und das erleben wir ja auch, dass wir vielleicht auch gegen den Trend wirklich viele Jungs dabei haben. Wir haben wirklich immer wieder auch neue, die sagen okay, in dem Umfeld möchten sie spielen und den und den Sport betreiben. Und das ist eben, dass ich glaube, dass wir, wenn einfach jeder anfangen würde und sein Verhalten entsprechend anpassen würde, dann wird es auch besser gehen. Und ich erlebe bei den Jungs selber, wenn man mit Humor rangeht und wenn man mit ja man natürlich ist vielleicht die ein oder andere Ansage anders als vor zwanzig Jahren, aber ich lasse nichts auf die auf die Jungs kommen, weil die gehen mit. Sonst würden wir auch nicht die Verantwortung ziehen und mit zwei und zwanzig Jungs nach Barcelona fliegen.

00:16:42: Krancke: Also das kann man ja auch nicht. Ja, genau.

00:16:45: Bürvenich: Keine Klassenfahrt mehr ein. Und da weiß ich, dass ich mich drauf verlassen kann, was da läuft. Und das ist auch für uns. Ja. Er hat gesagt, eine Woche Urlaub. Das ist wirklich.

00:16:56: Krancke: Gut. Ja. Ja. Und ich glaube, genau das Vorbild ist ein großes Thema. Und im Grunde dann wie so ein Schneeballsystem. Genau. Dann gibt es sich sofort weiter und jeder denkt Ach, wenn der es so macht, dann kann ich es auch so machen. Und ja.

00:17:09: Bürvenich: Ich denke schon, dass der Fußball auch im Vergleich zu anderen Sportarten auch das macht man ja mit dem Alter. Dann gucken wir mal mehr nach rechts und links. Ich glaube, dass der Fußball tatsächlich ein Thema hat, einfach in den Grundregeln. Beim Handball gibt es das nicht, dass der Schiedsrichter so attackiert wird. Dann gibt es sofort für die Bank eine Karte und dann ist da Ruhe. Und das ist wirklich ein Thema, das versucht man gerade irgendwie reinzukommen mit mit ganz verschiedenen Aktionen. Aber das ist schon schwierig, weil über Jahre man das einfach auch zugelassen hat, weil man es jeden Samstag Sonntag in der Bundesliga sieht, wieder entsprechend attackiert wird. Und das ist auch eine Vorbildfunktion, die man nicht unterschätzen darf. Und da sind andere Sportarten im Fußball etwas etwas voraus, was diesen gegenseitigen Respekt und was diese Themen angeht aus meiner Sicht ja.

00:18:00: Krancke: Und du hast es ja vorhin schon angesprochen allgemein das Thema Schwierigkeiten mit Ganztagsschulen, also in Kombination mit Ganztagsschulen an Jugendlichen zu kommen. Gut, das Klischee sagt jetzt die Kinder von heute kommen nicht mehr von ihrem Handy weg. Das klingt jetzt bei mir nicht so, dass du das Problem hättest. Aber ihr konkurriert natürlich schon mit dem Schulnachmittag. Mit langen Nachmittagen. Merkst du das auf jeden Fall. Ja, auf jeden Fall.

00:18:28: Bürvenich: Das muss man auch anpassen. Also vor zwanzig Jahren, wenn man, wenn man die Jungs fragt, da gab es eine andere Trainingsdisziplin, da gab es auch von von meiner Seite aus weniger Verständnis für. Ich habe noch eine. Ich muss noch eine Arbeit schreiben. Oder ich muss noch das machen, weil niemand sitzt zwölf Stunden am Tag und lernt. Also das gehört für mich auch Bewegungen mit dazu. Auch mal zum Abschalten. Dann kann man wieder neu sich nach dem Training wieder dran setzen und das muss man anpassen heute. Also man, ich finde, dass man schon deutlich mehr Akzeptanz zeigen muss, damit die jungen Leute auch dabei bleiben, dass man akzeptiert, dass der Führerschein eine Priorität hat, dass die Schule eine Priorität hat, dass vielleicht auch mal die Freundin eine Priorität hat oder der Junggesellenverein. Und wenn man da noch meint, dass sich alles um den Fußball dreht, das ist nicht mehr so und.

00:19:19: Krancke: Und Druck erzeugen ist auch Quatsch.

00:19:22: Bürvenich: Also wenn.

00:19:22: Krancke: Man.

00:19:22: Bürvenich: Das ein.

00:19:23: Krancke: Bisschen lässt.

00:19:24: Bürvenich: Dann kommen die wieder. Und unsere Lösung war wir müssen halt mehr Spieler in den Kader bekommen, damit wir das auch besser auffangen.

00:19:31: Krancke: Dass.

00:19:31: Bürvenich: Nicht jedes Mal, wenn wenn dann irgendwie was ist und Klausurphase ist und es lernen halt sieben.

00:19:37: Krancke: Na ja, dann ist es wieder Stress für euch.

00:19:40: Bürvenich: Das ist halt eben das Wo. Wo dann?

00:19:42: Krancke: Da könnt ihr ausgleichen. Ja.

00:19:44: Bürvenich: Und das muss man machen. Und wenn man das macht, dann können wir aktuell nur die Erfahrung auch feststellen. Dann bleiben auch viele, viele mit dabei.

00:19:55: Krancke: Ja, und das ist wahrscheinlich auch eine Gratwanderung. Wenn man zu viel Druck ausübt, dann. Dann gibt es schlechte Stimmung und mehr Gegendruck. Und wenn man merkt, es ist entspannt, dann sind alle mit mit Eigeninitiative. Und das klingt ja sowieso bei euch so, dass sie begeistert dabei sind. Aber klar. Ich glaube, jeder hat dann irgendwie mal einen Durchhänger und denkt dann entweder Oh, dann lasse ich es oder man denkt na ja, das Team, das ist wahrscheinlich sowieso beim Fußball stark ausgeprägter Teamgeist.

00:20:21: Bürvenich: Aber ich glaube auch, dass der das der, dass sich das verändert. Der Druck darf nicht mehr aus dem Trainerteam kommen. Wenn und das ist auch ein Versuch, den wir, den wir gehen, dass das Team sich selber. Also es War auch Teil vor der Saison zu sagen okay, was wollt ihr denn miteinander vereinbaren? Also gibt es irgendwie Sachen, die ihr vereinbart wollt? Welche Priorität gebt ihr denn dem Training? Weil wenn ich nicht zum Training komme, dann ist das. Dann macht das ja auch was mit dem Team. Weil wir wollen ja zusammen uns entwickeln. Und wenn, wenn jemand nicht da ist, dann. Dann ist das schwierig, auch eine gemeinsame Idee zu entwickeln, wie wir.

00:21:00: Krancke: Ja auch untereinander.

00:21:01: Bürvenich: Und das hat manchmal aus meiner Erfahrung ein bisschen mehr Wirkung. Sogar noch, wenn die Gruppe das untereinander so ein bisschen sagt Hör mal, ich habe gesehen, du hast dich abgemeldet für für heute Abend dann. Und man muss es ihnen leicht lassen. Das ist ja auch Teil dieser Generation, gerade ich. Früher hat man gesagt so, die Abmeldung muss telefonisch passieren, damit er sich auch erklären muss, warum er nicht zum Training kommt und so. Heute gibt es eine App für. Und natürlich ist das einfach, den Haken von links nach rechts zu wischen. Aber das ist der Teil, wie man an dieser Generation dranbleibt.

00:21:37: Krancke: Und sonst verliert man sie.

00:21:38: Bürvenich: Verliert man sie.

00:21:39: Krancke: Ja, noch mal ein anderes Thema. Es gibt ja in Rheinbach und den Ortschaften viele Vereine. Das habe ich mir so im Vorhinein überlegt. Es ist ja ein großer Strauß. Also die Kernstadt hat einen Fußballverein, dann gibt es den in Merzbach, in Queckenberg, in Oberdrees, in Flörsheim.

00:21:59: Bürvenich: In Wilmersdorf.

00:22:00: Krancke: In Wilmersdorf. Genau. Und grabt ihr euch nicht untereinander das Wasser ab? Ich meine, wir haben ja nur einen Bestand an Jugendlichen und bei so vielen Vereinen und wahrscheinlich viel Begeisterung bei jedem Verein, in der ganzen Mannschaft. Das stelle ich mir schwierig vor, denn mehr Jugendliche oder Kinder haben wir ja nicht.

00:22:22: Bürvenich: Ja, aber ich. Also ich nehme im Moment jetzt keinen. Also. Oder andersrum. Ich nehme im Moment wahr, dass das aufeinander zugegangen wird, dass es Gespräche gibt. Es gibt auch gerade ganz aktuell, glaube ich, im Jugendfußball Initiativen, sich zusammenzusetzen, weil grundsätzlich mal hat der Fußball natürlich an Attraktivität gewonnen. Die Sportanlagen sind alle toll. Wir haben uns früher auf Aschenplätzen herumgetrieben und niemand wollte jemanden ein Auto ins Auto setzen, dann so mit mit diesen Schuhen. Jetzt haben wir das nur noch In QueCkenberg glaube ich, dass der letzte verbliebene Aschenplatz hier in der Gegend. Insofern sage ich mal, ist der Zulauf ja grundsätzlich da und durch die Entwicklung der Dörfer auch von den Einwohnerzahlen ist zumindest mal jeder in einer Basisentwicklung auch auch möglich, eigenständig zu bleiben, zu arbeiten und dann hält sich das im Rahmen, zumindest auch im Jugendfußball. Dieser, dieser direkte Konkurrenzkampf natürlich. Ich kenne noch eine Zeit mit einem sehr starken VfL Rheinbach mit mit höherklassig spielenden Jugendmannschaften. Da war es gang und gäbe, dass die Besten aus den entsprechenden Dörfern in der Jugend dort gespielt haben und den Senioren wieder zurück gegangen sind. Also gerade auch erfolgreiche Senioren in den Ortschaften hängen auch damit zusammen, dass eben Jungs wieder zurückgegangen sind. Die Wurzeln und das war eigentlich auch ein gutes Zusammenspiel und darüber lässt sich viel diskutieren, wie man die Zusammenarbeit optimieren könnte. Aber ich erlebe im Moment kein kein Gegeneinander in einer großartigen Form und das ist auch gut so am langen Ende. Na, ihr könnt ja richtig, dass man auch das vorlebt, dass man auf jedem Sportplatz, auf den man kommt, auch willkommen ist. Dass man sich also wenn sich dort schon Vorstände, Trainer, wenn die sich schon begrüßen und von alten Zeiten erzählen. Auch das erzielt Wirkung bei bei den bei den Spielern, die man dann heute trainiert. Und deswegen passt das eben auch darein, dass wenn wir miteinander ordentlich umgehen, dann macht das auch was. Und am langen Ende muss man, muss man selber gut arbeiten. Dass die beste Methode, um irgendwie eine Mannschaft zu behalten und ansonsten wählen die Spieler auch den Weg.

00:24:40: Krancke: Und das sieht dann ja auch nach, wenn der Freund rübergeht, dann geht man selber auch rüber und und. Wahrscheinlich könnt ihr ja auch von einem guten Netzwerk dann profitieren, wenn wenn jeder kennt, dann irgendwie. Also das ist ja auch ein Vorteil von so einem.

00:24:55: Bürvenich: Mir blutet das Herz, wenn ich wenn ich sehe, dass halt eben wirklich gute, sehr gute, talentierte Jugendspieler ja irgendwie auf die andere Rheinseite fahren müssen oder bis nach Bonn fahren müssen, um irgendwie ein bisschen höherklassig Fußball zu spielen. Das haben wir wirklich in den neunziger Jahren anders gehabt. Da waren wir in A, B und glaube ich auch C Jugend waren wir in den höchsten Verbandsklassen auch unterwegs und das war irgendwie auch ein Aushängeschild für Rheinbach. Ja, man kann die Zeit nicht zurückdrehen und man kann auch jetzt nicht auf Krampf irgendwas versuchen. Und in die Glaskugel kann auch keiner von uns schauen. Wer weiß, wie es sich entwickelt. Aber ja, das wäre aus meiner Sicht schon schon ein Ziel. Aber da gehört dann ja ganz viel dazu. Ich sag mal, im Stadion Rheinbach haben vor zwanzig Jahren Länderspiele der Frauen stattgefunden. Dann weiß man, dass der Rasen gut gewesen sein muss. Und deswegen wird es auch höchste Zeit, dass da jetzt wieder was. Was passiert damit da nicht Genau.

00:25:56: Krancke: Das ist ein gutes Stichwort.

00:25:57: Bürvenich: Nicht mehr Blumen pflückt als als irgendwie, dass der Ball da gerade drüber rollt.

00:26:02: Krancke: Na ja, das genau, das Stadion, die aktuelle Sanierung ist ein gutes Stichwort. Wie sind so deine Erinnerungen an frühere Zeiten Hast du da. Da hast du ja prägende Momente erlebt.

00:26:16: Bürvenich: Auf jeden Fall. Auf jeden Fall.

00:26:18: Krancke: Ist das jetzt. Also, ich höre schon. Du bist froh, dass es saniert wird. Aber kannst du manchen posten, wo du denkst? An dem habe ich ja hängen Erinnerungen. Wie schade, dass er jetzt wegkommt.

00:26:31: Bürvenich: Ja, das ist wirklich so!

00:26:32: Krancke: Reliquien vom Stadion.

00:26:34: Bürvenich: Genau. Wir haben ja damals. Jetzt vor zwei Jahren haben wir angefragt, dann auch bei der Stadt und auch beim SC Rheinbach. Dann, ob wir uns oben in dem Raum treffen dürfen, in dem wir wirklich ja ganz viel Zeit verbracht haben.

00:26:47: Krancke: Und wer ist wir?

00:26:48: Bürvenich: Ja, mit der A. Jugend damals. Ich habe sieben Jahre dann die A Jugend dann auch trainiert. Das war ja dann die höchste Jugendmannschaft. Und natürlich war das Stadion, der Rasen war ja ein Heiligtum. Wir durften nicht nicht immer dort spielen. Insofern war es immer was ganz Besonderes, da Spiele Zu machen. Die meisten Spiele haben wir tatsächlich auf dem Aschenplatz nebenan. Ich weiß gar nicht, wie der aktuell aussieht, aber ich glaube nicht. Nicht mehr viel nach Fußball. Insofern ist das eigentlich die Haupterinnerung. Aber ja, wir waren mehrfach die Woche da. Das Stadiongebäude, wie gesagt, an den Räumen hat sich eben auch nicht so so viel getan. Ähm, ja, also es tut glaube ich allen gut, wenn das wieder so ein bisschen das Aushängeschild wird an der von der Sportanlage her.

00:27:36: Krancke: Ja.

00:27:36: Bürvenich: Ich glaube, das macht schon Sinn nach all der Zeit da noch mal ein bisschen was.

00:27:42: Krancke: Ja, und es ist ja, es wird ja vielfältig genutzt. Also es hat, glaube ich, eine große Bedeutung.

00:27:47: Bürvenich: Auch eine große. Habe ich auch wirklich tatsächlich viele Erinnerungen dran. Wir waren eigentlich jeden Abend mit den Leichtathleten zusammen. Ich glaube, das sind natürlich heute, ich glaube, die nehmen heute eine Ü fünfzig Deutschen Meisterschaften teil. Die Jungs, ich sehe sie ab und zu noch mal bei der Sportlerehrung der Stadt Rheinbach. ja, das war, das war gang und gäbe. Aber die waren im Stadion natürlich aktiv, die haben Speerwerfen dort gemacht, die sind gelaufen, Hürden aufgebaut usw Aber es war so ein schönes Miteinander auch. Man hat sich eigentlich jeden, jeden Tag im Sommer dann vielleicht ein bisschen mehr hat man sich gesehen getroffen. Wir sind dann mit den Ballsäcken rüber zum zum Ascheplatz gelaufen und haben dort trainiert. Aber es war ganz schön. Es gab ja auch feste Platzwarte. Dann von der Stadt werde ich auch nie vergessen, die dann so, wenn man zu lange trainiert hat und die wollten schon den Zaun wieder abschließen, muss man Weihnachten immer mit ein bisschen Schokolade aufwarten oder so, damit man die gut, gut.

00:28:40: Krancke: Gut stellt.

00:28:41: Bürvenich: Den Schatz und den Keim. Also werde ich auch nicht vergessen. Ist eine schöne, schöne Erinnerung an die Zeit.

00:28:46: Krancke: Ja schön.

00:28:47: Bürvenich: Und die haben den Jungs auch manchmal gesagt, wenn dir die Schuhe nicht abgeklopft haben oder wenn das war, das war auch was zum Lernen, wie Respekt geht an der Stelle. Aber wie man auch mit den Sachen umgeht, also auch das ist ja. Also Respekt hat ja auch. Kann ja auch dinglich sein. Also wie, wie verhält man sich da? Klopft man die Schuhe an der Wand ab oder macht man die Schuhe in der Dusche sauber oder so, dass man früh. Dinge, die man da, wo es dann Ansagen gab, auf jeden Fall. Da musste man als Trainer auch nichts sagen. Das haben dann die die Platzwarte schon erledigt.

00:29:20: Krancke: Ja, okay. Und hast du noch einen Kreis mit? Also einen festen Kreis? Gibt es einen Stammtisch oder irgendwas mit mit alten Kollegen aus alten Zeiten noch, oder?

00:29:33: Bürvenich: Ja, also tatsächlich gibt es so eine WhatsApp Gruppe jetzt seit zwei Jahren noch mal aus dieser alten Jugendgruppe und wie gesagt, das erste Treffen hat stattgefunden. Ich glaube für dieses Jahr ist noch mal was, was ich mache. Und ich weiß aber auch, dass die Jungs untereinander wirklich auch viele Kontakte noch noch haben aus der Zeit. Natürlich hat sich das kombiniert, das war ja auch eine gemeinsame Schulzeit. Das ist vielleicht auch die Besonderheit am Jugendfußball, warum das auch so gut funktioniert? Weil man hat ja nie mehr so eine homogene Gruppe war, auch was das Alter angeht. Also wenn man den Seniorenfußball geht, hat man den zwei und dreißig jährigen Familienvater und der spielt mit einem neunzehn jährigen zusammen. Das ist aber das wird ja viel heterogener. Und in der Zeit in der Jugend haben alle die gleichen Interessen und die gleichen Themen. Die machen alle den Führerschein. Da ist überall mal irgendwie eine Freundin im Spiel. Die haben alle mit der Schule zu kämpfen. Die gehen alle vielleicht in den ersten Job. So dass das.

00:30:30: Krancke: Das prägt.

00:30:32: Bürvenich: Auch. Und das sorgt natürlich noch mal für einen anderen Zusammenhalt. Und der ist eben auch das ist auch das, was ich natürlich auch an Rheinbach vermisse, so an der Infrastruktur. Es gab früher ganz normal nach dem Training sechs, sieben Anlaufpunkte für die Jungs, wo man sich treffen konnte. Das gibt es heute nicht mehr. Ich finde das eben super. Schade, dass das wir so wenig Anknüpfungspunkte haben. Ich will jetzt nicht davon reden, dass es drei Diskotheken zu der Zeit gab, aber vielleicht gab es auch irgendwas, wo man in Ruhe Billard spielen konnte und und eine Runde Dart oder wie auch immer. Und irgendwie hat das auch verbunden, weil man nach dem Training noch in Rheinbach etwas machen konnte. Das sehe ich im Moment so ein bisschen schade in der Entwicklung, dass es da da wenigstens wenig gibt. Und sich auf einem Parkplatz vorm Supermarkt zu treffen, ist aus meiner Sicht eben keine Alternative.

00:31:26: Krancke: Bei der Bahn am Römerkanal Ja, ja, ja und das ist ja auch dann so, so eine Entwicklung, so ein Gefälle. Wenn der Ort schon irgendwie schwierig ist, dann eher, dass das stimmt. Ja, ja, ja. Ich danke sehr für dieses tolle Gespräch und den Einblick in die Fußballwelt und wünsche dir alles Gute und freue mich, dich da gehabt zu haben.

00:31:51: Bürvenich: Ja, vielen Dank.

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