Folge 19 - Das Ehrenamt des Monats September

Shownotes

Was kosten die Waffeln? Wo kann geparkt werden? Wie werden Verkaufsstände aufgebaut? Hinter der Kinder- und Jugendbörse der KJG Merzbach stehen viele organisatorische Aufgaben. Regina Fischer gehört seit rund 15 Jahren zu den prägenden Köpfen des Organisationsteams und berichtet in Folge 19 von „Rhein gehört“ über ihr ehrenamtliches Engagement.

Ihr Weg nach Merzbach begann 1990. Über eine Spielplatzinitiative kam sie mit der KJG in Kontakt. Bei der Kinderbörse half sie zunächst beim Kuchenbacken. Später übernahm sie zunehmend Verantwortung und schließlich Aufgaben in der Leitung. Heute arbeitet ein siebenköpfiges Organisationsteam zusammen. Zuständigkeiten reichen von Stadthalle und Schulhof über Fuhrpark bis zur Verkehrsleitung. Hinzu kommen zahlreiche Helfende rund um die Veranstaltung.

Die Folge gibt Einblicke in die Vorbereitung und Durchführung der Börse. Verkaufsplätze im Innen- und Außenbereich, Cafeteria, Verkehrsführung und Parkplätze müssen koordiniert werden. Käuferinnen und Käufer sowie Verkäuferinnen und Verkäufer kommen dabei aus einem größeren Einzugsgebiet.

Auch Veränderungen rund um die Kinderbörse sind Thema. Regina Fischer berichtet vom früheren Kinderflohmarkt, vom Umgang mit gebrauchten Dingen und von Erfahrungen mit unterschiedlichen Erwartungen auf Käufer- und Verkäuferseite. Zur Sprache kommen außerdem die Einnahmen der Kinderbörse. Nach Abzug der Kosten können Überschüsse wieder in Projekte für Merzbach und die Umgebung einfließen.

Zum Abschluss richtet sich der Blick auf die Zukunft des Ehrenamts. Dabei geht es um neue Mitwirkende, die Zusammenarbeit im Team und darum, Verantwortung weiterzugeben. Für Regina Fischer gehört dazu auch der Wunsch, dass Menschen bereits mit wenigen Stunden Zeit einen Beitrag zum ehrenamtlichen Engagement leisten.

In dieser Folge erfahren Sie:
✅ wie Regina Fischer zur KJG Merzbach und zur Kinderbörse kam
✅ wie aus Kuchenbacken Verantwortung im Organisationsteam wurde
✅ welche Aufgaben hinter der Kinder- und Jugendbörse stehen
✅ wie das Organisationsteam seine Zuständigkeiten verteilt
✅ was bei Vorbereitung und Durchführung koordiniert werden muss
✅ warum der frühere Kinderflohmarkt eingestellt wurde
✅ wie sich Käufer, Verkäufer und Erwartungen verändert haben
✅ wie groß das Einzugsgebiet der Kinderbörse ist
✅ wofür Überschüsse aus der Kinderbörse eingesetzt werden
✅ welche Rolle neue Helfende für die Zukunft des Ehrenamts spielen

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00:00:23: Sprecherin 1: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von reingehört. Heute geht es um das Ehrenamt. September. Und ja, was kosten die Waffeln? Wo kann ich parken? Warum öffnen sie erst so spät und hören so früh auf? Was? Zwei Euro für das Spiel. Kann ich das auch für fünfzig Cent haben? Wie schraube ich diesen Ständer an den Tisch? Und wie bekomme ich ihn dann später wieder zusammen? Das sind alles Fragen über Fragen. Die, von denen man schnell erahnen kann, wer heute bei mir zu Gast ist. Es geht um die Kinderbörse der KJG Merzbach und ich begrüße Regina Fischer. Herzlich willkommen.

00:01:07: Sprecherin 2: Ja, herzlichen Dank, dass ich hier sein darf. Und die Fragen, die Sie da aufgeschrieben haben, kann ich Ihnen alle beantworten.

00:01:16: Sprecherin 1: Ja, die kommen wahrscheinlich oft.

00:01:20: Gespräch: Sie sind seit rund fünfzehn Jahren einer der großen Köpfe, die für die Kinderbörse stehen, und für das große Orgateam.

00:01:30: Gespräch: Und das ist ja doch eine Großveranstaltung, bei der vom Verkauf in und vor der Halle über die Cafeteria bis zur Verkehrsführung und Parkplatzeinweisung und den Interessen von Käufern und Verkäufern und Anwohnern vieles zusammengebracht werden muss. Und dabei erleben

00:01:53: Gespräch: Sie sicherlich auch unmittelbar, wie sich Familien und Konsum und der Umgang mit gebrauchten Dingen verändert.

00:01:59: Gespräch: Und darum geht es im Ehrenamt des Monats September. Und ich stelle Sie kurz vor.

00:02:06: Gespräch: Sie stammen aus dem Osten, Hölzer Moor in der Lüneburger Heide und leben in Rheinbach, Merzbach.

00:02:12: Gespräch: Sie sind ausgebildete Hebamme, inzwischen im Ruhestand und engagieren sich nicht nur in der Kinderbörse.

00:02:21: Gespräch: Wobei es Ihnen besonders am Herzen liegt, dass die ja etwas Schönes für die Menschen vor Ort zu schaffen.

00:02:28: Gespräch: Und ihre beiden erwachsenen Töchter haben auch schon bei der Kinderbörse mitgeholfen.

00:02:33: Gespräch: Und das Ehrenamt ist ja damit eigentlich auch ein Stück Familiensache geworden.

00:02:38: Gespräch: Lese ich so Ihre freie Zeit verbringen Sie mit Lesen, Stricken und Nähen oder mit Ihrem Hund im Rheinbacher Stadtwald.

00:02:48: Gespräch: Und bevor wir in die Themen einsteigen, würde ich mit den Entweder Oder Fragen starten und beginne mit Waldspaziergang oder mit dem Buch auf dem Sofa.

00:03:01: Gespräch: Waldspaziergang. Früh aufstehen und lange wach bleiben. Lange wach bleiben. Kuchen backen oder Kuchen essen. Essen.

00:03:10: Gespräch: Checkliste oder alles im Kopf. Checkliste Planen oder improvisieren? Beides.

00:03:18: Gespräch: Aufbau oder Abbau bei der Kinderbörse?

00:03:22: Gespräch: Beides.

00:03:25: Gespräch: Sie selber würden lieber aufbewahren Oder lieber weitergeben. Weitergeben.

00:03:34: Gespräch: Ehrenamt im Hintergrund Oder mittendrin? Mittendrin.

00:03:39: Gespräch: Selbermachen oder delegieren? Oh,

00:03:43: Gespräch: das kann ich nicht gut trennen. Ich lerne zu delegieren. Ja. Immer mehr.

00:03:48: Gespräch: Ruhe bewahren oder sofort anpacken. Oh,

00:03:53: Gespräch: da muss ich auch überlegen. Erst mal durchatmen und dann anpacken. Zehn Minuten zu früh oder eine Minute zu spät.

00:04:03: Gespräch: Leider häufig eine Minute zu spät.

00:04:09: Gespräch: Frau Fischer, Sie stammen ja eher aus dem Norden und sind irgendwann ins Rheinland gekommen. Ja, ich war verliebt und bin immer noch verliebt in meinen Mann.

00:04:20: Gespräch: Und es hat ihn beruflich nach Koblenz gezogen, wo wir dann ein paar Jahre gewohnt haben.

00:04:27: Gespräch: Und dann wurde er befördert und kam dann nach Bonn. Und somit haben wir dann unsere unser erstes Haus in Merzbach bezogen.

00:04:38: Gespräch: Da war unser Kind ein Jahr alt und da ist gleich der Sprung zur Kaji.

00:04:46: Gespräch: Wir spielten auf der Straße und dann kam Kalle Kerstholt vorbei und meinte Willst du nicht mal kommen und vielleicht sogar mitmachen?

00:04:56: Gespräch: Und wir haben eine Spielplatzinitiative gegründet und es wäre schön, wenn ihr dabei sein würdet.

00:05:05: Gespräch: Ich kann mir vorstellen, und daraus wurden mehr als fünfzehn Jahre. Ja, genau.

00:05:09: Gespräch: Ganz genau. Ja, richtig. Und ist es denn schon so, dass Sie hier.

00:05:15: Gespräch: Ja, die Frage erübrigt sich eigentlich. Sie haben hier ein richtiges Zuhause gefunden.

00:05:19: Gespräch: Und ja, die Frage Lüneburger Heide oder Freizeitpark, die kann ich mir eigentlich sparen.

00:05:26: Gespräch: Wahrscheinlich ja genau. Seit wie gesagt, seit neunzehn hundert neunzig wohnen wir in Merzbach.

00:05:32: Gespräch: Schön. Und Sie engagieren sich da? Ja. Bei der Börse. Wie sind Sie da so?

00:05:38: Gespräch: Ja, Sie sind da reingestolpert. Aber wie hat sich das Ganze entwickelt?

00:05:43: Gespräch: Sie haben ja jetzt schon so. Also, ich habe Sie selber ja erlebt.

00:05:47: Gespräch: Aktiv? Sie haben ja schon den Überblick über allem. Womit haben Sie angefangen damals eigentlich mit Kuchen backen, obwohl das nicht so eine gute Sache ist, Weil der Kuchenverkauf bei der Kinderbörse hat immer einen großen finanzielles Polster geschaffen.

00:06:06: Gespräch: Durch meinen Beruf war ich nicht ganz so sehr flexibel und habe nicht so viel Zeit eingebracht.

00:06:12: Gespräch: Aber ich bin natürlich zu den Mitgliederversammlungen gegangen. Und eines Tages hieß es, dass der Ehemalige, der den Hut aufhatte, aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten würde.

00:06:30: Gespräch: Und wer denn so mithelfen könnte. Und dann habe ich gesagt Ja, mache ich gerne so, aber es sah dann so aus, dass der Kofferraum derjenigen Person aufgemacht wurde und ich alle Unterlagen bekam.

00:06:43: Gespräch: Und von einem Tag zum anderen hatte ich also den Hut, hat mir schlaflose Nächte bereitet.

00:06:51: Gespräch: Aber ich glaube, ich habe das so ganz gut geschafft. Ja, mithilfe des bestehenden Teams.

00:06:58: Gespräch: Wie groß ist das Team? Jetzt

00:07:02: Gespräch: sind wir vier Frauen und drei Männer. Genau. Und ich bin überwiegend für den inneren Bereich, also für die Stadt Halle und den Schulhof zuständig.

00:07:16: Gespräch: Und einer ist für den Fuhrpark zuständig und der weitere Mann dann für die Verkehrsleitung ist natürlich Kalle Kersthold.

00:07:28: Gespräch: Alle kennen ihn und er hat mir auch in den Jahren sehr zur Seite gestanden und Tipps gemacht. Und wir treffen uns auch noch.

00:07:37: Gespräch: Zusammen mit diesem Team, um Verbesserungen oder Erleichterungen zu schaffen. Es gibt immer wieder so eine Kleinigkeit, wo wir sagen Mensch, das ist eine tolle Sache.

00:07:49: Gespräch: Ja, und sind Sie auch schon familiär geprägt, so was Ehrenamtliches angeht, Ihre Eltern, oder Nein, eher nicht. Aber ich selbst. Und zwar hat das eigentlich bei den Pfadfindern angefangen.

00:08:02: Gespräch: Und ja, da war ich dann Gruppenleiterin. Und später habe ich dann auch am Ampeldienst in Merzbach.

00:08:12: Gespräch: Ah!

00:08:15: Gespräch: Ja, genau. Genau. Dann war ich Elternpflegschaftsvorsitzende an der Schule. Und außerdem war ich die erste Vorsitzende des Frauenchor Rheinbachs, als der gegründet wurde. Ja,

00:08:30: Gespräch: ja, dann haben Sie ja viel schon. Ja, genau. So viel Vielfalt gehabt. Ja.

00:08:35: Gespräch: Und bei der Börse? Ich dachte gerade daran, dass Sie als Hebamme ja auch eigentlich immer im Einsatz sind.

00:08:42: Gespräch: Gab es mal eine Situation, dass Kinderbörse war und Sie einen Anruf von einer werdenden Mutter kriegten? Oder dass sich das irgendwie.

00:08:50: Gespräch: Ich habe immer Glück gehabt. Ja, aber ich habe immer Sorge gehabt.

00:08:55: Gespräch: Allerdings durch das tolle Team hätte ich auch die Börse mal kurz verlassen können.

00:09:01: Gespräch: Ja, also. Ja, denn das ist ja schon mit Hebammen. Als Hebamme ist ja man mit dem Herzen dabei.

00:09:08: Gespräch: Aber wenn man den Trubel bei der Börse miterlebt. Ja, nur als.

00:09:13: Gespräch: Ich habe da ja nur als Verkäuferin mitgemacht. Oder mal im Verkauf von Waffeln.

00:09:18: Gespräch: Ich habe Waffeln verkauft und auch meine eigenen Sachen. Aber da kriegt man ja doch mit, dass man die Zeit komplett vergisst und der Tag durchrauscht.

00:09:25: Gespräch: Ja und ja. Da hängt man ja auch mit dem Herzen dran. Allerdings war ich ja freiberuflich tätig und konnte dann nach der Kinderbörse zum Beispiel noch nachsorgen machen.

00:09:37: Gespräch: Ja, ja. Was allerdings natürlich anstrengend war. Aber das war eben so!

00:09:43: Gespräch: Ja, und wie haben sich die Aufgaben so in den fünfzehn Jahren verändert?

00:09:52: Gespräch: Das ist ja auch eine Veränderung, wenn ich mich richtig erinnere. Es gab ja mal auch einen Kinderflohmarkt draußen. Mittlerweile ist es ja so glaube ich, dass die Erwachsenen nur noch verkaufen würden dürfen und auch Stadthalle und Außenbereich ist.

00:10:08: Gespräch: Aber der Kinderflohmarkt ist glaube ich komplett weggebrochen. Der ist nicht weggebrochen, sondern wir haben bei einer Sitzung beschlossen, es nicht mehr anzubieten, weil wir festgestellt haben, dass Eltern sich auf die Kinderplätze gesetzt haben und dann dort verkauft haben, ohne zu bezahlen.

00:10:31: Gespräch: Also wir haben ja Standgebühren. Ja, der Kinderflohmarkt war kostenlos.

00:10:36: Gespräch: Und die zweite Sache war, dass wir beobachtet haben, dass die Kinder nicht fair behandelt worden sind.

00:10:45: Gespräch: Also ihnen wurde das Spielzeug oder die Bücher für einen sehr, sehr geringen Verkauf abgenommen, dass die Erfahrung habe ich auch schon gemacht bzw meine Kinder, dass die trauen sich dann ja auch nicht zu widersprechen oder wissen gar nicht, was sie nehmen können oder wie weit sie gehen können.

00:11:08: Gespräch: Und da gibt es schon welche, die das ausnutzen. Ja und ja und es war ja ein großes Feld auch also Die das Angebot.

00:11:19: Gespräch: Ich weiß nicht, wie viele Kinderplätze gab es da? Das war ja schon.

00:11:21: Gespräch: Ist ja eine große Fläche. Ja, das weiß ich nicht mehr so genau.

00:11:26: Gespräch: Das war so ein bisschen, glaube ich, vor meiner Zeit, oder Das habe ich nicht so beachtet.

00:11:31: Gespräch: Also wir haben jetzt draußen viele Plätze geschaffen. Allerdings haben die Aussteller den Nachteil, dass das Wetter nicht immer so mitspielt, wie wir es gerne hätten. Also es sind neunzig Außenplätze und siebzig in der Stadthalle.

00:11:48: Gespräch: Und wie ist so die Nachfrage? Wollen die Menschen lieber raus oder lieber rein?

00:11:52: Gespräch: Also viele sagen, dass sie draußen eigentlich viel besser verkaufen und dass die Luft auch besser ist.

00:11:58: Gespräch: Die Luft ist. Das kann ich auch. Also wenn man, wenn man ein paar Stunden drinnen stand, dann fühlt man sich schon fast wie eine Waffel.

00:12:06: Gespräch: Ja, gerne. Ja, das stimmt, Aber das Wetter ist gerade jetzt vor zwei Wochen.

00:12:13: Gespräch: Da war der Sonntag komplett verregnet. Aber erst ab zwei uhr. Und wir haben zum Glück. Wir haben Glück gehabt. Ja. Oder die Aussteller?

00:12:20: Gespräch: Ja, aber der Trubel ist natürlich draußen. Ich glaube auch, dass viele dann einfach nur mal vorbeigehen und dann denken Ach, jetzt noch mal rein. Ja.

00:12:30: Gespräch: Andererseits ist es so voll immer, dass ich wahrscheinlich tut es eh nicht groß. Also ich frage immer wieder Sind Sie zufrieden?

00:12:39: Gespräch: Hat es sich für Sie gelohnt oder. Ja, und meistens ja. Und es sind ja meist glaube ich, auch Wiederholungstäter.

00:12:47: Gespräch: Die, die einmal drin sind, wollen immer rein. Oder kann man das so?

00:12:51: Gespräch: Ja, kann man so sagen, ja. Was das Schöne an der Börse ist, dass wir.

00:12:57: Gespräch: Wir lachen zusammen. Wir sind manchmal auch ein bisschen ärgerlich, aber das Team ist einfach klasse und es macht Spaß.

00:13:05: Gespräch: Ja, wir sehen uns gar nicht so oft im Jahr, Aber bei der Kinderbörse umarmen wir uns. Wir wünschen uns eine gute Börse, eine gute Zeit oder wir gehen mal zusammen anschließend essen. Ja.

00:13:17: Gespräch: Wie viel sind das ungefähr? Ja, das sind nur wir sieben. Nur die sieben.

00:13:21: Gespräch: Nur die sieben. An dem Tag? Ja. Und Helfer. Ja. Wir akquirieren natürlich Helfer. So, Wir hoffen immer auf rege.

00:13:31: Gespräch: Wie sagt man? Zuspruch. Wir? Wir? Wir sagen immer. Bitte gebt uns zwei Stunden von eurer Freizeit ab. Und das ist schon schwierig.

00:13:41: Gespräch: Ja, da wünsche ich mir wirklich mehr. Die dann unterstützen, beim Waffeln verkaufen oder Parkplatz einweisen, oder? Ja, das machen häufig schon die Jugendlichen.

00:13:52: Gespräch: Aber an der Theke oder beim Aufbau, beim Abbau, bei den Würstchen und Kartoffelsalat.

00:13:59: Gespräch: Ja. Ja, ja. Und die, die Kuchen werden gespendet, oder? Das haben wir früher gemacht.

00:14:06: Gespräch: Wir haben auch im Dorf rumtelefoniert. Wer backt für uns einen Kuchen?

00:14:10: Gespräch: Und auch das hat so sehr abgenommen, dass wir gesagt haben, Das können wir gar nicht mehr so leisten und haben dann von einer Lehrerin den Tipp bekommen Fragt doch mal die Abiturklassen.

00:14:24: Gespräch: Und die verdienen sich doch sehr gerne ein Zubrot für den Abiball. Für den Abiball, weil die Einrichtungen, wo sie feiern wollen sind ja ganz schön teuer geworden.

00:14:35: Gespräch: Ja, und das klappt eigentlich ganz wunderbar. Die Schüler sind glücklich. Wir sind froh.

00:14:40: Gespräch: Wir haben dadurch Arbeitsersparnis. Ja, ja, und es kommt ganz gut was in die Kasse für die Schüler.

00:14:46: Gespräch: Ja, und ich glaube, das ist ja auch ein Anziehungspunkt. Also so wie ich es gesehen habe, die Cafeteria, das ist auch durchaus.

00:14:53: Gespräch: Kommt mal einer rein, der eigentlich nur wegen des Kuchen und des netten Atmosphäre kommt und gar nicht mehr nach Kinderklamotten. Genau.

00:15:00: Gespräch: Genau. Und ja, wenn man als Besucher oder als Verkäufer da ist, dann sieht man ja vor allem volle Stände und viele Menschen. Aber hinter den Kulissen, bevor die Türen aufgehen, ist ja eine Fassbare Logistik nötig.

00:15:19: Gespräch: Ich habe das selber ja gesehen. Sie markieren ja die, die draußen ist das mit Kreide aufgezeichnet?

00:15:24: Gespräch: Die Nummern von den Ständen. Genau. Und Ihnen das auch abgeklebt. Und dann?

00:15:30: Gespräch: So habe ich zumindest die Entwicklung wahrgenommen. Bieten Sie auch immer mehr an?

00:15:33: Gespräch: Also, es gibt diese total beeindruckenden Holzständer, die man sich leihen darf und wo sie dann aber sogar wahrscheinlich aufgrund dessen, dass viele nachgefragt haben, das wieder eine Anleitung anzuschauen haben. Die, die wo man wie man das zusammenbaut, was ich am Anfang sagte.

00:15:53: Gespräch: Also ich habe tatsächlich auch da mal gestanden und mir das genau angeguckt.

00:15:57: Gespräch: Also das ist ja schon viel Service. Auch dass man die Kleider aufhängen kann, das kann man ja einfach mit so Schrauben an dem Tisch dann fertigen.

00:16:04: Gespräch: Aber

00:16:07: Gespräch: das Drumherum ist ja schon viel. Allein die Straßensperrung Parkplatz hinzuweisen. Also wie ist das im Vorfeld oder währenddessen?

00:16:17: Gespräch: Das ist ja nur der Gipfel des Eisbergs. Wir sagen immer vor der Börse ist nach der Börse oder umgekehrt.

00:16:24: Gespräch: Also es geht dann schon wieder los.

00:16:28: Gespräch: Das ja, dass wir uns erstmal treffen. Kann man irgendetwas verbessern, verbessern oder reflektieren?

00:16:34: Gespräch: Was war nicht so gut. Da geht es los, wieder die Bühnenzettel zu drucken.

00:16:40: Gespräch: Dann äh, was ist das? Wir haben so ein System, das viele große Gegenstände oben auf die Bühne gebracht werden können.

00:16:49: Gespräch: Und dann kommt ein Zettel dran. Was ist das? Welcher Stand, Was darf es kosten?

00:16:56: Gespräch: Kinderwagen oder hoch? Ja, ja, Ja, genau. Und dann wird der Zettel, der hat ja zweimal die gleiche Nummer dem Verkäufer mitgegeben.

00:17:05: Gespräch: Dann wird am Stand verhandelt und bezahlt. Und dann kommt der Käufer mit dem Zettel zurück auf die Bühne und holt dann den Gegenstand ab.

00:17:15: Gespräch: Da muss dann aber ja auch schon wieder jemand. Da sitzt ja, genau.

00:17:18: Gespräch: Da wird schon aufgepasst. Ja.

00:17:22: Gespräch: Ansonsten. Ja. Ich fange einfach mal an! Wo geht es los? Die Würstchen müssen bestellt werden.

00:17:31: Gespräch: Und die Frikadellen, der Kartoffelsalat. Früher wurde er selbst gemacht. Ach so, wird immer noch gemacht.

00:17:37: Gespräch: Aber das macht jetzt der Koch der Strafvollzugsanstalt. Damit wir nicht mehr in den großen Bottichen rühren müssen.

00:17:47: Gespräch: Ja, mit den Schülern muss abgesprochen werden. Eine Kuchenliste wird von ihnen erstellt.

00:17:53: Gespräch: Der Arbeitsplan muss gemacht werden. Das ist also eigentlich mit der größte Aufwand.

00:17:59: Gespräch: Wer geht wohin und hilft uns dann dabei? Und am Donnerstag wird der Wagen aufgeladen.

00:18:08: Gespräch: Da ist der Hanspeter Kreische immer noch für uns da und stellt sein seinen Anhänger zur Verfügung.

00:18:17: Gespräch: Mit Evasion muss ich absprechen. Stellen Sie uns wieder die Ihr Geschirr zur Verfügung.

00:18:24: Gespräch: Die Gläser also auch da. Herzlichen Dank. Der

00:18:27: Gespräch: Waffelteig bei der Bäckerei Lennertz wird bestellt. Auch Sie unterstützen uns da. Ein hundert vierzig Liter Waffeln haben wir verbacken.

00:18:37: Gespräch: Der ganze Teig war weg. Und

00:18:40: Gespräch: ja, dann wird die Kuchentheke aufgebaut und die Kocher werden aufgestellt. Im Vorfeld müssen die Geräte überprüft werden, ob die in Ordnung sind. Die Einkäufe müssen getätigt werden.

00:18:54: Gespräch: Ja, es ist eine Großveranstaltung. Ja, es ist wirklich so, und

00:18:58: Gespräch: die Leute sind ja fast wie beim Oktoberfest. Der Andrang morgens. Die ersten stehen, glaube ich, um sieben da.

00:19:06: Gespräch: Und es gibt ja zwei Schlangen, glaube ich. Einmal für den Innenbereich, einmal für den Außenbereich und um den besten Platz zu kriegen.

00:19:16: Gespräch: Ja, genau so ist es. Wir haben einen Plan und dann wird eingezeichnet.

00:19:20: Gespräch: Ja, und? Wird aber auch beraten. Also, ich weiß, als ich das erste Mal da war, hatte ich sehr nette Beratung, wo man wie steht am besten und wie die Ausrichtung ist und.

00:19:31: Gespräch: Also das ist schon eine große Freundlichkeit gewesen, die. Also diese Fläche vor der Halle, die sieht ja riesig aus, aber es ist ja doch fast jeder Zentimeter irgendwie. Ja. Ausgebissen.

00:19:43: Gespräch: Kann man so sagen. Ja. Ja. Ja, ja. Und dann kommen die Leute und.

00:19:47: Gespräch: Und schleppen alles hin und dürfen. Ich glaube, draußen darf man früher anfangen, oder?

00:19:53: Gespräch: Es ist so, dass wir um neun uhr mit der Platzvergabe beginnen.

00:19:59: Gespräch: Und natürlich draußen können wir einfach nicht kontrollieren. Kommen da schon Käufer oder nicht?

00:20:08: Gespräch: Das ist in der Halle anders. Warum öffnen wir erst so spät?

00:20:13: Gespräch: Weil die Platzvergabe eine Zeit in Anspruch nimmt und dann die Aussteller ja auch Zeit brauchen, um ihren Tisch vorzubereiten.

00:20:22: Gespräch: Und wenn dann schon wieder Käufer dabei sind, ist das doch sehr störend.

00:20:28: Gespräch: Aber daran wollen wir auch noch arbeiten, weil klar, draußen wird verkauft und drinnen sind einige fertig und andere nicht.

00:20:35: Gespräch: Und ich muss sagen, bitte wartet noch einen Moment mit dem Öffnen der Tür für die Käufer.

00:20:42: Gespräch: Ja, ja, ja, ja, ja, ja, das habe ich auch schon erlebt, dass dann das Unverständnis da war, weil es draußen natürlich, wie man schon sieht, wie der Trubel dann losgeht.

00:20:54: Gespräch: Und die Kernzeit ist ja auch, so habe ich es erlebt, direkt am Anfang, da trudelte sich und dann nimmt es relativ schnell.

00:21:03: Gespräch: Nach dem Mittag wird es ruhiger. Aber nichtsdestotrotz, wenn dann der eine kommt, um die Ritterburg zu kaufen, dann hat es sich ja auch schon wieder gelohnt.

00:21:12: Gespräch: Richtig Platz geschaffen zu Hause.

00:21:16: Gespräch: Ja. Und was ist so die größte Herausforderung? Ich meine, Sie haben ja verschiedene Gruppen.

00:21:23: Gespräch: Sie haben die. Sie müssen ja die Interessen der Verkäufer vertreten. Die von den Käufern, von den Helfern, von den Anwohnern.

00:21:31: Gespräch: Das ist ja auch für die Anwohner mit dem Verkehr zum Teil wahrscheinlich schwierig.

00:21:36: Gespräch: Also das sind ja schon, wenn man mal auf die Autokennzeichen guckt, das ist schon ein großes Einzugsgebiet. Ja, genau.

00:21:42: Gespräch: Nicht nur die Käufer, sondern auch die Verkäufer, also die Reinbacher Kinderbörse war und ich glaube, ist immer noch eine der größten Börsen hier in der Umgebung.

00:21:58: Gespräch: Ja, wir haben früher sogar Zettel in die Briefkästen der Häuser der umliegenden Häuser gesteckt, um Verständnis an diesem Tag zu bitten.

00:22:09: Gespräch: Wobei es immer wieder Parker gibt, die sogar die, die Einfahrten zu parken.

00:22:15: Gespräch: Aber das. Ja, das können wir leider nicht verhindern. Keinen Einfluss. Ja.

00:22:21: Gespräch: Ja, ja. Und ich meine, macht sich das bemerkbar, dass es so viele Dorftrödel mittlerweile gibt?

00:22:28: Gespräch: Oder ist das ein ganz anderes Klientel, weil ja viele dann ihre Habseligkeiten aus dem Keller haben und nicht.

00:22:35: Gespräch: Also Kinderbörse ist ja wirklich ausschließlich Kinder. Kinder und Jugend. Also Kinder.

00:22:42: Gespräch: Also die Sorge haben wir natürlich auch in den letzten Jahren gehabt.

00:22:47: Gespräch: Wir haben es ein bisschen gemerkt, aber wir bekommen immer ein großes Lob.

00:22:51: Gespräch: Es heißt, die Kinderbörse ist so super organisiert und wir kommen deshalb sehr gerne zum Einkaufen und auch zum Verkaufen.

00:23:01: Gespräch: Ja, die Stimmung ist besonders. Ja, ja, ja. Und Sie hatten es ja kurz angesprochen mit den Kindern, die beim Flohmarkt Schwierigkeiten hatten, ihre Preise oder sich zu behaupten.

00:23:18: Gespräch: Wie erleben Sie so die Entwicklung von Käufern und auch Verkäufer? Ich meine auch Käufer können auch Verkäufer können ja sehr fordernd sein oder sagen, sie hätten lieber den Stand gehabt oder sie.

00:23:33: Gespräch: Sie hätten jetzt schlechte Verkäufe gehabt, weil sie irgendwo einen besonders sonnigen Platz hatten.

00:23:40: Gespräch: Und da keiner hinkam, weil es den Leuten zu heiß war. Also es wird ja dann schnell die Verantwortung abgeschoben.

00:23:46: Gespräch: Hat sich das gewandelt in den letzten fünfzehn Jahren die Anspruchshaltung oder kann man das nicht sagen?

00:23:51: Gespräch: Also mit den Plätzen, das hat sich nicht gewandelt. Da gibt es immer Menschen, die nicht zufrieden sind. Natürlich gibt es gute und nicht so gute Plätze.

00:24:01: Gespräch: Ja, aber wir haben das schon so gelenkt, dass eigentlich, wenn jemand etwas sucht, das auch finden kann. Also es gibt keine Ecke, die nicht einsehbar ist für einen Käufer.

00:24:13: Gespräch: Gut, der Sonnenschein an der Glaswand. Ja, der bringt dann so manchen Verkäufer zum Schwitzen. Das stimmt schon.

00:24:23: Gespräch: Ja. Was hat sich gewandelt? Das Bewusstsein der Menschen, die einkaufen. Sie wollen für ganz kleines Geld gute Qualität haben. Und da sagen dann aber auch viele Käufer, die wissen, was sie dort haben und was es wert ist.

00:24:40: Gespräch: Und ja, dann sagen sie eben auch mal Nein. Dann lassen sie es.

00:24:47: Gespräch: Ja, und von den Verkäufern, von den Käufern her. Die, die. Ja, Es ist natürlich.

00:24:55: Gespräch: Merken Sie, dass so der. Der Wunsch, Neuware zu haben? Dann gehen Sie lieber irgendwo für günstiges Geld.

00:25:05: Gespräch: Kinderklamotten für drei Euro. Bei der Aktionswoche bei den Discountern kaufen. Und dann haben Sie was Neues, was Sie dann direkt nach einer Saison wegtun.

00:25:16: Gespräch: Im Vergleich dazu, dass Sie Gebrauchtes kaufen, kann man da was beobachten.

00:25:21: Gespräch: Also ich weiß, dass bei meinen drei Kindern. Wir haben viel von Freunden übernommen, haben es an die Geschwister weitergegeben.

00:25:27: Gespräch: Es wurde irrsinnig weitergereicht und ich fand es immer ganz gut, dass die Sachen schon zig mal gewaschen waren und die ganzen

00:25:37: Gespräch: Schadstoffe rausgewaschen waren und. Aber ich weiß nicht, ist das heutzutage noch ein Thema?

00:25:44: Gespräch: Oder Nachhaltigkeit ist Ja natürlich. Ich glaube, Nachhaltigkeit ist auch ein Thema. Und

00:25:50: Gespräch: den Eltern ist auch bewusst, dass es ihre Kinder natürlich so schnell wachsen und dass sie dann doch für einen kleinen Preis ihre Kinder halb einkleiden können.

00:26:00: Gespräch: Ich glaube, es gibt so eine Mischung, so halb gebraucht und halb neu.

00:26:06: Gespräch: Ja, natürlich. Ich meine, wenn ich einen Body für drei Euro neu erhalte, kaufen viele Eltern das natürlich auch.

00:26:15: Gespräch: Aber es werden ja auch gute Bodies angeboten, zum Beispiel Bodies, Seiden Bodies für einen guten Preis oder Walk Sachen nicht.

00:26:23: Gespräch: Also da kann man doch Schnäppchen machen, Schnäppchen machen. Ja, ja, vieles.

00:26:29: Gespräch: Gerade in der Kleinkinderzeit ist ja das Spielzeug, was nun nicht lange gebraucht wird, das ja für ein paar Monate und dann kann man es gut noch weitergeben.

00:26:40: Gespräch: Und ja, Sie haben ja gesagt, das ist Ihnen beim Ehrenamt wichtig, dass Sie für die Menschen vor Ort etwas Schönes schaffen.

00:26:51: Gespräch: Was bekommen Sie persönlich zurück? Ja, wenn ich höre, dass sich das zum Beispiel bei der Kinderbörse doch ein guter Überschuss da war.

00:27:07: Gespräch: Denn wir haben ja auch Unkosten und wir

00:27:11: Gespräch: freuen uns dann, dass dieses Geld, das wir da mehr oder weniger erarbeitet haben, in Projekte für Merzbach und Umgebung wieder eingebracht werden kann.

00:27:23: Gespräch: Und ich suche dann natürlich auch Kinderfeste der KJG. Und wenn ich dann die Kinder da rumhüpfen sehe.

00:27:31: Gespräch: Und das macht mir einfach Freude. Ja, ja, ja. Und das kommt ja noch on top zu der guten Stimmung, die Sie im Team erleben.

00:27:39: Gespräch: Ja, das muss ich sagen. Merkt man schon als Verkäufer oder auch als Käufer, wenn man am Buffet an der Waffel Schlange ansteht.

00:27:49: Gespräch: Da ist schon spürbar, dass es dass es Freude bereitet. Also, wenn Sie an die Zukunft der Börse denken, was wünschen Sie sich?

00:27:58: Gespräch: Oder was müsste passieren, damit das Ehrenamt in der nächsten Generation weitergeführt wird?

00:28:04: Gespräch: Also Sie hatten ja gesagt, Ihre Töchter waren auch schon dabei, sind sogar noch dabei.

00:28:09: Gespräch: Kathi kommt von Frankfurt und hilft mir, weil es ihr Spaß macht. Ja.

00:28:15: Gespräch: was wünsche ich mir? Erstmal haben wir ein ganz tolles Vorstandsteam. Es macht auch Spaß, mit denen zu arbeiten.

00:28:25: Gespräch: Ich hoffe, dass sie. Ja. Wir suchen jetzt eine zweite Vorsitzende. Dass sie. Dass die sich auch Die Neue oder der neue.

00:28:34: Gespräch: Sich in das Team gut einfügen kann. Dass das erst mal weiterläuft.

00:28:38: Gespräch: Das ist auch nicht so selbstverständlich.

00:28:42: Gespräch: Ja, Und wie ich vorhin schon sagte, Ich wünsche mir mehr Menschen, die wenigstens zwei Stunden investieren können, ohne dass sie irgendeine Leistung erhalten.

00:28:52: Gespräch: Und dass die Fröhlichkeit dabei bleibt. Und der Spaß? Ja, ja, schön.

00:28:59: Gespräch: Frau Fischer, ich danke Ihnen sehr, dass Sie da waren. Und die nächste Börse ist im April. Genau.

00:29:07: Gespräch: Aber Sie denken sicher heute schon dran. Ein wenig. Danke. Danke, dass ich hier sein darf.

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