Folge 13 Starkregenschutz beginnt vor Ort
Shownotes
Fünf Jahre nach dem Starkregen- und Hochwasserereignis vom 14. Juli 2021 blickt diese Folge auf die Entwicklungen beim Hochwasser- und Starkregenschutz in Rheinbach. Zu Gast ist Norbert Weiß, der stellvertretend für die siebenköpfige Initiative "Starkregen- und Hochwasserschutz im Rodderfeld" über die Entstehung der Initiative, ihre Arbeitsweise und ihre Ziele spricht.
Im Mittelpunkt des Gesprächs steht die Frage, wie sich wirksamer Hochwasserschutz entwickeln lässt. Dabei wird deutlich, dass kurzfristige Maßnahmen ebenso notwendig sind wie langfristige Konzepte. Die Initiative setzt auf eine systematische Analyse der Ereignisse, um daraus praktikable Lösungen abzuleiten. Verschiedene fachliche Kompetenzen aus den Bereichen Organisation, Ingenieurwesen, Verwaltung, Gewässerbeobachtung und Projektentwicklung fließen dabei zusammen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit zwischen Bürgerschaft, Verwaltung und Fachleuten. Norbert Weiß beschreibt, wie sich aus einem Bürgerantrag ein konstruktiver Austausch entwickelt hat und welche Bedeutung gemeinsame Analysen sowie regelmäßige Abstimmungen für die Umsetzung von Maßnahmen haben. Dabei wird deutlich, dass Hochwasserschutz nicht an Stadt- oder Ortsteilgrenzen endet, sondern als gesamtstädtische Aufgabe verstanden werden muss. Ebenso spielt die private Vorsorge in Eigenverantwortung eine wichtige Rolle.
Das Gespräch zeigt außerdem, dass erfolgreiche Lösungen auf nachvollziehbaren Daten, Ortskenntnis und einem ganzheitlichen Blick beruhen. Neben kurzfristig umsetzbaren Verbesserungen werden auch langfristige Projekte betrachtet, die einen nachhaltigen Schutz vor zukünftigen Starkregenereignissen ermöglichen sollen. Dabei geht es nicht nur um technische Maßnahmen, sondern ebenso um Zusammenarbeit, Kommunikation und den Austausch von Erfahrungen.
Diese Folge gibt einen Einblick in die Arbeit einer engagierten Initiative und zeigt, wie unterschiedliche Perspektiven gemeinsam dazu beitragen können, den Hochwasser- und Starkregenschutz in Rheinbach weiterzuentwickeln.
In dieser Folge erfahren Sie:
✅ warum der 14. Juli 2021 weiterhin ein wichtiger Bezugspunkt für den Hochwasserschutz ist
✅ welche Ziele die Initiative Starkregen- und Hochwasserschutz verfolgt
✅ wie Bürgerinitiative und Stadtverwaltung zusammenarbeiten
✅ warum Analysen die Grundlage jeder Maßnahme bilden
✅ welche kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen betrachtet werden
✅ weshalb Hochwasserschutz als gesamtstädtische Aufgabe verstanden wird
✅ welche Rolle Fachwissen aus unterschiedlichen Bereichen spielt
✅ warum Ortskenntnis und Daten gleichermaßen wichtig sind
✅ weshalb auch private Vorsorge zum Hochwasserschutz gehört
✅ welche Perspektiven für den zukünftigen Schutz vor Starkregen aufgezeigt werden
Transkript anzeigen
00:00:05:
00:00:25: Herzlich Willkommen zu Reingehörd, einer neuen Folge vom Podcast der Stadt Rheinbach.
00:00:32: Fünf Jahre ist es her!
00:00:34: Der vierzehnte Juli-Zwei-Tausend-Einenzwanzig – ein Tag an dem nahezu zwei Hundert Liter pro Quadratmeter in acht Stunden in unserer Region an Regenwasser runtergehen.
00:00:47: Es geht heute um ein Thema, das viele Menschen im Rheinbach seit dem Starkregen- und Hochwasserereignissen der vergangenen Jahre beschäftigt den Schutz vor zukünftigen Extremwetterlagen.
00:00:59: Zu Gast ist heute Norbert Weiß, der stellvertretend für die Initiativgruppe Starkregenschutz Hochwasserschutz im Rodderfeld spricht.
00:01:08: Herzlich willkommen!
00:01:12: Und auch vielen Dank für Ihr Interesse an dem Thema.
00:01:15: Ja, fünf Jahre ist es her und wir werfen heute gemeinsam einen Blick auf die Arbeit der Initiative und ihre Ideen für den lokalen Hochwasserschutz und die Zusammenarbeit von Bürgerschafts-, Verwaltung- und Fachleuten – ist damit ja auch beinhaltet.
00:01:34: Sie leben seit in Rheinbach, Anfangs ins Plerzheim und seit gut dreißig Jahren im Rodderfeld.
00:01:42: Sie sind gelernter Vermessungstechniker und arbeiten als selbstständiger Sachverständiger für Immobilienbewertungen.
00:01:50: Sie arbeiten darüber hinaus, gerne im Garten haben sie mir gesagt und lesen und malen und diskutieren leidenschaftlich gern.
00:01:58: Das ist eine extra Ausgabe heute!
00:02:02: Im Podcast sprechen Sie stellvertretend für eine siebenköpfige Initiative, deren Mitglieder unterschiedliche beruflich und persönliche Erfahrungen einbringen.
00:02:13: Dazu gehören Kompetenzen aus der Organisation, aus dem Ingenieurwesen, Aus der Verwaltung ja der Gewässerbeobachtung und Projektentwicklung Und gemeinsam verfolgen Sie das Ziel Praktipable Lösungen zu entwickeln für den Schutz vor Starkregen und Hochwasser.
00:02:36: Und diese auch in den öffentlichen Dialog zu bringen, um ein Thema drauszumachen.
00:02:40: Deswegen treffen wir uns heute hier.
00:02:43: Da Sie aber nun alleine mein Gegenüber sind – ich ja immer die Entwederoder-Fragen stelle am Anfang – sind Sie fällig?
00:02:53: Ja!
00:02:54: Okay.
00:02:54: Einverstanden.
00:02:55: Herr
00:02:55: Weiß, Flerzheim oder Rodderfeld?
00:02:59: Pinsel oder Spaten?
00:03:04: Pinsel.
00:03:06: Staudenbeet oder Nutzgarten?
00:03:09: Staudendbeet.
00:03:10: Fachbuch oder Roman?
00:03:12: Fachbuch.
00:03:13: Schreibtischarbeit- oder Baustellebesichtigen?
00:03:17: Ja, gehört beides dazu!
00:03:19: Beides ist wichtig.
00:03:21: Altes Fachwerk oder moderne Architektur?
00:03:25: Ja schon moderne Archeitektur.
00:03:27: Immobilien bewerten oder Immobilie entwickeln?
00:03:32: Immobilien entwickeln ist schon spannender.
00:03:35: Wir können es beobachten, ihr sehts da aus.
00:03:37: War eine schöne Arbeit.
00:03:39: Prü-Plan oder spontan reagieren?
00:03:43: Ich bin eher planungsfähig.
00:03:46: Analytisch denken oder pragmatisch handeln?
00:03:49: Muss beides zusammenkommen haben wir auch praktiziert jetzt auch bei unserer Starkregentruppe.
00:03:56: das muss immer beides dabei sein
00:03:58: Kleine Maßnahmen mit schneller Wirkung oder großes Projekt mit langfristiger Wirkung?
00:04:04: Auch hier beides, wir brauchen schnelle Maßnahmen die wirken.
00:04:10: Aber wir müssen auch den Blick weiten eben auf die großen und unteraus sehr kostspieligen Maßnahmen, die dann eine langfristige Sicherungswirkung
00:04:19: haben.
00:04:21: Ortsbegehungen oder Luftbild?
00:04:25: Luftbild ist zur ersten Orientierung gut, aber Ortsbegehung gibt eigentlich erst die Details offen.
00:04:33: Maßband oder Drohne?
00:04:36: Ja ich bin ja schon ein bisschen älter.
00:04:39: Ich bin mit dem Maßband aufgewachsen und... Aber man muss eben erkennen, die Drohnung hat schon einen riesen Vorteil.
00:04:48: Zahlen und Fakten oder Bauchgefühl?
00:04:52: Bürgerinitiativ- oder Behördenrunde?
00:04:58: Gut, ich bin jetzt hier für die Bürgerinitiative.
00:05:02: Also bin ich erst mal fürs Bürge-Engagement.
00:05:05: Siehe aber auch die Bedeutung der Verwaltung.
00:05:08: Es ist ja auch zusammenarbeiten?
00:05:13: Ja es ist ein Zusammenarbeit und wir werden sicherlich noch drauf kommen.
00:05:18: Man hört das an vielen Stellen.
00:05:19: Achja!
00:05:20: Die Verwaltungen gesitzt da und tut nichts.
00:05:23: Dieses Bild kann ich nicht bestätigen.
00:05:26: Ich sage das nicht... Weil das hier im Podcast der Stadt Rheinbach ist oder weil ich ja bin auch nicht für Lobhut Leib bekannt.
00:05:33: Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung war von Anfang an gegeben und sie war gut.
00:05:39: Wir haben unterschiedliche Auffassungen in den einzelnen Punkten mitunter gehabt Und es ging uns alles auch nicht schnell genug.
00:05:47: Aber insgesamt muss ich sagen, wir sind gehört worden bis heute.
00:05:52: Wir sind in Regen und wir sind im konstruktiven Austausch Und das, was wir vorgeschlagen haben ist den weiten Teilen auch umgesetzt worden.
00:06:00: Wir haben keinen Grund zur Klage.
00:06:03: Die Zusammenarbeit mit der Verwaltung war gut.
00:06:06: Ja und da sind wir auch genau direkt im Thema.
00:06:09: Vielen Dank für die schnellen Antworten!
00:06:13: In dem Befund-und-Maßnahmen-Katalog bei dem Durga-Antrag im August XXI dabei war war ja auch ganz übersichtlich und klar strukturiert eine Reihe von Befunden aufgeführt.
00:06:29: Und diese, die kurz- und mittelfristigen und regelmäßigen und dannfristigen Maßnahmen an die Seite gestellt.
00:06:38: So wie das da formuliert war, war es sehr alltachtstauglich und sehr klar.
00:06:44: Es wird dort auch eine Durchführung nach Notwendigkeit dargestellt und nicht nach Quarländer beworben.
00:06:53: Und zwischen den Zeilen habe ich da viel Kompromissbereitschaft gelesen, aber auch eine ganz große Klarheit.
00:06:59: also die Maßnahmen sollten nicht durchführbar sein... Also sollten die Maßnahmen nicht durchführbar sein sind Alternative-Losenungen gerne gehört Ablehnung alleine genügend nicht.
00:07:11: Den Satz fand ich richtig gut Denn damit, ja der Stellenwert hatte Aufmerksamkeit.
00:07:18: Es ging Ihnen nicht darum dass große Phrasen gedroschen wurden sondern das war im Grunde so lesig.
00:07:24: heute ein Auftakt für regelmäßiges Abstimmen mit einer Perspektive für Veränderungen.
00:07:32: Ja absolut wir waren uns in dieser Gruppe relativ schnell einig, dass wir zunächst mal analysieren müssen Das ist wie beim Arzt erste Diagnose und dann die Therapie.
00:07:45: Und nicht zu vorschnell mit einzelnen Maßnahmen kommen, sondern versuchen Gesamtkonzept zu entwickeln, dass alle die vielen unterschiedlichen Aspekte, die jedenfalls dieses starken Ereignis im Rotterfeld ausgelöst hat auch angemessen, angehend zu können.
00:08:04: Es hatte eben viele Aspechte – manche konnte man schnell erledigen, manche sind eben auf der Mittelfrist und manche sehen auch auf der Langfrist.
00:08:13: Es darf ja sowieso nicht den Stecknadelpunkt angeschaut werden, sondern es sind kommunale Maßnahmen, interkommunale Zusammenarbeit und letztlich auch eine private Vorsorge.
00:08:28: Die Eigeninitiative ist klar da – also die Stadt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz.
00:08:37: Die Stadt verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz über das gesamte Stadtgebiet.
00:08:42: Das ist auch ihre Aufgabe.
00:08:44: Natürlich darf sie nicht nur das Horderfeld beruchteilen und begutachten und je etwas machen, sondern sie ist verantwortlich für das gesamtes Stadtgebieten.
00:08:55: Für die Stadtkern, für die Ortschaften ob hier Richtung Rheintal oder in den Höhenlagen.
00:09:02: Sie muss ein Gesamtkonzept für jedes einzelne Ortschaftel befinden.
00:09:07: Und wir hatten immer den Eindruck, dass die Stadt schon dankbar ist.
00:09:09: Dass sie mit uns eben eine Gruppe hat, die sehr ansprechen kann, die im Detail genau sagen kann was im Juli zwanzig-einezwanzig passiert ist.
00:09:21: Detailkenntnisse, die man auch in der Verwaltung so nicht haben konnte.
00:09:26: Können Sie die Gruppe einmal kurz vorstellen oder wie Sie sich gefunden haben?
00:09:29: Also einmal die verschiedenen Mitglieder und aber auch wie Sie zusammengekommen sind.
00:09:34: Also zunächst der Gruppe selbst.
00:09:36: Die besteht aus sieben Personen, die alle ihre Berufs- und Lebenserfahrungen mit einbringen.
00:09:49: Da ist zum Beispiel Peter Bohrer, der als ehemaliger Bundeswehrgeneral eben sehr klar strukturiertes Erdenken in die Gruppe einbringt, der sehr großes Organisationstalent ist.
00:10:04: Das ist Alfred Klays und Frank Gröschel, die als Ingenieure sehr hohe Kompetenz in allen Fragen der Versorgungstechnik gerade Gas- und Wasser mit in die Europa einbringen.
00:10:17: Christoph Bartscher, der seine Kommunalerfahrungen hier einspeisen kann und dem üben auch unser Sprachrohr ist.
00:10:25: zu den zu unseren Nachbarn.
00:10:29: das Wohngebiet ist ja relativ groß oder fällt Und wir haben eben Kontakt zu, ich denke mal etwa zwei Dritte aller Bewohner.
00:10:38: Das macht der Christoph Bartscher.
00:10:41: Dann haben wir zwei Kollegen Reiner Vers bei und Uwe Fröhlich, die sie vor allen Dingen um das Thema Wald kümmern.
00:10:51: Ihnen dieses Vor allen Dingen zu verdanken dass wir seit zwei Jahren dieses Thema durchlässige Dämme im Wald realisieren und das machen wir in dem Paar wirklich selber.
00:11:02: Das war im April jetzt?
00:11:04: Es war letztes Jahr im April, und wir haben es in diesem Jahr dann wiederholen den Abstimmung mit dem Förster- und auch mit der Stadtverhörtersee mit dem Bauamt.
00:11:14: Den Wald genau zu analysieren ist keine ebene Fläche sondern die Drogafie sehr unterschiedlich mit sehr vielen Strukturen, Vertiefungen und hier eignen sich eben diese kleinen Welle die wir aus Holz dann bauen, die an sich durchsichtig sind.
00:11:31: Aber das Wasser trotzdem hier im Haufen halten mit dem Ziel dass das Wasser am besten da bleibt wo es auch am meisten gebaut wird nämlich im Wald und abgefangen wird bevor das besiedelte Bereich dann auch erreichen kann.
00:11:46: Und diese Maßnahmen halten wir für hocheffizient und auch für sehr interessant.
00:11:51: gerade bei einer Förstball-Uwe Fröhlich, die das sehr intensiv betreuen haben inzwischen auch für diese Maßnahmen überregionale Anerkennung gefunden.
00:12:03: Inzwischen kommen Leute aus der Ahr, um sich anzuschauen was wir ihr machen.
00:12:09: und aus vielen anderen Kommunen und Gebieten kommen auch Leute einfach mal schauen was wir da machen wie wir das machen.
00:12:16: Und dass ist eben die Stärke dieser Gruppe, dass wir aus unterschiedlichen Fakultäten kommen und jeder seine Dinge einbringen kann.
00:12:25: und das hat sich alles ausgesprochen.
00:12:27: Ja, schlagkräftig ihr Wiesen und es wird von der Stadt auch anerkannt.
00:12:32: Und wie haben Sie sich damals faktisch gefunden?
00:12:34: Der reine Zufall, das war ja eine absolute Katastropherstimmung die da im Juli dann empfunden worden ist von allen die jetzt unmittelbar aber auch mittelbar betroffen wurden sind.
00:12:51: und ich habe mich dann wenige Tage danach einfach dafür interessiert Mal zu fragen, wie konnte das denn so passieren?
00:12:58: Haben wir die Bedienung nicht selbst geschaffen dem Wasser so viel Raum zu geben dass es diese Katastrophe auslösen konnte?
00:13:05: und mit dem Gedanken war ich dann nicht alleine.
00:13:08: Und wir haben sehr schnell einen kleinen Kreis gefunden der bis heute relativ stabil an diesem Thema arbeitet.
00:13:16: Von den Ortsterminen weiß ich, dass es eine größere Gruppe gibt.
00:13:20: Da ist wahrscheinlich auch noch einiges im Hintergrund von Anwohnern.
00:13:24: oder
00:13:25: Ja, wir haben zunächst eine Unterstützerkreis mit dem wir über E-Mail verbunden sind.
00:13:35: Die regelmäßig von uns informiert werden wo wir dann auch Rückkopplungen bekommen neue Vorschläge oder auch Lob aber auch einen Kritik wo man vielleicht noch etwas besser machen kann.
00:13:47: Eine größere Gruppe an Unterstützern sind jetzt notwendig für das mobile Rohrwassersystem, dass wir an der Entschmannsstraße errichten konnten.
00:13:58: Dafür sind mehrere Leute erforderlich.
00:14:01: da reicht der Kleinenkreis von sieben Personen eben nicht weil wir hier vierundzwanzig sieben Jahre in Runde genommen aufpassen müssen.
00:14:09: wenn sich solche Ereignisse abzeichnet wie wir sind jüdeanenzwanziger hatten dann brauchen wir eben Leute um dieses System aufzubauen.
00:14:17: Wir üben das jedes Jahr, damit die Handgriffe auch sitzen denn was man nicht übt kann man dann im Stressfall dann auch nicht mehr umsetzen.
00:14:29: deswegen haben wir gesagt wir sollten so einmal im Jahr dann üben und dann sind dann immer dreißig, fünfundreißig Leute die dann kommen obwohl wir eigentlich nur vier oder fünf genötigen und der Aufbau dauert inzwischen.
00:14:43: Na ja, wir haben ja geübt.
00:14:44: Um dreißig Minuten untersteht das System.
00:14:48: Und da haben Sie dann eine Liste?
00:14:52: Wir haben praktisch eine kleine Alarmkette mit entsprechenden Handynummern und so weiter... ...und im Moment zeichnet sich ab dass wir mit der Bezirksregierung den Konflikt zur Anerkennung dieses Systems dahingehend lösen... ...dass wir auch nochmal ein zusätzliches Alarmhandy bekommen.
00:15:12: Das werden wir in den nächsten Tagen auch mit der Stadt noch mal besprechen, wie wir das organisieren.
00:15:17: So dass wir sicher sein können sollte ein Ereignis sich auch nachts zutragen.
00:15:23: Dass Herr Rolderbach auf einmal sehr viel Wasser aufnehmen muss.
00:15:27: Dass wir dann auch zu jeder Geurtheit anonymiert werden können und dass dann eben eine Annahmenkette ausgelöst wird.
00:15:36: Und wir schnell die Personen zusammen bekommen, die dieses System dann aufbauen.
00:15:41: Ich mache mir da auch nie Sorgen, weil jeder der von dieser Hochwasser stark betroffen war ist so sensibilisiert.
00:15:49: Dass er sobald Nachrichten kommen das wieder mit stärkender Regen arg ist.
00:15:56: Dann schauen die Leute sofort was passiert hier bei uns?
00:16:00: Was hab ich hinreichend vorbereitet?
00:16:04: und gehen dann aus den Häusern schauen wie der Rodderbach Mit Wasser vorläufig anders schon in den letzten Jahren mehrfach dann beobachtet.
00:16:11: Die Sensibilität für dieses Thema ist außergewöhnlich hoch.
00:16:16: Welche Erkenntnisse haben Sie bei der Analyse des Rotterbachs und seines Einzugsgebiet gewonnen, die für viele Außenstehende jetzt nicht so ersichtlich sind?
00:16:32: Der Rotterbacher nütten wir auch.
00:16:33: viele andere kleine Bäche hier in Rheinbarung an anderen Orten waren überhaupt nicht in der Beobachtung bei Starkregenereignissen.
00:16:44: Der Hordermach war Hinze-Tochner vollständig aus, der Bach plätschert über viele Jahre einfach so dahin ohne dass irgendwie es kritisch geworden ist bis auf einige wenige starkregen Ereignisse schon vor zwanzig einundzwanzig wo man gesehen hat oh die Kapazität dieses Baches aber tatsächlich begrenzt.
00:17:06: Wenn man jetzt eben annehmen muss, dass wir extreme metriologische Ereignisse bekommen müssen wir feststellen das die Planungen die ihr demal gemacht worden sind für diese Situation nicht mehr fassend ist.
00:17:20: Wir haben den Wasser Gelegenheiten geboten die dann zu dieser Katastrophe führte zum Beispiel dass der Hirschmannstraße eine der Hauptzuwägung zum Quartier tiefer liegt als die Umgehungsstraße.
00:17:36: Das Wasser, was dann fronnt geht nicht in die Umgängerstrasse rein sondern fließt bei uns ins Wohngebiet.
00:17:43: oder die Tatsache dass die Bundeswehr ihr Oberflächenwasser durch einen Kanal in den Rotterbach offen führt war kaum jemand bekannt
00:17:55: weil es auch keinen interessiert hat?
00:17:56: Es hat
00:17:57: doch niemanden interessiert.
00:17:59: ich habe wenige Tage nach der Flut mir die Kanal und dann sah man in einer anderen Farbe gekennzeichnet, im Kanalverlauf statt nicht zuständig.
00:18:15: Alles diese Themen mussten wir zunächst mal analysieren und dann spielen und überlegen was können wir tun?
00:18:22: Was können wir machen zusammen mit der Stadt um unsere Situation zu
00:18:27: verbessern?".
00:18:33: Vieles ist ja ein Karten eingezeichnet, aber wenn ich jetzt normaler Bürger bin und in meinem Garten einen Wall oder Blumenbeet oder irgendwas erhöhen will.
00:18:44: Sie sagten eben schon, wenn man im Wald reichen kleine Dämme die viel verändern darf man das noch?
00:18:56: Zunächst gilt mal bei baulichen Veränderungen an Gebäuden und auch an Grundstücken des Baurecht.
00:19:03: Wir haben im Bebauungsplan die Möglichkeiten bestehend vielfältig, die sind auch genutzt worden.
00:19:10: Allerdings hat sich jetzt eine neue rechtliche Situation ergeben dadurch dass die Bezirksregierung nun im September, wir haben September letzten Jahres über Schmelmungsgebiete festgelegt hat und diese Festlingen von Überschwemmungsgebieten löst eine Menge an rechtlichen Konsequenzen aus.
00:19:30: Unter anderem ist es nicht mehr gestattet, in irgendeiner Weise den Außenbereich seines Grundstücks so zu verändern dass der Wasserverlaufen verändert wird.
00:19:40: das heißt sie dürfen keine Grenzeinrichtungen mehr bauen.
00:19:43: Mäuerchen Befestigungen selbst größere Anpflanzung sind nicht mehr zulässig wenn Sie die Wasserlauf verändern.
00:19:53: Nun, die Bezirksregierung hat jetzt doch einige Teile reimbass wieder aus dem Überschwörmungsgebiet herausgenommen.
00:19:59: Uns leider noch nicht.
00:20:00: da sind wir in Diskussion aber diese rechtlichen Konsequenzen sind schon beachtlich.
00:20:07: das geht weiter über entsprechende Versicherungsbeiträge den auch versicherbar nehmen.
00:20:13: natürlich war wenn eine Behörde einen Beschwermuskulier deklariert Sie sind verpflichtet, wenn sie ein Haus verkaufen wollen.
00:20:20: Ein Kaufinteressent darauf aufmerksam zu machen, dass ihre Mobilität im Überschwemmungsgebiet liegt.
00:20:28: Man kann sich vorstellen, dass das in irgendeiner Weise auch wertvollsam ist.
00:20:32: Also alle diese Auswirkungen die zunächst einmal ein formaler Natur sind, sind wichtig zu beachten.
00:20:38: deswegen diskutieren wir auch darüber Und man muss das eben auch unterscheiden von den technischen Maßnahmen, die wir jetzt durchgeführt haben oder die wir noch durchführen möchten.
00:20:49: Das ist etwas anderes als dieser formaler Rahmen.
00:20:54: Wenn Sie die Situation jemandem im Eck lernen müssten der geörtlichen Gegebenheiten im Rodderfeld nicht kennt wo liegen die größten Herausforderungen?
00:21:02: Also sie nannten es gerade schon die Hirschmannstraße liegt niedriger Die Bahn ist glaube ich noch ein Thema.
00:21:10: Ja die Bahn ist sicherlich ein ganz kritischer Punkt, weil so wie der Rotterbach und auch manche andere Bäche auf den Bahnenkörper zugeführt werden.
00:21:22: Und dann diese Durchdringung ist hydrologisch jetzt nicht so optimal gelaufen.
00:21:29: Die können eben dieses Wasser nicht mehr aufnehmen insbesondere dann wenn treibt gut noch diese Kanäle zusätzlich verschließt.
00:21:38: Auf der anderen Seite sehen wir, wenn man diese Durchlässe dann vergrößert.
00:21:42: Dass man dann eben mehr Wasser und schnelles Wasserführung dann jenseits der Bahn einführt mit möglicherweise höheren Risiken für die tiefverliegenden Gebiete.
00:21:56: Und da muss man eben enorm aufpassen.
00:21:59: Das war auch immer unser Petit um unsere Überlegungen dass wir bei allen Maßnahmen, die wir für unser Rodderfeld vorschlagen, dass wir eben auch immer mitdenken ob es deshalb zusätzliche Gefahren verdrückt.
00:22:14: Das ist auch immer wieder ein Abwägungsprozess, die wird auch mit der Stadt diskutieren.
00:22:19: alles was wir machen hat das höre löst das anderswo gefahren aus.
00:22:23: so Die tatsache dass wir jetzt sehr viele maßnahmen schon umgesetzt haben führt dazu dass im starken Fall Die Umgehungsstraße, die Unterführung zur Bahn quasi als Regenrückhaltebecken für uns funktioniert.
00:22:38: Aber auch dieser Raum wird irgendwann mal voll laufen und dann sich rechts und links in die Ecke ergießen so dass vermutlich jetzt die Kläranlage stärker von Starkregen betroffen sein könnte als es vorher der Fall war.
00:22:56: Im Ergebnis gibt es nur eine Lösung Wir müssen das Wasser abfangen bevor es besiedelten Bereich erreicht.
00:23:06: Heißt für uns, für viele andere im Vorgebirge auch für die Ahr dass wir eben in Wald näherigen Rückhaltebecken errichten müssen, die dann das Volumen aufnehmen und uns zumindest mal die Zeit ersparen oder Zeit geben vorbereitende Maßnahmen durchzuführen.
00:23:30: Das ist das Langfristprojekt, nicht nur für den Rodderbach.
00:23:34: Für Rheinbach und viele andere Kommunen auch.
00:23:37: Wir haben ja jetzt eine Diskussion an der A, dass nicht abgerufene Fördermittel jetzt anders gewidmet werden sollen um diese enormen finanziellen Investitionen die Regenrückhaltebecken nun mal auslösen.
00:23:52: Ich habe gehört in der A wir reden schon über Milliardenbeträge insgesamt etwa fünfzehn große Regen, rückhalte Becken die dort für notwendig erachtet werden.
00:24:03: Dass diese Mitteln auch wirklich in diese Projekte aufließen können?
00:24:06: Ja um das zu stemmen.
00:24:11: Worauf blickt die Initiative heute ja mit besonderem Stolz zurück und welche Themen stehen jetzt in den nächsten Jahren oder kurzfristig an, also sie hatten es jetzt kurz um Rüssen.
00:24:26: Aber da gibt's ja schon so Momente wahrscheinlich die alle wirklich emotional bewegt haben wo es voran ging.
00:24:37: Ja jede größere Maßnahme löst bei uns natürlich ein gewisses Maßnahmen zur Friedenheit, außerdem ist er okay toll.
00:24:46: das haben wir jetzt geschafft.
00:24:47: Das fing mit den kleinen Maßnahmen an dass Das Schutzgitter am Bahndurchlass nicht mehr senkrecht positioniert haben, sondern schräg.
00:24:57: So dass das Reib-Guthalz nicht mehr den Kanal verstoffen kann, sondern die eben auftreifen bis Wasser kann rum oder drüber laufen.
00:25:05: Die Erhöhung der Hirschmannstraße und das mobile System war ein Highlight Und Anfang des Jahres eben auch die Erneuerung des Durchlasses vom Rodderbach am Lärmschutzwahl.
00:25:16: Auch ein sehr kritischer Punkt, die Verlegung des Bundeswehrkanals war für uns sehr wichtig.
00:25:27: Hier sind wir noch nicht am Ende weil der Bundeswehr ihrerseits wiederum auch ein größeres Regenmüllkartebecken baut.
00:25:34: es wird aber erst siebenundzwanzig-achtenswanzig fertig werden was uns zusätzlich schützt.
00:25:40: ja und natürlich auch die durchschnittlichen Dämme im Wald wo wir halt sehr viele positive Reaktionen bekommen haben.
00:25:48: Hier ist es auch so, dass wir da nicht mehr allein zu SIPT arbeiten sondern hier haben wir eben auch viele Familien mit Kindern aus unserem Wohnkortier aus dem Rotterfeld eben angesprochen ob sie mitmachen wollen und die Hilfe war wirklich überragend.
00:26:05: Es hat allen riesen Spaß gemacht.
00:26:06: der Bürgermeister.
00:26:08: War jetzt sein Kind an der auch da den Hammer geschwungen.
00:26:11: Ja das waren im Grunde ein Aktionstag.
00:26:13: Das war ein Actionstag ist aber auch wichtig, dass wir die Generationen, die im Rotterfeld wohnen eben für dieses Thema sensibilisieren.
00:26:23: Auch die Jüngsten sollen durchaus mitbekommen, dass man ihr was machen kann und dass sich die Initiative lohnt und sie nicht vergebens ist.
00:26:34: Ja, das bewirkt etwas.
00:26:36: Das ist ein gutes Beispiel... Genau, wie Sie sagen für die nächste Generation oder für jeden zu merken.
00:26:46: Man
00:26:47: kann etwas bewirken und das gilt ja gar nicht nur für uns.
00:26:50: Das gilt ja für viele anderen Sachen auch, dass das Ehrenamt eine wichtige Institution ist im Großen als im Kleinen und man kann sehr viel bewirkeln wenn man sich darüber Gedanken macht Man auf zu vernünftige Lösungen kommt, es hilft nicht so punktuelle Aktionen von Einzelpersonen sondern immer mit realistischem Blick auf das was auch umsetzbar ist vorzutragen und dann kann man etwas bewegen.
00:27:24: Ja und sie haben ja jetzt schon viel auch Sie persönlich in ihrer beruflichen Laufbahn erlebt und viel mit den Themen auch zu tun gehabt.
00:27:40: Was hat sie persönlich am meisten überrascht, so in dieser ganzen Initiative oder zum Umdenken gebracht?
00:27:48: Ich meine Sie beschäftigen sich ja viel mit dem Thema.
00:27:55: Was war da so ein Punkt, wo Sie dachten das ist Ihnen jetzt nach dieser ganzen langen Zeit im Rheinbach und in Ihrer Berufstätigkeit noch nicht untergekommen?
00:28:04: Als der für mich ganz besonderen Erlebnisse war die Empathie.
00:28:11: Die Solidarität der Zusammenhalt, der unmittelbar nach diesem Fruderreignis stattgefunden hat.
00:28:18: Sonst haben wir uns angewöhnt dass jeder Einzelinteressen Partikular Interessen Vereinzelung herrschte vor.
00:28:26: Und hier trat auf einmal eine Solidarität in Kraft, die ich vorher nicht vermutet hätte und man erlebt Leute, die man eigentlich schon lange kennt von der ganz anderen Seite aus.
00:28:39: Leute, denen man vielleicht vorher skeptisch gegenüberstand.
00:28:42: Das ist aber auch ein Metakerl oder Mensch, der packt ja an oder der denkt mit und er ist solidarisch gegenüber anderen.
00:28:51: und das ist ein außerordentliches Erlebnis gewesen, dass ich es so noch nicht hatte.
00:28:56: Weder bei einzelnen Projekten auch noch bei anderen Stadtsanierungen, Stadtentwicklungen und Stadtmarketing.
00:29:03: Dass ein so rohes Maß an Solidarität stattgefunden hat, selbst zwischen Leuten die sie wollen kann – das war sehr außergewöhnlich!
00:29:13: Und letzten Endes ist das was wir in dieser kleinen Gruppe jetzt umsetzen... ...die Fortsetzung dieser Solidaritäts- Mit unseren Nachbarn.
00:29:22: von den sieben sind drei unmittelbar und stark betroffen, die anderen vier aber gar nicht.
00:29:30: Und das ist schon ein sehr schönes Gefühl, dass man diese Solidarität bewahren kann und fortsetzen kann.
00:29:38: Genau!
00:29:39: Den Eindruck habe ich auch... Das war nicht eine Momentaufnahme und verpufft dann sondern es hält an und wabert im positiven Sinne weiter.
00:29:53: Die Leute, die sich jetzt in dieser Gruppe zusammengefunden haben sind auch langjährige Nachbarschaften.
00:29:59: Langjährige Freundschaften, die diese Gruppe auch tragen so dass wir auch in der Lage sind unterschiedliche Position zu diskutieren.
00:30:08: Auch wenn man unterschiedlicher Auffassung ist fliegt dann die Gruppe nicht auseinander sondern das kann man zulassen.
00:30:14: Sondern wir diskutieren in der Sache Und dann werden auch unterschiedliche Aspekte eben mit berücksichtigt.
00:30:19: Jeder hat zu seinem Blick, jeder hat seine Fachkenntnis und die eben einzubringen so dass es wirklich konfliktarm ist.
00:30:28: Das erlebe ich auch in dieser Gruppe als Besonderheit.
00:30:33: Ja und das kommt auch rüber?
00:30:35: Das hoffen wir... Das ist einer der Gründe warum wir auch ernst genommen werden.
00:30:42: Dass das eben auch ein Langfristprojekt ist Und wir werden auch am Wal bleiben, weil wir eben noch längerfristige Themen sehen.
00:30:51: Zum Beispiel das Regenrückhaltebecken und das Thema wie gehen wir mit der Bahn um?
00:30:56: Wird es ein Beipass geben?
00:30:59: Wenn ja wo wird er verlaufen?
00:31:01: Wo läuft denn das Wasser hin?
00:31:04: Bis hin zu übergeochteten Themen im Wald habe ich genannt.
00:31:07: Miskantusanpflanzung ist ein Thema.
00:31:10: Wir werden uns auch mal über das Kanalsystem unterhalten müssen, weil das ist so nicht anpassungsfähig.
00:31:15: Die Berechnungen die eben bei der Erschließung erfolgt sind hatten ganz andere Datengrundlagen als die, die wir eben heute haben aber können sie nicht einfach anpassen.
00:31:26: Es gibt sehr viele Themen über die man sich auch in Zukunft noch unterhalten wird.
00:31:33: Ich danke Ihnen Herr Weiß.
00:31:34: ich habe ihn zu danken.
00:31:40: Das war Reingehört, der Podcast der Stadt Rheinbach.
00:31:45: Seien Sie gespannt auf die nächsten Folgen!
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