Folge 18 - Mehr als ein Standort

Shownotes

In dieser Folge von „Rhein gehört“, dem Podcast der Stadt Rheinbach, ist Dr. Joachim Rasch zu Gast. Als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach (WFEG) verantwortet er unter anderem das Gründer- und Technologiezentrum Rheinbach (GTZ) und begleitet die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts.

Im Gespräch berichtet Dr. Rasch von seinem beruflichen Werdegang und erklärt, wie ihn sein Studium der Geografie sowie erste Praktika in der Wirtschaftsförderung zu seinem heutigen Beruf geführt haben. Nach Stationen in verschiedenen Städten kehrte er nach Rheinbach zurück und verbindet heute seine berufliche Erfahrung mit seiner Verbundenheit zur Heimatstadt.

Ein Schwerpunkt der Folge ist die Arbeit der WFEG. Erläutert wird, welche Aufgaben eine kommunale Wirtschaftsförderung übernimmt, wie Unternehmen begleitet werden und weshalb Standortentwicklung weit über klassische Unternehmensansiedlung hinausgeht. Dabei geht es auch um Flächenentwicklung, Gewerbegebiete und die Unterstützung von Unternehmen in unterschiedlichen Wachstumsphasen.

Außerdem wird auf das 30-jährige Bestehen des Gründer- und Technologiezentrums eingegangen. Das Gespräch beleuchtet dessen Bedeutung für Existenzgründungen, Innovationen und junge Unternehmen sowie die laufende Sanierung des Gebäudes. Ebenso werden Projekte wie die Rheinbacher Ausbildungsmesse und der Tag des offenen Gewerbegebiets vorgestellt, die Unternehmen, Fachkräfte und Interessierte miteinander vernetzen.

Neben fachlichen Einblicken zeigt die schnelle Fragerunde auch persönliche Seiten des Gastes – von seiner Begeisterung für komplexe Brettspiele über das Lesen bis hin zu seiner Leidenschaft für die Jagd. Gleichzeitig wird deutlich, welche Rolle Innovation, analytisches Denken und Heimatverbundenheit für seine tägliche Arbeit spielen. Die Folge bietet damit einen umfassenden Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung Rheinbachs und die Menschen, die sie gestalten.

In dieser Folge erfahren Sie:


✅ welche Aufgaben die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Rheinbach übernimmt
✅ welche Rolle das Gründer- und Technologiezentrum für den Standort spielt
✅ warum das GTZ seit 30 Jahren Innovationen unterstützt
✅ wie Unternehmen in Rheinbach begleitet werden
✅ welche Bedeutung Gewerbegebiete für die Stadtentwicklung haben
✅ welche Projekte die WFEG gemeinsam mit Unternehmen organisiert
✅ warum die Rheinbacher Ausbildungsmesse entstanden ist
✅ welche Erfahrungen Dr. Joachim Rasch aus anderen Kommunen mitbringt
✅ weshalb er nach Rheinbach zurückgekehrt ist
✅ welche Zukunftsperspektiven der Wirtschaftsstandort Rheinbach bietet

Transkript anzeigen

00:00:05:

00:00:25: Herzlich willkommen zu Reingehört, einer neuen Folge vom Podcast der Stadt Rheinbach.

00:00:32: WFWG, GTZ und ROG.

00:00:36: Manch einer könnte glauben ... Ich ziehe Tiere aus dem Lied mit freundlichen Grüßen von den Fantastischen Vieres im Jahr!

00:00:43: Da war ja nenne ich eigentlich nur einige von vielen Themen, mit denen sich mein heutiger Gast täglich beschäftigt.

00:00:55: Herzlich willkommen Dr.

00:00:57: Joachim Rasch!

00:00:58: Schönen Dank für die Einladung, freue mich hier zu sein.

00:01:00: Sehr

00:01:00: gerne.

00:01:02: Sie sind seit

00:01:03: Januar-Zw.A.,

00:01:05: Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft der Stadt Rheinbach WFG.

00:01:12: Erste Abkürzung genau

00:01:14: In dieser Funktion verantworten Sie unter anderem das zweite Abkürzung, Gründer und Technologizentrum Rheinbach.

00:01:23: Und begleiten die wirtschaftliche Entwicklung des Standorts.

00:01:26: Ich stelle sie kurz vor.

00:01:28: Sie sind in Bonn geboren, im Rheinbach aufgewachsen.

00:01:32: Kindergarten in der Luhäck GGS Wiederabkürzungen und das Palotti haben Sie besucht.

00:01:39: Sie haben Zivildienst in einem Altenheim in Aachen absolviert und dann das Studium der Geografie und Biologie in Bonn aufgenommen.

00:01:49: Sie haben als Diplomgeograph promoviert, sie sind ein Familienmensch, sie haben Freude am Lesen und an komplexen Spielen.

00:02:00: Sie gehen gerne joggen und spielen gern Gitarre!

00:02:03: Und auf die Frage nach Ihrem Lieblingsort in Rheinbach haben Sie mir zahlreiche genannt, sodass ich irgendwann das Gefühl hatte sie sind auch als Touristenführer Unterricht.

00:02:12: Sie scheinen die gesamte Stadt zu lieben.

00:02:14: Ihr Haus, ihre Nachbarschaft den Hexenturm und die Bachstraße Das Montemare Den Freizeitpark Den Wasserturm Den Stadtwald Das Waldkapellchen Und am allerliebsten Ihre Wir Die Gewerbegebiete.

00:02:29: So ist das, für etwas ungewöhnlich vielleicht.

00:02:31: Aber es ist tatsächlich, ich bin gerne dort!

00:02:34: Im Mittelpunkt des Gesprächs wollen wir heute über den Wirtschaftsstandort Rheinbach sprechen und das Dreißigjährige Jubiläum des GTZ mit seiner aktuellen Sanierung und die Rolle der BFEG bei so Projekten wie der Rheinbacher Ausbildungsmesse und dem Rhein-Bachtag des offenen Gewerbengebietes.

00:02:58: Bevor wir dazu kommen... Gibt's sich schnelle Runde.

00:03:02: Herr Dr.

00:03:02: Rasch, Frühaufsteher oder Nachtäule?

00:03:05: Frühaufstär.

00:03:07: Kochen nach Rezept- oder Freischnauze?

00:03:09: Freischnautse!

00:03:11: Wild im Wald oder wild auf dem Teller?

00:03:16: Wild in den Wald.

00:03:19: Essen Sie nicht so gerne Wild?

00:03:20: Doch total.

00:03:21: Achso

00:03:21: also erst Wild und dann Wild auf dem teller?

00:03:24: Es

00:03:24: kommt auf die Reihenfolge an.

00:03:26: Ich bin tatsächlich Jäger aber ich schieße mir mein Schnitzel selber.

00:03:32: Zaudari

00:03:35: Re.

00:03:37: Gasgrill oder Kohlegrill?

00:03:40: Gasgril.

00:03:41: Sachbuch oder Vegetaristik?

00:03:46: Beides, vielleicht doch eher das Sachbuch.

00:03:49: Kartenspiel- oder Brettspiel?

00:03:52: Gibt es auch beides ganz tolle Sachen.

00:03:53: dann vielleicht doch das komplexe Brettspiel

00:03:57: Landkarte oder Navi?

00:04:02: Navi

00:04:03: Risiko oder Sicherheit.

00:04:07: Der Jurist zahlt Kythrop an, also ich würde sagen eher Risiko doch.

00:04:13: Analytisch denken oder Intuition?

00:04:18: Analytische denken.

00:04:20: Schreibtisch- oder Außentermin?

00:04:23: Das sind aber schwierige Fragen!

00:04:27: Ich genieße mehr den Außenthermin.

00:04:30: Große Bühne oder Gespräche im kleinen Kreis?

00:04:34: Geht auch beides.

00:04:36: Wenn ich jetzt wählen müsste wäre tatsächlich vielleicht die Bühnen noch besser ja...

00:04:40: Heimat ist ein Ort oder Heimat sind die Menschen?

00:04:47: Da könnte man jetzt auch philosophieren.

00:04:48: Ich würde sagen, Heimat is ein Ort.

00:04:50: wenn ich mich jetzt festnageln lassen müsste.

00:04:54: Sie dürfen noch ein bisschen eine Tintin sagen.

00:04:56: also sie dürfen beides sagen.

00:04:59: Innovation fördern oder Tradition bewahren?

00:05:05: Auch bei mir schon

00:05:06: mutig.

00:05:07: Wenn ich jetzt beim Job bin dann geht es natürlich ganz klar um die Innovation zu fördern.

00:05:11: Also wenn wir hier jetzt GTZ denken was wir für spannende Betriebe haben Da geht es ganz klar um neues Entwickeln, neue Ideen verwirklichen.

00:05:19: Eine Geschäftsidee irgendwie zu verwiröglichen.

00:05:22: Also dann doch eher das Thema Innovation

00:05:26: und eine letzte Gründung begleiten oder Unternehmen beim Wachsen unterstützen?

00:05:32: Das unterscheidet sich ja kaum.

00:05:34: also ich würde sagen Unternehmen beim wachstum begleitet sind nämlich irgendwie alle.

00:05:40: Es entwickelt sich auch

00:05:42: genau.

00:05:42: Ja genau

00:05:44: Sie sind heute Geschäftsführer der.

00:05:48: Wie hat ihr beruflicher Weg sie in die Wirtschaftsförderung und schließlich wieder nach Rheinbach gebracht?

00:05:54: Ja, das ist eine lustige Geschichte wenn man so will.

00:05:56: Also ich habe der Geographie studiert wie Sie gerade schon gesagt haben.

00:05:59: es hat mich immer das Thema interessiert Städtebau Raumplanungen Flächenmanagement.

00:06:05: diese Geschichten fand ich immer irgendwie sehr spannend und da liegt Geografie sehr nahe.

00:06:09: Ich hab das dann in Bonn studiert.

00:06:11: auch während des Studiums muss man Praktika machen Und da führte mich tatsächlich eins der Praktika hier nach Rheinbach zur WVG, die war damals frisch gekündet worden.

00:06:23: Damals noch bei der Geschäftsführer Prof.

00:06:25: Buse und da gab es das GTZ noch gar nicht.

00:06:29: Das muss ich tippe vier, neunzig, fünfundneinzig gewesen sein.

00:06:33: Ja... Die Pläne des GTZ habe ich nämlich damals schon auf dem Tisch gesehen und hab' ich Praktikum bei der Wirtschaftsförderung gemacht.

00:06:38: Und das fand ich total spannend weil ist diese Dinge, die ich gerne machen wollte schon irgendwie so ein bisschen miteinander vereint.

00:06:46: Ich habe städtebauliche Themen, ich hab Flächenmanagementsthemen das ganze Thema Wirtschaft fand ich immer schon interessant.

00:06:54: Das Thema Standort, Standortqualitäten und da ist mir so ein Licht aufgegangen, der Menschwirtschaftsförderung ist eigentlich ein super Betätigungsfeld für Geografen ohnehin aber eben für mich im Speziellen.

00:07:05: Habt das dann auch immer irgendwo letztlich im Hinterkopf behalten?

00:07:08: ... bin beruflich an verschiedenen anderen Stellen tätig gewesen, ... ... bin der Wirtschaftsförderung aber immer irgendwie so ein bisschen toll geblieben.

00:07:18: Und der Kreis schloss ich dann zwanzig-dreiundzwanzig, als ich dann tatsächlich nach auch an anderen Stellen... ... wo ich Wirtschaftsführer und Betriebe dann wieder nach einfach Zug regehört bin.

00:07:27: Also insofern ist das so mein ganzes berufliches Leben lang schon das Thema gewesen was mich irgendwie... ... ja begeistert hat und gepackt hat genau!

00:07:35: Und umso schöner finde ich es dass jetzt für meine Heimatstadt quasi umsetzen und betreiben kann.

00:07:41: Sie sind in Rheinbach aufgewachsen und haben Erfahrungen im Bereich der Wirtschaftsförderung ja auch in Kleve mit, glaube ich, fünfundfünfzigtausend einen Hohenhandel rundherum?

00:07:52: Ja!

00:07:53: Und den Mönchengladbach – mit deutlich mehr?

00:07:55: Zweihundert

00:07:56: ... Zweiund zwanzig ... Siebzig oder sowas, ja.

00:08:00: Haben sie Erfahrung gesammelt und sind dann nach einigen anderen beruflichen Stationen wieder nach Rheinback zurückgekehrt?

00:08:08: Mit welchem Gefühl haben Sie damals den Posten übernommen?

00:08:11: Das ist ja doch ein Unterschied, so eine Kleinstadt außer dass es jetzt Ihre Heimat ist.

00:08:15: Aber das macht ja schon einen Unterschied.

00:08:17: Ja, ja!

00:08:18: Hundert Prozent.

00:08:20: Ich habe mich von der städtischen Größe her verkleidert wenn man will.

00:08:23: Man könnte ja damit einhergehen sagen und das wäre auch irgendwie qualitativ vielleicht nicht mehr so ganz spannend.

00:08:30: Das habe ich immer genau anders gesehen.

00:08:31: Und zwar habe ich Rheinbach nie aus dem Auge verloren, auch als ich in München-Gladbach tätig war... ...in der Wirtschaftsförderung und auch im Klebe als Geschäftsführer.

00:08:38: Habe ich Rheimbare immer im Blick behalten.

00:08:39: warum?

00:08:40: Weil hier so ja meine Eltern wohnen noch hier, meinen Bruder wohnt in Rheinbach.

00:08:44: Ich hab hier viele Freunde noch bekannte nach wie vor die ich pflege und auch genieße dass ich also hier noch eine Menge Menschen kenne.

00:08:54: Und ich habe auch die Wirtschaftsfahrung mit meinem Blick behalten und wusste das man hier eigentlich ein sehr sehr mutigen und sehr konsequenten.

00:09:01: wie ich gegangen ist mit der WFG, da haben wir noch mal die Abkürzung.

00:09:04: Sie ist eben nicht nur eine Wirtschaftsförderungsgesellschaft sondern auch eine Entwicklungsgesellschaft.

00:09:09: Wir sind ja diejenigen hier in Rheinbach die tatsächlich auf die Flächen kaufen und auch wieder verkaufen.

00:09:13: das ist ein Nicht-in-allen-Wirtschaftsfördernung so dass es sogar eher die Ausnahme.

00:09:18: Wirtschaftsforderungen machen in wesentlichen Punkten dasselbe aber eben es gibt ihm doch ne Menge Unterschiede.

00:09:25: Und Ich wusste dass man in Rheimbach einen sehr interessanten Weg gewählt hat mit der WVG und habe mich eigentlich verbessert, muss ich ganz klar sagen auf verschiedenen Ebenen.

00:09:35: Nicht nur dass es jetzt hier für mich emotional um eine Heimatstadt geht sondern eben ist erwähnt schon das ihr das Flächengeschäft quasi über die Wirtschaftsförderung abgewickelt wird finde ich eine total spannende Geschichte.

00:09:46: Das hatte ich in Klebe zum Beispiel nicht.

00:09:47: da hab' ich auch die Flächen vermarkte Thesis.

00:09:50: aber wenn's dann tatsächlich zu Schwur kam und ein Unternehmer gekauft hat.

00:09:55: Dann habe ich dann an die Verwaltung abgegeben und die Stadtverwaltung hat dann über Haupt- und Finanzausschuss- und Liegenschaftsausschuss und Rad den Beschluss herbeigeführt, und dann wurde die Fläche dann in der Unternehmer verkauft.

00:10:06: Ich fand das immer ein bisschen unglücklich weil man letztlich so einen Bruch im Vermarktungsablauf hatte Genieße ich hier sehr, dass wir als Wirtschaftsförderung das quasi in einem Rutsch machen können.

00:10:20: Einen Ansprechpartner für den Unternehmer und das sind wir und wir begleiten denen wirklich von der Anfrage bis zur Baufertigstellung.

00:10:28: Und das finde ich qualitativ war das für mich ein Fortschritt.

00:10:31: also insofern... Ich bin total happy!

00:10:34: Ja schön!

00:10:37: Das Gründer- und Technologizentrum feiert ja jetzt jetzt gerade sein dreißigjähriges Bestehen.

00:10:44: und welche Bedeutung hatte das GTZ damals für Rheinbach?

00:10:49: Und warum ist es bis heute ein wichtiger Baustein der wirtschaftlichen Entwicklung?

00:10:55: bzw.

00:10:56: wie viele Unternehmen sind hier ansässig?

00:10:58: Zirka dreißzig, ja fünfzehntigdreißig.

00:11:00: Das geschwankt immer ein bisschen.

00:11:03: Ja also die Bedeitung des GTZs ist besonders groß kann man gar nicht unterschätzen.

00:11:08: Warum?

00:11:09: weil Man damals in den neunziger Jahren nach dem Beschluss der Bundesregierung, dass man nach Berlin umzieht gesagt hat wir müssen uns in Rheinbach hier auf die Hinterbeine stellen und uns neu aufstellen.

00:11:22: Denn man war schon so ein bisschen nicht despektierlich klingen aber so ein wenig gemütliche Schlaf statt von Bonn.

00:11:30: Und man stellte fest wenn jetzt die Regierung wegzieht und die ganzen nachgeordneten Ämter

00:11:35: usw.,

00:11:35: das hat schon einen Bedeutungsverlust einher und wir müssen dem irgendwie begegnen.

00:11:40: Das in meinen Augen sehr gut verhandelt und auch hinbekommen.

00:11:43: Man hat zwei wirkliche Leuchttürme nach Rheinbach bekommen, einmal eben das GTZ.

00:11:48: Das ist eine große Einrichtung mit ca.

00:11:50: viertausend Quadramedern-Hutzfläche.

00:11:51: Es ist schon wirklich groß für eine Stadt wie Rheinbach als Gründer Technologiezentrum um Gründungen zu unterstützen, um junge Unternehmen zu fördern, um die Wirtschaftskraft zu stärken.

00:12:04: Und der zweite Leuchtturm war die Hochschule.

00:12:06: Das darf man noch nicht vergessen, das war natürlich für Rheinbach ein riesen Schub, dass man durch diese beiden Einrichtungen des GTZ und die HochSchule dafür gesorgt hat, dass eben in Rheinbach nicht... Ich sage mal, die Lichter ausgegangen sind natürlich nicht ausgegangen.

00:12:18: Und das sind zwei wesentliche Baustellen, die dazu geführt haben, dass Rheinback handlungsfähig blieb oder sich auf neue Füße gestellt hat.

00:12:24: so will ich mich baustrücken.

00:12:26: Das hat gut funktioniert und das GTZ funktioniert bis heute sehr gut hervorgebracht, die also heute noch in Rheinbach aktiv sind.

00:12:36: Natürlich gibt es auch Unternehmen den GTZ gestartet sind, die es nicht mehr gibt, auch welche, die Rheinbach verlassen haben und das ist nun mal ebenso, es gibt hier freie Standortwahl.

00:12:46: aber es gibt eben auch nicht wenige Unternehmen, die aus dem GTZ gewachsen sind hier in Rheimbach tätig sind mit Mitarbeitereffekten, mit Wertschöpfungseffekten, mit Steuereffekten all den Dingen, die damit zusammenhängen.

00:12:58: Und das ist für Rheinback ein ganz ganz wichtiger Baustein.

00:13:03: Wie nehmen Sie so die Entwicklung wahr?

00:13:05: Das sind ja viele junge Unternehmensgründer.

00:13:11: Da hat sich auch jetzt in den letzten vier Jahren, die sie nun hier sind aber sie haben es wahrscheinlich aus den letzten dreißig ein bisschen mitgekriegt und da ist ja die Entwicklung rasant.

00:13:22: Das verändert sich ja mit Herausforderungen und Anforderungen.

00:13:27: von den Unternehemsgründern, aber auch an die Unternehnungsgründe Start-up Unternehmen, da ist ja total viel im Gang.

00:13:34: Wie nehmen Sie das wahr?

00:13:35: Also das ist natürlich ein hochdynamischer Bereich.

00:13:41: Man muss natürlich immer so ein bisschen unterscheiden zwischen dem klassischen Gründer und dem Start up.

00:13:46: Da gibt es einen signifikanten Unterschied.

00:13:48: Der da wird... Ja der klassische Gründner soll jetzt mal der gründet sein oder verwirklicht seine Geschäftsidee für sich.

00:13:57: Er möchte quasi sein Unternehmen entwickeln, aufbauen.

00:14:01: Irgendwann Mitarbeiter einstellen um mit seinem Produkt und seiner Dienstleistung quasi sein Unternehmen letztlich irgendwie wachsen lassen und zum Blühen bringen.

00:14:12: Ein Start-up ist anders, ein Start up ist häufig nicht immer aber häufig eine Gründung wo sich ein Gründer, eine Person, eine Idee gemacht hat, die sie in so einer Geschäftsidee weiterentwickelt.

00:14:32: Die aber in aller Regel mit einer sogenannten Exit-Strategie verbunden ist.

00:14:36: also man macht das groß und größer und irgendwann kommt ein ganz großer der sagt bevor mir der hier zu groß wird schlucke ich den jetzt?

00:14:44: Das ist dann der Exit.

00:14:46: Es ist bei vielen Startups so und es ist gerade im Bereich der Biotechnologie die wir ja hier besonders stark fördern durch unsere Labore die wir haben.

00:14:54: Kommt das vor jetzt neulich... Also ist ein solches Unternehmen tatsächlich hier auch übernommen worden?

00:15:00: Das ist ganz normal.

00:15:02: Es ist gewünscht, dass eine solche Entwicklung dann stattfindet und dieses Unternehmen... Wird

00:15:06: nicht jetzt heuschrecke empfunden!

00:15:08: Nein gar nicht.

00:15:08: das ist sogar der Plan von Anfang an.

00:15:10: also man stellt fest keine Ahnung Bayer-Biontech wäre auch immer kann vielleicht eine Dienstleistung die vielleicht ganz interessant ist möglicherweise irgendwann mal übernehmen.

00:15:22: und dann fange ich damit an Und habe eine Idee dazu und entwickle das weiter, krieg vielleicht Fördergelde dazu.

00:15:28: Weil der Bund oder das Land das fördert durch die EU.

00:15:31: Und irgendwann wird dann ein großer auf mich aufmerksam und sagt Das ist spannend, das reiß ich mir unter Nage.

00:15:39: Okay!

00:15:39: Das ist der große Unterschied zwischen Start-up und Gründung.

00:15:43: Wobei das auch...das ist jetzt nicht so.

00:15:45: ... ganz trennscharfen.

00:15:46: Also da gibt es auch Unterschiede und auch Grauzonen... Ja,

00:15:49: aber der Hintergrund ist schon ein anderer.

00:15:50: Der

00:15:50: Hintergrund war ein

00:15:51: anderer!

00:15:51: Das habe ich jetzt verstanden.

00:15:53: Tatsächlich das wusste ich ja.

00:15:54: Und

00:15:54: gerade der Bereich Start-up ist eben hochgradig dynamisch und sehr, sehr heterogenen.

00:15:59: Da lernt man tolle Leute kennen die also wirklich mit fantastischen Ideen an den Markt gehen und sich mit all den Schwierigkeiten dann auseinandersetzen müssen um sowas ans Fliegen zu kriegen.

00:16:11: Und da versuchen wir zu unterstützen versuchen unseren Beitrag zu leisten, durch das GTZ als Einrichtung.

00:16:22: Ja, das GT Z hat natürlich jetzt eine lange Zeit von Entwicklung hinter sich aber gleichzeitig fällt das Jubiläum ja auch in einer Zeit des Aufbruchs nach den Flutschäden aus einem Zwanzig.

00:16:38: Blickt das GT-Z nicht nur zurück sondern auch gerade im Moment ganz klar nach vorne.

00:16:45: Die Sanierungsarbeiten laufen und was für ein Kapitel glauben Sie, wird in Rheinbach nun damit aufgeschlagen?

00:16:53: Das ist eine spannende Geschichte.

00:16:56: Also das GDZ hatte nach dem Flut- und den Flutschägen wir haben ja vier Erdgeschossblöcke verloren durch die Flut und mussten jetzt uns erst mal sortieren Und es ist im Aufsichtsrat und in den Gremien der WVG In der Stadt sehr intensiv darüber nachgedacht worden, was machen wir denn jetzt eigentlich?

00:17:15: Und es gibt einen gewissen Sanierungs- und Entstandhaltungsstau im GTZ.

00:17:20: Jetzt hatte man eben diese Flutschäden noch oben drauf und hat mir überlegt bis hin zu der Überlegung wie reißen möglicherweise komplett ab und bauen neu.

00:17:30: Also alle diese Varianten haben sich überlegt wobei die Grundidee nie in Frage gestellt wurde.

00:17:36: oder sagt der Motto Wir machen gar nichts mehr.

00:17:38: also das wurde nie diskutiert sondern wie machen wir's?

00:17:41: Und letztlich kam man dann im letzten Jahr zu der Entscheidung, zu sagen nein wir haben Flutopferhilfe NRW bekommen.

00:17:50: Wir sanieren diese vier Blöcke und das kriegen wir auch finanziert.

00:17:55: jetzt ist die spannende Frage wie gehen wir mit dem Instandhaltungsstau um?

00:17:58: Wir haben ein großes ich finde sehr schickes blaues Glas Dach.

00:18:02: Das ist nur leider in die Kainéale gekommen.

00:18:04: hier und da tropft es rein und gibt noch andere Dinge die nicht so optimal sind.

00:18:09: Wir können ja nicht diese vier Blöcke sanieren und es tropft Wasser durchs Dach, also das ergibt keinen Sinn.

00:18:14: Und deswegen hat man wieder überlegt wie gehen wir damit jetzt um?

00:18:17: Man hat tatsächlich dann sich intensiv Gedanken über die Finanzierungsmöglichkeiten gemacht und unter dem Strich, also ein ganz dickes Strich runtergemacht.

00:18:25: noch über fünfzehn Jahre gerechnet, können wir als WFG – das geht jetzt auch mit diesen Investitionen, die wir vorhaben weiter betreiben, das funktioniert deshalb weil die WVG sagt es ja eingangs wir sind eben auch eine Entwicklungsgesellschaft.

00:18:40: Wir machen das Grundstücks, das Gewerbegrundstücks Geschäft.

00:18:43: da bleibt immer ein Schnitt übrig mit diesen Mitteln, die wir da erwirtschaften sollen und werden auch neue Flächen für die Gewerbeanentwicklung natürlich erworben.

00:18:54: Aber wir können daraus einen gewissen Teil abzwacken und das eben ins GTZ stecken.

00:18:58: Und dass es eben lange rauf- und runtergerechnet worden hat, tatsächlich wirklich drauf mit Exel und sehr intensiv um mit verschiedenen Annahmen und will die da gar nicht mit langweilen.

00:19:06: aber denn dabei kam raus, dass ist über das Gewerbeflächen Potenzial was Reimbach eben noch hart glücklicherweise wenn der Wolbers Acker Richtung Wormastoff weiterentwickelt wird und auch andere Flächen.

00:19:17: dann ist das Potential dar und dann kriegen wir das über die Flächen Entwicklung auch ins GT Z so übertragen und quer subventioniert, dass das GTZ wieder zukunftsfähig gemacht werden kann.

00:19:27: Das ist genau das worauf Sie hier anspielen.

00:19:29: wir schlagen ein neues Kapitel auf zumal wir jetzt eben auch gerade einen der vier beschädigten Blöcke in einem ich sage immer in eine Labor-WG umwandeln wollen.

00:19:44: da haben ja in Steinwurf nähe die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg.

00:19:47: Die haben folgende Schwierigkeit wenn da jemand eine Entwicklung im Bereich Biotechnologie oder Biologiewoch immer hat, die man wirtschaftlich nutzen könnte.

00:19:58: Dann ist es leider in Deutschland so dass man relativ schnell diesen Leuten, die sich da betätigen diese Tätigkeit im Labor einer Hochschule untersagt.

00:20:08: Die Hochschulen darf nur Lehre und Forschung machen wenn man so bald man anfängt dann wirtschaftlicht tätig zu sein.

00:20:13: Und den Startup Gründen sind die daraus?

00:20:16: Und dann stehen sie damit mit der Hand schon.

00:20:18: und was machen?

00:20:19: wo gehen wir denn jetzt hin?

00:20:21: Und in Bonn ist das genauso.

00:20:22: Bonn hat auch keine einzigen Laborfläche, die zur Verfügung steht.

00:20:26: Privatbetriebene Laborgebäude gibt es kaum.

00:20:32: Warum?

00:20:32: Weil man eben sehr viel Geld in die Hand nehmen muss und sehr viel von einem Limiter nehmen muss.

00:20:39: Große Betriebe, große Aktiengesellschaften, Bayer

00:20:42: usw.,

00:20:42: kann sich das leisten wenn sie nicht selbst Irrlabore bezahlen.

00:20:45: Aber so ein kleines Start-up eben nicht.

00:20:47: Und genau in diese Bresche wollen wir als neues Kapitel immer so einsteigen, dass wir sagen, wir bieten gerade diesen jungen spannenden Startups jetzt hier im GTZ eine Möglichkeit in einen der Blöcke dann eben Dabotätigkeiten umzusetzen und überhaupt weiterzumachen und zu wachsen Fördergelder zusammen und sich zu entwickeln.

00:21:09: Wirtschaftsförderung.

00:21:11: Viele Menschen hören den Begriff und wissen gar nicht genau was dahintersteckt.

00:21:16: Wie würden Sie die Aufgaben der WFEG beschreiben?

00:21:19: Vielleicht am plastischsten, wenn sie kurz sagen, wenn Sie morgens ins Büro kommen.

00:21:26: Womit geht es dann los und wie geht's weiter?

00:21:29: Ja gut ich gucke natürlich als allererstes wie viele andere glaube ich heutzutage auch in die Mails und schau was ist da Neues aufgekommen, worum muss ich mich kümmern?

00:21:38: Was ist besonders dringend?

00:21:40: Was macht eine Wirtschaftsförderung?

00:21:43: Ich habe mal einen schönen Schönen Spruch gehört.

00:21:45: Herr Rasch, Wirtschaftsförderung heißt aber nicht, dass ich die Kneipen rein mache und alle besuche.

00:21:48: Das kann man gerne machen?

00:21:51: Ja!

00:21:52: Das ist aber jetzt nicht

00:21:53: vielleicht das Problem, damit wir uns

00:21:56: jeden Tag ein Tag ausbeschäftigen.

00:21:59: Nein es geht tatsächlich um was anderes.

00:22:00: Und zwar also ganz grob sind es drei Hochzeiten auf denen wir tanzen.

00:22:07: Das eine erwähnte schon ist das Thema Fläche Gewerbeimmobilie, Gewerbenfläche.

00:22:11: Wir verkaufen Gewerbekunstücke Und haben aber auch mit der Halle oder dem Büro zu tun, wie im GTZ.

00:22:18: Aber auch wenn ein Bürogebäude leer steht oder da Mieter gesucht werden dann sind wir da auch... Das klicken wir uns da auch mit ein.

00:22:26: Also Gewerbefläche, Gewerbeehmobilie das ist die eine Hochzeit.

00:22:30: Die zweite Hochzeit nennt sich Bestandspflege.

00:22:34: Ich mag den Begriff nicht so sehr, weil er schon ein bisschen impliziert.

00:22:37: Also da geht es darum, dass wir als Wirtschaftsförderung uns nicht nur um die Unternehmen kümmern, die eine Gewerbe im Mobilier suchen natürlich sondern auch um die, die schon da sind und ja Unterstützung brauchen bei was auch immer.

00:22:49: Ich könnte in unterschiedlichste Geschichten erzählen.

00:22:53: Die wollen wir betreuen und pflegen aber ich sage das schon mit Standsbetreuung klingt so wie der Gärtner wäre Gemüsegarten geht, also die Gewerbegebiete geht und mit der Gießkanne versucht die Unternehmen so zu bewässern dass sie also vernünftig wachsen können.

00:23:08: So ist es natürlich nicht.

00:23:09: ich bin kein Unternehmensberater der in die Unternehmen geht und dem Geschäftsführer sagt wir das noch alles viel besser machen kann da gibt's andere für sondern wir sind auf der Ebene darüber also gesamtstädtisch unterwegs.

00:23:19: Wir vernetzen die Unternehmer wir laden zu verschiedenen Veranstaltungen ein Impulsvorträge zu verschiedensten

00:23:27: Themen.

00:23:27: Das Unternehmerbierchen?

00:23:31: Da sind wir wieder bei der Wirtschaft!

00:23:32: Genau, da schließt sich der Kreis.

00:23:33: Das machen wir gemeinsam mit dem Gewerbeverein mit Oli Wolff und dem Gewerveverein Reimach, das wirklich unheimlich gut angenommen wird.

00:23:39: Da haben wir mittlerweile ein Luxusproblem, dass wir tatsächlich an Teilnehmergrenzen stoßen und tatsächlich wenn sich Leute zu spät anmelden, wir denen absagen müssen – das tut mir total leid.

00:23:52: Aber wenn ein kleineres Unternehmen vielleicht nicht so viel Platz hat, um nicht hundert und zwanzig Leute aufzunehmen.

00:23:57: Da müssen wir dann irgendwann einen Cut

00:23:58: machen.".

00:23:59: Aber ich war bei den Hochzeiten immobilien.

00:24:02: Zweite Hochzeit im Gewerbimmob... Bestandspflege, Bestandsbetreuung.

00:24:07: also wir versuchen die Unternehmer, die Unternehmen in Rheinbach zu vernetzen, zu begleiten, zu unterstützen bei den unterschiedlichsten Dingen.

00:24:16: was da eine ganz große Rolle spielt ist das Thema Verwaltung.

00:24:21: Es kommt nicht selten vor, dass ein Unternehmer mich anruft und sagt Herr Rasch ich habe einen Schreiben von der Waldung bekommen.

00:24:26: Ich schicke ihn das mal.

00:24:27: könnte man sagen was die vor mir wollen weil Verwaltung anders spricht als ein Unternehmert?

00:24:32: also das ist jetzt völlig wertfrei das ich will damit weder in die Verwaltungen doch irgendwie den Unternehmer irgendwie etwas unterstellen gegenteil.

00:24:38: aber die kommunizieren anders so und wir sind dazwischen und dann hören uns das Problem an und gucken mal wie viel mit einer Lösung?

00:24:44: Wie können wir denn das Problem irgendwie

00:24:46: übersetzen?

00:24:46: und übersetzen

00:24:47: genau was ist denn da gefordert und gewollt?

00:24:50: Und in der Regel findet man noch eine Lösung, also wenn man willig ist.

00:24:54: Auch bei der Verwaltung und auch beim Unternehmen, wenn man da ein bisschen Kompromiss bereitet, dann gibt es das.

00:24:59: Die dritte Hochzeit ist das Thema wirtschaftliches Standortmarketing.

00:25:04: Da wollen wir eben den Wirtschaftsstandort Rheinbach bewerben nach Außentragen.

00:25:09: Da fahren wir auf Messen jetzt im Oktober wieder auf die Gewerbeimmobilienmesse nach München, auf die Exporeal Und so weiter gibt es verschiedene Maßnahmen und Ideen, die wir da verwirklichen.

00:25:19: Also dass wir den Wirtschaftsstandort Rheinbach vermarkten das hat nur am Rande was mit Stadtmarketing zu tun.

00:25:26: Das ist tatsächlich etwas ganz anderes.

00:25:29: aber das ist ein anderer Schwerpunkt.

00:25:31: Da sind wir mit den Kollegen auch im guten Austausch.

00:25:33: Das funktioniert wunderbar.

00:25:35: Unsere Ansprechpartner unsere Kunden sind die Unternehmen.

00:25:39: Das sind diese drei Bereiche.

00:25:42: Und dann der vierte, wenn man so will.

00:25:43: Deswegen das Thema GTZ natürlich.

00:25:45: Das ist jetzt aber nicht bei jeder Wirtschaftsförderung quasi so, dass wir da so eine Mobilität quasi mit betreuen.

00:25:50: Aber das sind unsere vier Kernbereiche und das machen wir mit fünf Leuten.

00:25:55: Kleines Team, aber wir sind ein Schnellboot, ne?

00:25:57: Wir müssen schnell reagieren können.

00:26:00: Wenn so'n Tanker drin, dass der Kapitän das Steuerrad rum reißt, dann dauert's ein bisschen.

00:26:05: Bei uns geht es ganz schnell.

00:26:07: Super.

00:26:08: Ja, dazu gehört ja auch als kleines Boot auf dem Schnellboot die Rheinbacher Ausbildungsmesse.

00:26:16: Genau, Thema Jugend und erst mal nicht zwei Tausend Eins glaube

00:26:20: ich.

00:26:21: Ganz alte...

00:26:22: Genau!

00:26:23: Und die bringt ja letztlich Unternehmen und junge suchende Menschen zusammen.

00:26:29: Nicht hilfesuchende aber doch suchende ... eben doch in der Orientierungsphase sind.

00:26:37: Und warum oder ist das heute so?

00:26:40: Nehme ich es wahr, total ein wichtiger Punkt gerade für die Jugendlichen, die ja also früher.

00:26:46: zu meiner Zeit gab's irgendwie nicht fünf Ausbildungen, fünf Studiengänge und dann guckte man und heute gibt's davon hundert Ausbildung, hunderte Studiengänger und dann das ganze nochmal dual.

00:26:56: Also wird immer gesagt Ja, die Welt steht euch offen aber das kann auch sehr bedrohlich sein.

00:27:03: Ja,

00:27:03: das ist jetzt ein weites Held.

00:27:05: Das Thema Übergangsschule-Beruf spielt für uns als Wirtschaftsförderung auch eine große Rolle.

00:27:08: Das ist die zweite Hochzeit von der ich im Sparaltagebestandsbetreuung, wo wir eben die Unternehmen dabei unterstützen wollen, die richtigen Fachkräfte zu finden.

00:27:16: und das Thema Fachkräftemann ist immer noch in aller Munde und es ist für einen betrieben Mittelständler in Rheinbach natürlich eher schwierig jemanden weiter wegzulocken, dass er nach Rheimach kommt.

00:27:31: Rheimer bringt viele Qualitäten mit sich Also ist eine tolle Stadt, gar keine Frage will das jetzt nicht schlecht reden.

00:27:36: Aber es ist natürlich schon so wenn hier keine Ahnung dass Unternehmen WZR zum Beispiel in Rheinbach die Keramikforschung machen und Entwicklung.

00:27:45: Wenn die jetzt jemanden haben wollen der in München was in dem Bereich studiert hat oder in Berlin was weiß ich wo den jetzt nach einer tollen Abschlussarbeit die vielleicht sehr gut passen könnte denen nach Rheinbach zu locken.

00:27:56: das fällt tatsächlich schwer.

00:27:58: Das heißt wir müssen uns irgendwie etwas anderes überlegen Nach wie vor so, dass man am ehesten die Quelle vor Ort hier nutzen muss.

00:28:06: Man muss den Jugendlichen begeistern für die tollen Angebote, die wir in Rheinbach haben.

00:28:12: und da spielt die RAM noch eine Abkürzung.

00:28:16: Rheinbacher Ausbildungsmesse... In all den Jahren kein griffigerer Begriff eingefallen ist.

00:28:23: Deswegen sagen wir Rhein-Bacher Ausbildungsmesse geht es auch an eigene Webseite zu www.ausbildungsmesser-rheinbach.de.

00:28:27: Das findet jetzt wieder, wenn ihr es richtig im Kopf habt am neunzehnten, neunten Stadt an einem Brust an einem Samstag.

00:28:34: Wo wir eben Jugendliche und Jobsuchende natürlich bewegen wollen sich hier in das Allios-Messegebäude ich sage hier weil dies hier gegenüber vom GTZ eben ein reines Messe Gebäude was wir hier nutzen dürfen freundlicherweise eine ganz ganz tolle Einrichtung und Veranstaltung mit hundertzwanzig Ausstellern, die wir da haben.

00:28:53: Und da kommen Betriebe, die sich freuen über jeden der sich für sie interessiert ist.

00:28:57: Es ist ja früher so gewesen, Frau Kangus, Sie haben recht vor vielen Jahren sah die Welt völlig anders aus.

00:29:02: Da war auch die Arbeitswelt noch anders.

00:29:05: Dann bekam der Personaler, der eine Stelle ausgeschrieben hatte einen Stapel Bewerber und dann suchte er sich die drei vier fünf Besten aus... ...und dann legt er die ein zum Gespräch.

00:29:14: und dann guckt man mal.

00:29:16: Das ist heute genau umgekehrt!

00:29:17: Man muss sich als Betrieb bewerben.

00:29:21: ganz anders und ich unterscheide da ein Rheinbach oder auch über Heul generell eigentlich immer die Betriebe in zwei Gruppen.

00:29:27: Die eine Gruppe hat eine Personalabteilung, das sind die Unternehmen die das eigentlich um Schirm haben und all die anderen, die kleineren, die Handwerker

00:29:35: usw.,

00:29:36: wo der Chef das nebenher macht, das Thema Personal.

00:29:39: für die fällt das schwer und insofern haben wir so ne Messe und auch andere Maßnahmen auf die Beine gestellt dafür sorgen wollen, dass dieser Kontakt zwischen Jugendlichen, zwischen Schülerinnen und Schülern die sich für einen Ausbildungsbetrieb oder für eine Studium in Reimach interessieren das sie eine Möglichkeit haben hier indirekten Kontakt mit den Betrieben zu kommen.

00:29:59: Das brummt ja auch da!

00:30:00: Die

00:30:00: Messe ist immer voll wir lassen immer auch zählen und wir haben um die drei dreieinhalb tausend Besucher.

00:30:07: Wir machen uns bewusst an einem Samstag, weil wir sagen es gibt andere Berufsorientierungsmessen wo an dem Wochentag die Schulen dann alle Schüler verdonnern.

00:30:15: Ich sage das so flapsig dahin zu gehen.

00:30:18: Das machen wir bewusst nicht.

00:30:19: warum?

00:30:20: Weil ist natürlich schon so ist dass auf solchen Messen wo die Schulklassen komplett hingehen müssen.

00:30:27: Ich sag mal, vielleicht ein Drittel da gar keine Lust drauf hat und die schlopfen dann.

00:30:30: Die Motivation ist eine andere Ehrung?

00:30:32: Genau!

00:30:32: Und das haben wir eben nicht... Das spiegeln uns auch die Unternehmen wieder, die mitmachen bei uns, die bei uns ausstellen, die sagen, bei euch ist es wirklich so, dass die Jugendlichen, die herkommen, die haben Bock darauf, die interessieren sich dafür, sie suchen Informationen und das hat wirklich was mit Qualität zu tun.

00:30:46: Ja, die kommen bewusst, ne?

00:30:47: Genau, so ist es.

00:30:48: Ein

00:30:50: anderes Thema ist der Reinbach-Tag des offenen Gewerbegebietes.

00:30:55: Rock noch schon abgehört, genau!

00:30:57: Ich habe Vokabeln gelernt, genau.

00:30:59: Bock!

00:31:00: Der ermöglicht ja einen Blick hinter die Kulissen von vielen Unternehmen.

00:31:06: Welche Idee steckt hinter der Veranstaltung beziehungsweise was wünschen Sie sich?

00:31:11: Was die Besucherinnen und Besucher am Ende des Tages mit nach Hause nehmen?

00:31:15: Ja also ich finde es total schade.

00:31:17: wir erleben das immer wieder.

00:31:18: wenn ich in meinem Bekanntenkreis oder auch meine Kollegen so von den Betrieben in Rheinbach erzählen dann sagen dann hören wir ganz oft ach du wusste sicher gar nicht Wie kenne ich gar nicht?

00:31:28: Welcher Betrieb ist das?

00:31:30: Keine Ahnung.

00:31:31: Und das fanden wir so schade, dass also so viele spannende Betriebe die hier wirklich... Also ich war neulich noch mit dem Bürgermeister beim Betrieb, die haben hinter einem Empfangstresen ein Globus und da sind die ganzen Leuchtkügelchen, die auf dem Globus sind.

00:31:45: Das sind überall Standorte wo sie also ihre Produkte inverkauft haben.

00:31:49: Sie sagten mir der Geschäftsführer noch hier, der Markt ist der Globus für uns aus Rheinbach.

00:31:54: das haben viele überhaupt nicht aufm Schirm Null Und das wollen wir so'n bisschen damit aufbrechen dass wir also die Betriebe gebeten haben öffnet doch mal eure Türen vom kleinen Handwerker über den Mittelständler über ein Handelsunternehmen was auch immer.

00:32:06: ihr könnt tolle Sachen zeigen.

00:32:07: Wir müssen immer so ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten weil Die Betriebe und auch die Geschäftsführer immer so glauben, ja ich mach das hier jeden Tag.

00:32:14: Was soll da besonders sein?

00:32:16: Das ist das Normale!

00:32:17: Und wir sein Toch glaubt uns, dass es was besonderes ist.

00:32:19: Es haben viele überhaupt nicht um Schirm, was ihr hier so macht.

00:32:22: Und mit diesem Rheinwacht-Tag des offenen Gewergerbiets gibt's auch eine eigene Internetseite zu übrigens rheinwachtag.de alles zusammengeschrieben, da wird das alles nochmal aufgedröselt und beschrieben.

00:32:34: Und wir wollen eben die Rheinbacher Stabgesellschaft nicht nur die Jugendlichen, die natürlich ganz besonders aber die gesamte Stadtgesellschaft einladen an diesem Tag die Gewerbegebiete zu besuchen, die ich ohnehin gerne besuche und da die Betriebe einfach mal lernen was wir hier für tolle Unternehmen in Rheinbach haben.

00:32:50: Wenn Sie auf die Unternehmen in Reinbach gucken welche Chancen sehen sie für den Standort in kommenden Jahren?

00:32:57: Das ist jetzt der berühmte Blick in die Glaskuppe.

00:32:59: Ich habe zwar tatsächlich eine bei mir auf dem Schreibtisch stehen, aber sie sagt mir auch nicht über die Wahrheit.

00:33:04: Nein ich glaube, Reimbach ist gut aufgestellt.

00:33:07: man hat in den neunzigern Jahren, ich hatte das ja schon so ein bisschen beschrieben damals gedacht oder überlegt wir konzentrieren uns ein wenig auf eine Branche, auf die Branche Glaskeramik neue Werkstoffe, so hieß es damals?

00:33:24: Vor- und Nachteile.

00:33:25: Man hat es als Rheinbach dann aber relativ schnell auch wieder an Akta gelegt, weil letztlich der Markt dafür nicht groß genug ist oder man ist dazu übergegangen quasi sehr divers vorzugehen.

00:33:35: wir haben eine hohe diese Fizikationen der Unternehmen in Rheinback unterschiedlichster Art und das auch gut so denn das macht den Wirtschaftsstandort Rheinfach sehr stabil.

00:33:45: wenn die eine Branche vielleicht ein Problem hat dann sind die anderen eben noch handlungsfähig und auch wirtschaftlich erfolgreich unterwegs.

00:33:53: Ich bin ganz froh, dass man nicht Haribo gekriegt hat damals.

00:33:56: Das war ja tief im Gespräch.

00:33:58: der ganze Wolbers Ackerwärme das genannte Gewerbegebiet wäre von Haribo besetzt worden.

00:34:04: Das kann man machen.

00:34:05: Man ist aber dann natürlich sehr abhängig und wenn irgendwann rauskommt keine Ahnung Gummisüßmittel süß.

00:34:12: Das

00:34:13: ist wie die Monokultur in der Landwirtschaft.

00:34:14: Exakt

00:34:15: so ist es.

00:34:17: Wenn man jetzt nur auf den Gewerbesteuer guckt und so lange das Unternehmen gut geht, ist das eine feine Sache?

00:34:22: Aber man steht eben auf einem Bein.

00:34:24: Und wenn das anfängt zu wackeln, dann wackelt die ganze Stadt.

00:34:26: Das ist natürlich gefährlich und insofern hat man das in Rheinbach glaube ich ganz gluck gemacht.

00:34:30: Wir haben viele sehr unterschiedliche Betriebe da sind wir wieder beim Rock, die sich mal vorstellen wollen.

00:34:38: Ich glaube da ist Rheinbach gut aufgestellt und in sofern Zukunft.

00:34:41: ja es wird nicht einfacher weil das sind jetzt aber Probleme, die nicht heimerspezifisch sind.

00:34:50: Die Energie ist zu teuer aus verschiedensten Gründen.

00:34:52: Das ist aber auch Haus gemacht, es gibt viel Bürokratie und nicht nur aus Reibern natürlich.

00:34:58: das ist ein Riesenproblem für die Unternehmen usw.

00:35:03: Aber ich glaube Reimann ist gut aufgestellt, die Betriebe sind gut aufgestellt und wir können hier ganz zuversichtlich in die Zukunft gucken.

00:35:13: Welche Projekte oder Entwicklungen möchten Sie?

00:35:18: in den nächsten Jahren gemeinsam mit der WFEG voranbringen.

00:35:22: Sie hatten ja schon angedeutet, die Schüler oder die Jugend im Sprung, also selbstständige Leben jetzt nicht in die Selbstständigkeit sondern nach der Schule, nach Abschluss der Schule.

00:35:34: liegt Ihnen am Herzen würden sie das nochmal konkretisieren können?

00:35:39: Oder gibt es noch andere Themen?

00:35:41: Vorrangig ist jetzt... oder was heißt vorrangig?

00:35:42: ich bin natürlich steckummentiv in dem Thema Sanierung GTZ und das Thema dann Ansiedlung oder Mieter zu finden, die gerade auch im Biotechnologiebereich daneben uns hier bereichern und eben dann auch hoffentlich so erfolgreich sind dass wir den ein oder anderen in den nächsten Jahren aus dem GTZ herauswachsen lassen können.

00:36:00: Die auch wirklich dann erfolgreich sind und diese Stadt Rheinbach mit weiteren tollen Unternehmen dann auch beglücken können.

00:36:09: Das Thema Übergangsschule-Beruf ist tatsächlich eine Herzensangelegenheit von mir aus verschiedensten Gründen, will ich gar nicht jetzt so groß ausbreiten.

00:36:16: Aber das wäre auch für mich noch ein Zukunftsthema, dass wir viel stärker noch jungliche Befähigen eine bewusste Berufs-, oder Studienentscheidung zu treffen.

00:36:27: Das ist in meinen Augen heutzutage doch sehr... Wie soll ich das sagen?

00:36:32: eben unbewusst und so'n bisschen wage so.

00:36:35: Mehr das Ausschlussprinzip.

00:36:36: ne was will ich nicht gut dann mache

00:36:38: So ungefähr oder man fragt den Freund, ob der jetzt die Richtige ist.

00:36:41: Was machst du denn?

00:36:42: Ja ich studiere Jura in Bonn.

00:36:43: Ach ja dann mach' ich das auch so nach dem Motto und das hat nichts mit Berufsorientierung zu

00:36:47: tun.".

00:36:48: Und da könnte Schule... Die Schulwelt noch glaube ich eine ganze Menge mehr tun, sage ich jetzt mal.

00:36:53: Ich hab natürlich ne Wirtschaftsbrille auf ganz klar!

00:36:55: Ich kann verstehen dass Schulen nicht zu Unrecht sagen, boah jetzt dieses Thema vielleicht ist auch noch oben drauf und wir gehen doch hier eigentlich Unterrichtsfächer und die Befähigung dann das Leben in den Griff zu kriegen oder dann zu führen nach dem Abi oder nach der zehnten Klasse, das müssen die Jugendlichen dann irgendwie selber ein Griff

00:37:14: bekommen.

00:37:14: Ja aber es ist auch eine gewisse Reife und man möchte ja selbstständige Menschen heranziehen, die sich im Alltag zurechtfinden und nicht in der Blase der Schule stecken bleiben.

00:37:28: Genau so ist es.

00:37:31: Es gibt so viele tolle Möglichkeiten beim dranatvierzig Ausbildungsberuf für drei Paar auf, paar runter.

00:37:36: So genau habe ich die Zahl nicht im Kopf und wir haben zweieinhalb Tausend Studiengänge nur in Nordrhein-Westfalen.

00:37:42: also das ist so manikwaltig.

00:37:44: also jetzt für die Jugendlichen schon echte Herausforderungen da das Richtigen für sich zu finden.

00:37:49: Und da wollen wir ein bisschen ansetzen Also die Betriebe stärker mit den Schulen in Verbindung bringen in Mathe oder im Physik- und Chemieunterricht Dinge, die wir hier machen.

00:38:00: Vielleicht mal damit in Verbindung zu bringen.

00:38:03: Unterschiedlichste Art liegt in der Schublade.

00:38:05: Wir wollen das jetzt ein bisschen stärker auf die Beine stellen haben.

00:38:09: schon letzte, man war das vor zwei Wochen einen Treffen mit den Schulleitern gehabt wurde Bürgermeister mit dabei wo wir das auch noch einmal angesprochen haben.

00:38:17: Da sammeln wir jetzt gerade mal eine Bestandsaufnahme und dann werden wir auch unsere Angebote nochmal verfeinern.

00:38:22: Und da gehen wir auf die Schulen damit zu, dass in der Hoffnung, dass wir so interessante Angebote für die Schulen schaffen können.

00:38:29: Dass am Ende bei den Jugendlichen so viel Information ankommt und dass sie eben befähigt werden eine bewusste Entscheidung für mich natürlich, ihnen reinmacht zu finden und diese Entscheidung zu fällen – das wäre natürlich mein Ziel!

00:38:41: Ja... Schönen vielen Dank für den Einblick Herr Dr.

00:38:44: Roth.

00:38:44: Gerne.

00:38:45: Und ja alles Gute.

00:38:47: Danke

00:38:47: Frau Kranke, gerne.

00:38:57: Reingehört.

00:38:58: Der Podcast der Stadt Rheinbach.

00:39:01: Seien Sie gespannt auf die nächsten Folgen!

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